Bioland startet ab März 2026 in Bayern wieder eine „Bio kann jeder“-Reihe. Die kostenfreien Workshops unterstützen Verantwortliche und Mitarbeitende aus Schul- und Kitaverpflegung sowie anderen Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung gezielt bei der Umsetzung eines höheren Bio-Anteils in der Verpflegung.
Die jeweils vierstündigen Angebote werden im Auftrag des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) im Rahmen des Bundesprogramms Ökologischer Landbau (BÖL) durchgeführt und richten sich an ein breites Fachpublikum aus Küche, Pädagogik und Einrichtungsleitung.
Mischung aus Theorie und Praxis
Die kurzweiligen Workshops, organisiert von Bioland, verbinden einen kurzen Theorie-Input mit einem praktischen Teil. Je nach Termin folgt entweder ein Best-Practice-Bericht aus einem Bio-Gemeinschaftsverpflegungsbetrieb oder eine gemeinsame Kochpraxis mit anschließender Verkostung.
Die Teilnehmenden erhalten zudem von Regionalpartnern praxisorientierte Tipps wie sie Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung in ihren Einrichtungen einführen bzw. das Angebot erweitern können.
Die Angebote richten sich an alle Mitarbeitenden und Verantwortlichen aus Schul- und Kitaverpflegung sowie anderen Bereichen der Gemeinschaftsverpflegung. Das Ziel: mehr Bio in der Schul- und Kitaverpflegung zu erreichen und das Verpflegungsangebot für Kinder und Jugendliche nachhaltiger zu gestalten.
„Bio kann jeder“-Workshop am 19. März: Regional und saisonal

Der erste „Bio kann jeder“-Workshop findet am 19. März ab 14 Uhr in Regensburg unter dem Motto „Bio regional und saisonal auf dem Speiseplan für Kinder“ statt.
In dem Workshop zeigt Eva Siegfried, Kochexpertin und Ökotrophologin für Bioland e.V., wie ein gelungener Speiseplan mit Bio-Produkten aussieht und wie Bio in das Verpflegungsangebot auch bei knappen Budgets integriert werden kann.
Melanie Ebner von Das Ebners – Schul- und Kita Catering aus Wenzenbach zeigt auf, wie sie ihr Catering auf Bio umgestellt hat. Sie erläutert ihre ersten Schritte, die Herausforderungen bei der Umstellung und kreative Lösungsansätze sowie den Mehrwert für sie, ihr Küchenteam sowie für die Kinder.
Die Öko-Modellregion Stadt.Land.Regensburg und die Biostadt Regensburg haben sich zum Ziel gesetzt, den Anteil des Ökolandbaus in der Region zu steigern. Ein wichtiger Teilbereich ist hier die Integration der regionalen Bio-Lebensmittel in der Außer-Haus-Verpflegung. In dem Workshop wird Elke Oelkers, Projektmanagerin der Öko-Modellregion und Biostadt Regensburg relevante Beschlüsse vorstellen sowie Tipps zum Einkauf regionaler Bio-Lebensmittel geben.
Anschließend werden die Teilnehmer gemeinsam mit Melanie Ebner in einer kurzweiligen Gruppenarbeit für Einsteiger und Fortgeschrittene praktikable Schritte zur Erhöhung des Bio-Anteils entwickeln.
Mehr zum Programm. Um Anmeldung wird bis 16. März gebeten.
„Bio kann jeder“-Workshop am 24. März: Korn trifft Bohne
Mit einem konkreten Koch-Part punktet der „Bio kann jeder“-Workshop am 24. März in München. Das Motto: „Korn trifft Bohne: Smarte Ernährungsideen für Kitas und Schulen“. Veranstaltungsort ist das Haus der Kost (Freddie-Mercury-Straße 5, 80797 München).
Das Programm beginnt um 14 Uhr mit Begrüßung und Vorstellungsrunde, gefolgt vom Themenblock „Bio-Lebensmittel für Kinder und Jugendliche wirtschaftlich einsetzen“ mit Informationen zu Speiseplanung, Kommunikation und Einkauf.
Im Mittelpunkt steht der Bio-Speiseplaner, ein kostenfreies Online-Tool, das aus dem langjährigen Münchner Projekt „Bio für Kinder“ von Tollwood hervorgegangen ist. Der Bio-Speiseplaner vereint Nachhaltigkeitsgrundsätze und ist vollwertig, ernährungsphysiologisch ausgewogen, ökologisch und ökonomisch aufgebaut. Das Tool soll insbesondere Einrichtungen der Kita- und Schulverpflegung die Umsetzung von mehr Bio in der Küche erleichtern.
Schwerpunkt des Workshops sind Gerichte mit regionalem Getreide und Hülsenfrüchten. Verena Schlegel vom Haus der Kost und Eva Siegfried von Bioland e.V. zeigen, wie Gerichte mit Getreide und Hülsenfrüchten ohne große Küche einfach und lecker zubereitet werden können. Geplant sind dabei ernährungsphysiologische Hintergründe, die Vorstellung verschiedener Rezepte aus dem Bio-Speiseplaner, ein kurzer Einblick in das Online-Tool sowie Hinweise zur kindgerechten Kommunikation vegetarischer Angebote. In der „Koch Praxis“ bereiten auch die Teilnehmenden gemeinsam verschiedene vegetarische Rezepte zu, anschließend werden die Gerichte gemeinsam verkostet und reflektiert.
Darüber hinaus ist der Workshop ganz im Zeichen des gemeinsamen Austauschs und der Vernetzung angelegt.
Details zum Programm. Anmeldeschluss ist der 21. März.
Quelle: Bioland
Optimale Schulverpflegung – eine Utopie?
Prof. Dr. em. Volker Peinelt kämpft seit Jahren für eine qualitätskontrollierte gute Schulverpflegung in Deutschland. Mit seinem neuen Buch legt er ein Konzept für eine Optimale Lösung vor. Wie utopisch diese ist, was Hütrden aber auch große Potenziale sind, berichtet er im Interview dazu.