Quelle: Foto: DZG.

DZG Taskforce KI unterstützt digitale Transformation der Gastwelt

Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) hat Anfang Februar eine Taskforce „Digitalisierung & Künstliche Intelligenz“ (KI) gegründet, um die digitale Transformation der Gastwelt mit Fokus auf kleine und mittlere Betriebe zu beschleunigen und diese praxisnah bei der Nutzung digitaler Lösungen und KI-Anwendungen zu unterstützen. Geleitet wird die Taskforce von Alexandra Wolframm und Salim Sahi.

Herausforderungen der Gastwelt und Potenzial von KI

Hintergrund der Initiative ist eine nach wie vor geringe Digitalisierungsquote in Teilen der Gastwelt. Viele Betriebe tun sich aus verschiedensten Gründen aktuell noch schwer, digitale Anwendungen abteilungsübergreifend und produktiv einzusetzen. Gleichzeitig stehen sie unter hohem wirtschaftlichem Druck: steigende Kosten, anhaltender Personalmangel, sinkende Gewinne und unsichere Nachfolgeperspektiven prägen die Lage vieler Unternehmen.

Demgegenüber steht die rasante Entwicklung Künstlicher Intelligenz, die das Potenzial hat, betriebliche Prozesse grundlegend zu verändern – von Personalplanung und Einkauf über Marketing und Vertrieb bis hin zur Gästekommunikation. Eine aktuelle Untersuchung des Fraunhofer IAO im Auftrag der DZG sieht bei 69 Prozent aller Prozesse in Hotelbetrieben Digitalisierungs- und Automatisierungspotenzial.

„Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sind längst keine abstrakten Zukunftsthemen mehr, sondern zentrale Wettbewerbs- und Überlebensfaktoren für die Gastwelt“, erklärt Alexandra Wolframm, die das Expertengremium zusammen mit Salim Sahi leitet. „Gerade für kleine und mittlere Betriebe können sie ein entscheidender Hebel sein, um Produktivität zu steigern, Mitarbeitende zu entlasten und wirtschaftliche Perspektiven zu sichern. Dafür braucht es jedoch Orientierung, Priorisierung, praxisnahe Umsetzungshilfen und politische Unterstützung bei der Finanzierung“, unterstreicht Wolframm.

Ziele und Arbeitsauftrag der DZG-Taskforce

Die Arbeit der Taskforce ist zunächst auf ein Jahr angelegt, mit einer Option auf Verlängerung. Ziel ist es, so Alexandra Wolframm, Digitalisierung und KI im Jahr 2026 als erkennbares Schwerpunktthema der Gastwelt zu etablieren, konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln und erfolgreiche Praxisbeispiele sichtbar zu machen. Darüber hinaus soll die Taskforce Impulse für die Bundespolitik liefern – insbesondere mit Blick auf Förderinstrumente, Finanzierungsmöglichkeiten und eine innovationsfreundliche, praxistaugliche Regulierung.

Mit dem Expertengremium richtet sich die Denkfabrik primär an die rund 250.000 Betriebe der Gastwelt, mit einem klaren Fokus auf kleine und mittlere Unternehmen. Gleichzeitig versteht sich das Gremium als Ansprechpartner für politische Entscheidungsträger, wenn es um die strategische Einordnung von Digitalisierung und KI, um staatliche Förderfragen und die Vermeidung übermäßiger Regulierung geht.

„Unser gemeinsamer Anspruch ist es, Digitalisierung und KI aus der theoretischen Debatte herauszuholen und für unsere Betriebe nutzbar zu machen“, erklärt Salim Sahi. 2026 müsse für die Gastwelt auch ein Jahr der digitalen Weichenstellung werden. Die Taskforce solle dabei helfen, Chancen realistisch einzuordnen, Hürden abzubauen und konkrete Fortschritte zu ermöglichen, so der Tech-Gründer.

Weitere Informationen unter: http://www.zukunft-gastwelt.de

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