Ab April startet am Münchner Viktualienmarkt das Pilotprojekt „ReMuc – Ois im Kreis“: ein innovatives Mehrwegkonzept, das erstmals die bargeldlose Rückgabe von Mehrwegbehältnissen rund um die Uhr an Automaten ermöglicht. Die Stadt München setzt damit ein Zeichen gegen Einwegmüll und zeigt, wie praktikable Lösungen für Gastronomie und Konsument:innen aussehen – unterstützt von Recup als Deutschlands größtem Mehrwegsystem und weiteren Partnern. Das Modell ist skalierbar und eröffnet Möglichkeiten für stark frequentierte öffentliche Orte und Verkehrsknotenpunkte.
Im Rahmen von ReMuc setzt München auf ein Mehrwegkonzept, das Mehrwegbehältnisse über Rückgabeautomaten in den Kreislauf zurückführt. Das Projekt kombiniert Mehrweg, Pfandsystem und digitale Prozesse und zielt darauf ab, Einwegmüll auf dem Viktualienmarkt deutlich zu reduzieren. Das Mehrwegkonzept ist so gestaltet, dass es sowohl Gastronomie als auch Konsument:innen einen einfachen Zugang zu Mehrweg bietet.
So funktioniert das Mehrwegkonzept am Viktualienmarkt
An fünf Standorten am Viktualienmarkt können Kunden künftig ihre Recups und Rebowl-Behälter unabhängig von Öffnungszeiten am Rückgabeautomaten einwerfen und erhalten das Pfand bargeldlos erstattet. Die Rückgabe der Mehrwegbehältnisse ist damit 24/7 möglich. Reinigung und Logistik übernimmt zentral der Projektpartner Cup Company, sodass für Händler kein zusätzlicher Spülaufwand vor Ort entsteht.
Recup stellt die Mehrwegbehältnisse bereit, Relevo die digitale Bestellplattform und Circle Cubes die Automaten. Die Märkte München tragen die Fixkosten für das auf fünf Jahre angelegte Pilotprojekt. Die Stände zahlen lediglich eine nutzungsabhängige Gebühr pro ausgegebenem Mehrwegbehälter.
„Wir freuen uns, dass die Stadt mit ReMuc ein starkes Zeichen für Mehrweg und gegen Einwegmüll setzt. Gemeinsam schaffen wir ein Angebot, das Mehrweg für alle einfach macht – die bargeldlose Rückgabe rund um die Uhr am Automaten ist dabei ein echter Gamechanger. Als Münchner Unternehmen sind wir besonders stolz, Teil des Projekts zu sein und unsere langjährige Erfahrung als Deutschlands größtes Mehrwegsystem einzubringen.“
Philipp Goos, Geschäftsführer Recup
Edwin Grodeke, Leiter des Kommunalreferats und 1. Werkleiter der Märkte München, ergänzt: „Das Prinzip der Automatenrückgabe kennen die Menschen bereits von den Pfandflaschen. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass diese Lösung funktioniert. Ein innovativer Beitrag zum Münchner Ziel, Zero Wast City zu werden.“
Signalwirkung des Mehrwegkonzepts für Städte und Märkte
Mit ReMuc übernimmt München eine Vorreiterrolle und vereint auf einem der größten und bekanntesten Lebensmittelmärkte Deutschlands Tradition mit Innovation. Das Mehrwegkonzept zeigt, wie Mehrweg nicht nur gesetzliche Anforderungen erfüllt, sondern auch den Alltag für Gastronomen und Konsumenten erleichtert. Lösungen wie diese gelten als entscheidend, um Einwegmüll zu vermeiden und Mehrweg flächendeckend zu etablieren – in München und darüber hinaus.
Das Mehrwegkonzept mit Rückgabeautomaten besitzt Potenzial für weitere Einsatzbereiche: von Wochenmärkten und Veranstaltungsorten bis hin zu Bahnhöfen und Flughäfen. Durch die Kombination von Mehrwegsystem, digitaler Bestellplattform und automatisierter Rückgabe lässt sich das Modell auf andere stark frequentierte öffentliche Orte und Verkehrsknotenpunkte übertragen.
Das Unternehmen Recup GmbH unter der Geschäftsführung von Can Lewandowski und Philipp Goos bietet mit dem größten Mehrwegsystem für die Gastronomie – Recup/Rebowl – eine einfache, attraktive und müllfreie Alternative zu Einwegverpackungen. Die Recup-To-go-Becher und Rebowl-Take-away-Schalen sind in vielerlei Größen verfügbar und zu 100 % recyclebar.
Bei deutschland- und österreichweit rund 20.000 Aus- und Rückgabestellen – etwa in Cafés, Restaurants, Bäckereien, Kiosken, Betriebsgastronomien und Tankstellen – können die Mehrwegbecher und -schalen gegen Pfand ausgeliehen und zurückgegeben werden. Mission des Unternehmens ist es, die Gesellschaft für das Thema Verpackungsmüll zu sensibilisieren und Einwegverpackungen überflüssig zu machen.