Die Bedeutung von Online-Bewertungen für Reise- und Tourismusunternehmen nimmt weiter zu. Eine aktuelle Studie von London Research im Auftrag der Bewertungsplattform Trustpilot belegt, dass 80 Prozent der deutschen Verbraucher vor einer Buchung Online-Bewertungen prüfen oder gezielt die Sternebewertung kontrollieren. Damit rangiert der Reise- und Tourismussektor nahezu gleichauf mit der Elektronikbranche (81 Prozent) und belegt im Branchenvergleich Platz zwei.
Studienbasis und Methodik
Für die Untersuchung befragte London Research im Juni 2025 insgesamt 1.200 Verbraucher in Deutschland. Die Studie entstand im Auftrag von Trustpilot und liefert repräsentative Daten zu Relevanz und Wirkung von Online-Bewertungen im Kaufprozess.
Relevanz von Online-Bewertungen im Reise- und Tourismussektor
Im Reiseumfeld lesen 80 Prozent der Konsumenten vor der Buchung Online-Bewertungen. 71 Prozent greifen regelmäßig auf Kundenrezensionen zurück, während 69 Prozent zuerst die quantitativen Kennzahlen – beispielsweise die Sternebewertung – aufrufen. 67 Prozent vertrauen Unternehmen eher, wenn diese einen guten Bewertungs-Score aufweisen, und 66 Prozent kaufen bevorzugt bei Anbietern mit positivem Bewertungsstatus.
81 Prozent gaben an, durch negative Online-Bewertungen bereits Fehlkäufe vermieden zu haben.
Finanzielle Folgen von Fehlkäufen
Gut die Hälfte aller Befragten (55 Prozent) investierte in den vergangenen zwölf Monaten Geld in minderwertige Produkte oder Dienstleistungen. Durchschnittlich verloren Verbraucher dabei 748 Euro – deutlich mehr als der europäische Mittelwert von 654 Euro. Besonders betroffen ist die Generation Z: 72 Prozent der 18- bis 24-Jährigen zahlten mehr als 100 Euro für enttäuschende Angebote; 15 Prozent sogar zwischen 1.001 und 5.000 Euro.
Generationenvergleich beim Bewertungsverhalten
Online-Bewertungen spielen für alle Altersgruppen eine Rolle, gewinnen jedoch bei Jüngeren zusätzlich an Gewicht. 81 Prozent der 18- bis 34-Jährigen prüfen vor dem Kauf explizit Online-Bewertungen, während dies bei den über 55-Jährigen 60 Prozent tun. Auf negative Rezensionen reagieren 88 Prozent der Gen Z mit einem Kaufverzicht, gefolgt von 86 Prozent der 35- bis 54-Jährigen und 75 Prozent der älteren Befragten.
Best-Practice-Beispiel Chamäleon Reisen
Der Anbieter nachhaltiger Abenteuerreisen Chamäleon bindet Trustpilot-Widgets prominent auf der Startseite, auf Länderseiten und im Buchungsprozess ein. Produktbewertungen erscheinen zusätzlich auf den jeweiligen Reise-Detailseiten. In den vergangenen zwölf Monaten erzielten diese Trustpilot-Elemente 4,79 Millionen Impressionen. „Über Trustpilot können unsere Kunden ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Wir verfügen damit über ein kraftvolles Marketinginstrument, das überzeugende Verkaufsargumente liefert und Vertrauen aufbaut“, erklärt Julia Burchard, Marketing & Sales bei Chamäleon.
Bewertungsplattform Trustpilot als Marketinginstrument
„Gerade im Reise- und Tourismussektor sind Vertrauen und Transparenz entscheidend. Bewertungen geben potenziellen Kunden Sicherheit und helfen Anbietern, sich klar zu positionieren“, weiß Uta Ernst-Diarra, Senior Director Enterprise EMEA & APAC bei Trustpilot. „Als wichtiges Marketinginstrument unterstützen die Bewertungs-Signale die Reise- und Tourismus-Unternehmen dabei, Misstrauen zu überwinden, Neukunden zu gewinnen und sich in einem hart umkämpften Umfeld wirksam abzuheben. Und genau hier setzt Trustpilot an: Mit unseren Lösungen helfen wir Unternehmen, authentische Bewertungen zu sammeln, gezielt in Marketingmaßnahmen zu integrieren und so nachhaltiges Wachstum zu erzielen.“
Die Plattform Trustpilot verfügt nach eigenen Angaben über mehr als 300 Millionen Bewertungen und 64 Millionen monatlich aktive Nutzer. Insgesamt verzeichnet die Marke 140 Milliarden TrustBox-Impressionen pro Jahr.
Quelle: Trustpilot