Die Vorstellung von New Work war im deutschsprachigen Raum lange von Versprechen wie Flexibilität, Selbstbestimmung und flachen Hierarchien geprägt. Im Zukunftsreport 2026 beschreibt HR-Experte und Future Advisor Jörg Staff, warum der Arbeitgeber der Zukunft kein klassischer Versorger mit Job und Gehalt mehr ist und welche neuen Rollen Arbeitgeber in einer Post-New-Work-Ära übernehmen.
New Work – vom Versprechen zur Ära danach
Viele Arbeitgeberrankings bedienen sich laut dem Zukunftsinstitut Kriterien wie der Zufriedenheit mit Gehalt und Unternehmenskultur. Diese Ansätze bilden jedoch „lediglich die Fassade einer viel tiefergreifenden Transformation ab und sind Bequemlichkeitszonen, die kaum die Strukturen, Werte und das fundamentale Mindset Ihres Unternehmens berühren“ – so formuliert es Jörg Staff im Zukunftsreport 2026. In seinem Beitrag „Beyond Beschäftigung“ schildert er das veränderte Selbstverständnis, mit dem Organisationen in die Zukunft führen, ebenso wie die neuen Rollen von Arbeitgebern. Der Wandel wird nach Darstellung des Zukunftsinstituts durch Trends wie die technosoziale Arbeitswelt, KI-Empowerment und das Entstehen einer Post-New-Work-Ära vorangetrieben und erfordert eine radikale Neuausrichtung, die Mut, Know-how und wirksame Werkzeuge braucht.
Vier neue Rollen für Arbeitgeber
Basierend auf den 13 Trends für die Zukunft der Arbeit beschreibt das Zukunftsinstitut ein Profil zukünftig erfolgreicher Arbeitgeber, das sich durch zentrale Rollen und Aufgaben auszeichnet. Die Rollen definieren sich wie folgt:
- Augmentation-Architekt: aus Arbeitgeber, Mensch und KI ein High-Performance-Team bilden.
- Ökosystem-Orchestrator: eine Plattformen statt Organigrammen schaffen und die Organisation zu einem intern wie extern lebendigen Netzwerk entwickeln.
- Human Companion: eigene Mitarbeiter auf ihren individuellen Lebenspfaden begleiten.
- Resonanz-Kurator: eine zukunftsorientierte, wertschöpfende und ökologische Wertegemeinschaft formen.
Veränderte Verantwortung von HR, People & Culture und Führung
Nach Angaben des Zukunftsinstituts sind insbesondere Verantwortliche in HR, People & Culture und Führung entscheidende Akteure, um die Rolle ihrer Arbeitgeber zu gestalten. Dazu verweist das Institut auf eine spezifische Weiterbildung in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP). Fachexpertise und Branchenerfahrung von Jörg Staff werden dabei mit der praktischen Anwendung der erprobten Future-Management-Methoden des Zukunftsinstituts verbunden. Ziel ist es, ein ideales Lernumfeld zu schaffen, um HR-Maßnahmen, Recruiting, Retention und Personalentwicklung auf Zukunft auszurichten.
Zukunft als Gestaltungsaufgabe
Das Zukunftsinstitut betont, dass die Zeiten des passiven Beobachtens vorbei sind. Der Wandel verlange Entscheidungsfreude und den Willen, neue Horizonte und Möglichkeitsräume zu erschließen. Arbeitgeber der Zukunft werden als Gestalter beschrieben, die mutig, lernend, vernetzend, mit gesellschaftlicher Verantwortung und experimenteller Offenheit agieren. „Es geht darum, nicht auf den perfekten Moment zu warten, sondern anzufangen, aktiv zu gestalten. Denn die Zukunft der Arbeit ist nicht etwas, das uns widerfährt, sondern das wir schaffen und gestalten“, appelliert Jörg Staff und stellt klar: „Wer heute noch über Homeoffice-Regeln spricht, hat die Zukunft schon verloren.“
Quelle: Zukunftsinstitut
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