OPAL Catering hat am 11. März 2026 erneut das GreenCanteen@school-Siegel der K&P Consulting & Planung erhalten. Mit der erfolgreichen Rezertifizierung bestätigt die Zentralküche ihr konsequentes Engagement für eine gesunde und nachhaltige Schulverpflegung. OPAL Catering ist damit der erste Schulcaterer, der sich mit dem Siegel rezertifizieren konnte. Dabei konnte das Unternehmen eine neue Bewertung von 82 Prozent erreichen.
Ursprünglich war die GreenCanteen-Zertifizierung für Betriebe mit eigener Essensausgabe entwickelt worden. Als Zentralküche arbeitet OPAL Catering jedoch in einer anderen Struktur. Daher mussten damals einige Kriterien zusammen mit den Verantwortlichen der Zertifizierung angepasst werden. Der speziell auf die Schulverpflegung ausgerichtete Kriterienkatalog GreenCanteen@school wurde seit der Erstzertifizierung von OPAL im Jahr 2023 in mehreren Punkten aktualisiert. Damit wurde die Messlatte bewusst angehoben, um aktuellen Entwicklungen und steigenden Anforderungen im Bereich Nachhaltigkeit gerecht zu werden.
Eigenes Ziel für das GreenCanteen@school-Siegel knapp verfehlt
OPAL Catering erfüllt in der neuen Bewertung 82 Prozent der Kriterien und konnte sich damit gegenüber den zuvor erreichten 80 Prozent – bewertet nach dem alten Kriterienkatalog – nochmals steigern. Sein selbst gestecktes Ziel von 83 Prozent hat Unternehmen allerdings knapp verpasst.
„Wir freuen uns über die erfolgreiche Rezertifizierung, weil sie bestätigt, dass wir unseren nachhaltigen Weg konsequent weitergehen. Gleichzeitig sind wir mit dem Ergebnis nicht vollständig zufrieden, da wir selbst einen sehr hohen Anspruch an unsere Arbeit haben“, sagte Michael Roder, Geschäftsführer von OPAL Catering. „Die Bewertung zeigt uns klar, wo wir bereits stark aufgestellt sind – aber auch, in welchen Bereichen noch Potenzial liegt.“
Eine größere Herausforderung entstand für das Unternehmen durch veränderte Bewertungsmaßstäbe. Dadurch werden einige Kriterien inzwischen anders gewichtet als noch bei der Erstzertifizierung, sodass manche Maßnahmen weniger punkten bringen.

Verbesserung in allen Bereichen
Trotz der höheren Ansprüche des neuen Kriterienkatalogs und der teilweise veränderten Bewertungsmaßstäbe konnte sich OPAL Catering nicht nur in seinem Gesamtergebnis, sondern auch in den einzelnen Bereichen verbessern. Dabei waren die Maßnahmen am einfachsten umzusetzen, die das Unternehmen direkt in eigener Hand steuern konnte – etwa verschiedene Schulungen für Mitarbeiter. „Diese konnten wir relativ schnell konzipieren und fest in unseren Jahresplan integrieren. Auch Themen und Ideen aus unserem Creativeteam ließen sich gut aufnehmen und Schritt für Schritt in unsere Arbeitsabläufe einfließen lassen“, erklärt der Schulcaterer.
Im Bereich Speiseplanung und Angebot bietet das Unternehmen einen hohen Anteil an vegetarischen Gerichten. Die Auswahl ist aufgebaut nach den DGE-Richtlinien sowie der Berechnung und transparenten Ausweisung des CO₂-Fußabdrucks der Speisen. Im Bereich Beschaffung & Zutaten ist der Bio-Anteil von über 30 Prozent hervorzuheben.
Auch in der Produktion zeigt sich der Anspruch an Nachhaltigkeit: Regelmäßige Personalschulungen, klare interne Absprachen und der Einsatz digitaler Tools zur Verbrauchsüberwachung tragen zu effizienten Abläufen bei. Foodwaste wird regelmäßig erfasst und möglichst vermieden. Zudem nutzt OPAL teilweise Solarstrom in der Zentralküche.
Im Bereich Ausgabe und Kommunikation sorgen Informationsmaterialien und Aushänge in den Schulen für Transparenz, während Bio-Produkte klar ausgelobt werden. Für die Erfüllung im Bereich Entsorgung und Reinigung tragen unter anderem nachhaltige Reinigungsmittel und die Nutzung der Abwärme aus der Spülküche bei. Zum Thema Technik und Energie punktet OPAL durch sensorgesteuerte Beleuchtung, eine zentrale Heizungssteuerung sowie den Einsatz biologischer Arbeitskleidung.
Besonderer Fokus auf dem Bereich Mitarbeiter und Gesellschaft
Im Rahmen der Erstzertifizierung 2023 hatte GreenCanteen bereits das große Engagement von OPAL Catering im Bereich Mitarbeiter und Gesellschaft hervorgehoben. Doch die Bewertung belief sich damals nur auf 34 von 130 möglichen Punkten. Dieser Wert wäre aber in Anbetracht des weiterentwickelten Bewertungssystems wesentlich höher. Nichtsdestotrotz hat OPAL sehr bewusst dieses Thema beleuchtet und sich hier dementsprechend am meisten verbessert.
„Wir haben unsere Strukturen überprüft, Prozesse geschärft und gezielt in Bereiche investiert, in denen wir zuvor noch Potenzial gesehen haben. Gleichzeitig haben wir auch die Kriterien analysiert, bei denen wir bereits Teilpunkte erreicht hatten, um herauszufinden, wo sich Rahmenbedingungen oder Parameter inzwischen zu unseren Gunsten verändert haben“, erklärt Michael Roder gegenüber GV MANAGER. „Dieser kritische Blick auf die eigene Arbeit hat uns geholfen, unsere Nachhaltigkeitsleistung insgesamt deutlich weiterzuentwickeln. Für uns zeigt sich daran: Nachhaltigkeit entsteht nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch kontinuierliches Lernen und Verbessern.“
Das Ergebnis im Bereich Mitarbeiter und Gesellschaft zeigte sich ganz konkret: Ein umfangreiches betriebliches Gesundheitsmanagement, Maßnahmen zur Work-Life-Balance sowie eigene Projekte am Unternehmensstandort wie ein Kräuterhochbeet am Eingang oder eine Ladeinfrastruktur für elektrische Fahrzeuge.
Auch die Planung eines öffentlichen Naschgartens unterstreicht die soziale Ausrichtung des Unternehmens. Der Naschgarten im Stadtgebiet Offenbach soll den Kindern beispielsweise die Herkunft von Lebensmitteln erlebbar machen.
Nachhaltigkeitsstrategie der nächsten Jahre
Die Nachhaltigkeitsstrategie soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. Denn im Bereich der Gebäudetechnik gibt es beispielsweise noch Optimierungspotenzial. So hat OPAL Catering bereits mehrere Maßnahmen hierfür definiert wie die Umstellung der Gebäudebeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik und der Einsatz digitaler Thermometer in Büroräumen, Umkleiden und der eigenen Akademie.
In anderen Bereichen plant OPAL etwa den Ausbau seiner regionaler Lieferantenbeziehungen, unter anderem mit Partnern wie Mudda Natur und Heldenbohne, sowie den Einstieg in Projekt wie Click A Tree, um zusätzliche ökologische Verantwortung zu übernehmen.
Einziger GreenCanteen@school-rezertifizierter Schulcaterer
OPAL Catering bleibt bislang ein Vorreiter als Schulcaterer, der mit dem GreenCanteen@school-Siegel rezertifiziert wurde. Ein möglicher Grund ist möglicherweise, dass der Zertifizierungsprozess mit einem gewissen finanziellen und organisatorischen Aufwand verbunden ist. Dieser Aufwand zahlt sich nicht unmittelbar über operatives Wachstum aus, sondern vor allem über langfristige Qualitäts- und Nachhaltigkeitsentwicklung. Das schreckt manche Unternehmen möglicherweise zunächst ab. Doch das Interesse an glaubwürdigen Nachhaltigkeitsstandards in der Branche wächst stetig.
Die Rezertifizierung war für das Unternehmen eine wichtige Gelegenheit zu überprüfen, ob sich „die Ziele aus der Zertifizierungsphase und den anschließenden Follow-ups tatsächlich weiterentwickeln konnten“, so Michael Roder. „Unser Anspruch war es, die damaligen Ergebnisse nicht nur zu halten, sondern zu übertreffen. Gleichzeitig ermöglicht uns der Prozess, unsere Nachhaltigkeitsziele systematisch zu messen und kontinuierlich zu monitoren.“
Doch auch wenn es noch keine anderen Schulcaterer mit der Auszeichnung gibt, wollen es andere OPAL Catering vielleicht gleichtun. „Unser wichtigster Rat wäre: ein engagiertes Team zusammenstellen“, empfiehlt das Unternehmen. „Idealerweise aus Mitarbeitenden, die Lust auf das Thema Nachhaltigkeit haben – aber auch aus jemandem, der zunächst eher kritisch darauf schaut. Das sorgt für realistische Diskussionen und tragfähige Lösungen. Wenn Fragen auftauchen, hilft oft der direkte Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, die den Prozess bereits erfolgreich durchlaufen haben.“
Quellen: OPAL Catering, GreenCanteen
Wie wird man eine GreenCanteen?
Das Siegel der GreenCanteen wurde ursprünglich von K&P Consulting vor allem für die Betriebsgastronomie entwickelt. Doch können sich auch andere Betriebe eine GreenCanteen werden. Lesen Sie hier mehr zur Zertifizierung.