Das Kichererbsen-Curry mit orientalischem Brokkoli und Zitronen-Bulgur – ein veganes Rezept made by Estella Schweizer – zeigt, wie lecker Nachhaltigkeit sein kann.
Quelle: Green Guides

Green Guides: Klima auf dem Teller

Ob gesund oder nachhaltig – viele Küchen entscheiden nach Bauchgefühl. Doch wer wirklich Wirkung erzielen will, braucht messbare Daten. FOODPRiNT4U schafft neue Transparenz in der Speisenplanung und räumt mit gängigen Mythen auf.

Klimafreundlich essen, gesund bleiben, Ressourcen schonen – das klingt einfach, ist in der Praxis aber erstaunlich komplex. In Profiküchen fehlen häufig belastbare Entscheidungsgrundlagen. Die Zutatenliste allein verrät weder etwas über die Umweltwirkung eines Gerichts noch über seine gesundheitliche Qualität. Genau hier setzt FOODPRiNT4U an.

Die ganze Wahrheit über Lebensmittel

Erdbeere ist nicht gleich Erdbeere. Je nach Herkunft, Anbauweise oder Verarbeitung kann sich ihr ökologischer Fußabdruck stark unterscheiden. Mit unserer Datenbank machen wir transparent, wie sich Zutaten und Speisen auf Klima, Wasserverbrauch, Flächenbedarf und Gesundheit auswirken. So wird eine messbare Grundlage für bessere Entscheidungen geschaffen.

Je nach Herkunft, Anbauweise oder Verarbeitung kann sich der ökologische Fußabdruck von Erdbeeren stark unterscheiden.
Je nach Herkunft, Anbauweise oder Verarbeitung kann sich der ökologische Fußabdruck von Erdbeeren stark unterscheiden. (Quelle: Green Guides)

Von der Planetary Health Diet inspiriert

FOODPRiNT4U übersetzt die wissenschaftlich fundierten Prinzipien der Planetary Health Diet in anwendbare Kriterien für Küchen – direkt auf Artikel- und Rezeptbasis. Bewertet werden nicht nur die CO2-Emissionen, sondern auch ernährungsphysiologische Faktoren, Zubereitungsschritte und relevante Umweltauswirkungen.

Regional = nachhaltig?

Oft wird Regionalität als nachhaltigste Lösung dargestellt – doch das ist ein Trugschluss. Der Transport macht im Schnitt nur 6 Prozent der klimarelevanten Emissionen von Lebensmitteln aus (Poore & Nemecek, Science, 2018). Entscheidender sind Landwirtschaft und Anbau sowie die Verarbeitung von Lebensmitteln. Ein regionales Produkt kann also durchaus schlechter abschneiden als ein importiertes – etwa, wenn es energieintensiv im Gewächshaus produziert wurde.

Green Guides #spürbargrün

  • Was bringt FOODPRiNT4U konkret?
    • Echte Transparenz über Speisen und Zutaten
    • Praxisnahe Analyse und Optimierung von Rezepten
    • Faktenbasierte Kommunikation mit Gästen, Teams und Einkauf
    • Solide Grundlage für CSRD-konforme Nachhaltigkeitsberichte
    • Einmal implementiert, können Rezepturoptimierungen von der Küche selbstständig vorgenommen werden
Torsten von Borstel, Geschäftsführer von Green Guides
Torsten von Borstel, Geschäftsführer von Green Guides (Quelle: Green Guides)

3 Fragen an Torsten von Borstel, Geschäftsführer von Green Guides und Mitentwickler von FOODPRiNT4U

Wie kam es zur Entwicklung von FOODPRiNT4U?

Ich beschäftige mich seit 2012 mit dem Thema Lebensmittelverschwendung – unter anderem im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, wo ich den CO2-Indikator für Speiseabfälle mitentwickeln durfte. In diesem Zusammenhang habe ich Dr. Toni Meier und sein Team vom INL kennengelernt, der sich seit 2009 intensiv mit Umweltbilanzierungen beschäftigt. Mir war schnell klar, dass beim INL bereits sehr viel Vorarbeit geleistet wurde. Daraus entstand unsere Zusammenarbeit – und schließlich FOODPRiNT4U.

Was macht FOODPRiNT4U besonders?

Wir schaffen eine neue Tiefe der Transparenz. Unsere Datenbank kann sogenannte Polyprodukte wie Convenience-Komponenten oder zusammengesetzte Speisen aufgliedern und einzeln bewerten. So zeigen wir den Einfluss jedes Artikels entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Erdbeere ist eben nicht gleich Erdbeere – und Tomatensauce nicht gleich Tomatensauce. Zudem ist unser Tool bereits in eine Reihe von Warenwirtschaftssystemen integriert und somit in der täglichen Praxis angekommen.

Was ist das Ziel?

Wir wollen den Speiseplan der Zukunft greifbar machen – wissenschaftlich fundiert und genussvoll. Wer mich kennt, weiß: Machen entscheidet – und wenn, dann richtig.

Danke für das Gespräch!

Rezept gefällig?

Interessiert an diesem raffiniert komponierten Kichererbsen-Curry mit orientalischem Brokkoli und Zitronen-Bulgur (siehe Bild oben)? Das vegane Rezept made by Estella Schweizer zeigt, wie lecker Nachhaltigkeit sein kann: klimafreundlich, nährstoffreich, zukunftsfähig. Und FOODPRiNT4U macht’s sichtbar – vom CO2-Fußabdruck bis zum Gesundheitsfaktor. Jetzt Rezept kostenlos downloaden und erleben, wie Genuss und Verantwortung zusammenpassen.

Kontakt: Green Guides

68723 Plankstadt  |  www.green-guides.de

Quelle: Green Guides

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