In den vergangenen Jahren hatten italienische Reisbauern mit extremen Wetterbedingungen zu kämpfen. Während 2022 eine ausgeprägte Trockenheit zu erheblichen Ernteverlusten führte, waren es 2024 anhaltende Regenfälle, die sowohl die Qualität als auch den Ertrag beeinträchtigten. Hinzu kommen stark gestiegene Energiekosten, die die Landwirte zusätzlich belasten.
Zirkulierendes System
Um weiterhin nachhaltig und ertragreich wirtschaften zu können, setzen die Reisbauern auf innovative Strategien. Im Zentrum steht dabei ein intelligentes Wassermanagement, das die jahrhundertealte Praxis des Nassanbaus mit modernen Erkenntnissen verbindet. Wasser, das aus den Bergen stammt, wird in ein fein verzweigtes Netz aus Kanälen eingespeist, das die Reisfelder durchzieht. Dabei handelt es sich um ein zirkulierendes System, das Wasser recycelt und effektiv nutzt.
Besonders zukunftsweisend ist der Wechsel zwischen Trocken- und Nassphasen während des Anbaus. Diese Technik fördert nicht nur die Bodenbelüftung, sondern reduziert auch die Methanemissionen, die in dauerhaft überfluteten Feldern entstehen.
Bewässerungstechniken im Fokus
In Zusammenarbeit mit der Universität Mailand testet Riso Gallo seit 2020 verschiedene Bewässerungstechniken: Trockenperioden von nur sieben bis zehn Tagen während des Wachstums können die Methanemissionen um bis zu 30 % senken – ohne dabei Ertrag oder Qualität negativ zu beeinflussen. Auch die Wahl der Aussaatmethode spielt eine Rolle: In Reihen gesäte Felder, die erst später geflutet werden, verringern die Emissionen um bis zu 20 % im Vergleich zur traditionellen Direktsaat.
Parallel dazu forscht Riso Gallo an neuen, robusteren Reissorten. In der internen Breeding-Abteilung entstanden 2024 jeweils eine neue Sorte der Carnaroli- und Ribe-Gruppe, die mit weniger Wasser auskommen, niedriger wachsen und widerstandsfähiger gegenüber extremen Wetterereignissen sind. Diese Fortschritte sind nur durch das enge Zusammenspiel mit der Riso Gallo-Community möglich – einem Netzwerk engagierter Landwirte, die aktiv an Nachhaltigkeitsprojekten mitwirken.
Digitale Technologien
Weitere Herzstücke der Transformation sind digitale Technologien: Im Rahmen des Projekts „Rice that sustains“ arbeitet Riso Gallo an der vollständigen Digitalisierung der Lieferkette. Mit der App Gallo4Farmers können Landwirte Anbaumethoden analysieren gezielt zu verbessern. Die App erlaubt die Überwachung von Nass- und Trockenphasen sowie die Umrechnung von Methanemissionen in CO2-Äquivalente. So können Emissionen in Echtzeit bewertet und gezielt gesenkt werden. Zudem gibt die Plattform Hinweise zur Umweltwirkung verschiedener Reissorten und Anbaumethoden – eine fundierte Basis für ökologisch sinnvolle Entscheidungen auf dem Feld.
Das ist Riso Gallo
Riso Gallo ist eine der größten Reismühlen Europas und eine der ältesten Reisfabriken Italiens. Das Unternehmen, dessen Geschichte 1856 in Genua begann, hat heute seinen Sitz in Robbio Lomellina, im Herzen von Pavia. Ein Unternehmen, das verstanden hat, Traditionen zu bewahren und sie mit der Gegenwart zu verbinden. Heute wird der Betrieb in der sechsten Generation geführt und steht an der Spitze der Lebensmittelindustrie „Made in Italy“. Riso Gallo, Marktführer auf dem italienischen Reismarkt, ist weltweit in 85 Ländern vertreten.
Riso Gallo #spürbargrün
- Innovative Strategien mit intelligentem Wassermanagement
- Wechsel zwischen Trocken- und Nassphasen beim Reisanbau
- Forschung an neuen, robusteren Reissorten
- Engagierte Landwirte wirken aktiv an Nachhaltigkeitsprojekten mit
- Einsatz digitaler Technologien
- Vollständige Rückverfolgbarkeit der Feldarbeiten angestrebt
Kontakt: Riso Gallo International SA
Via Passeggiata 1 | CH-6828 Balerna | Italien | [email protected] | www.risogallo.de
Quelle: Riso Gallo