Aktuelle politische Fragen standen bei der Food-Truck-Aktion der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) vor dem Deutschen Bundestag im Mittelpunkt. Vor diesem Hintergrund formulierte die Kampagne beim Food-Truck-Event auch fünf Forderungen an die Politik.
Quelle: DZG

Food-Truck-Aktion der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt formuliert 5 Fragen an die Politik

Wie können wir den demokratischen und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken und welchen Beitrag kann die Gastwelt (Tourismus, Hospitality, Foodservice & Freizeitwirtschaft) dazu leisten? Diese aktuellen Fragen standen bei der Food-Truck-Aktion der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) vor dem Deutschen Bundestag im Mittelpunkt der Gespräche mit rund 400 Bundestagsabgeordneten, MdB-Mitarbeitenden sowie Fraktions- und Ministeriumsbeamten.

Food-Truck-Aktion der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt mit prominenter Unterstützung

Als Gesprächspartner aus der Praxis waren – neben dutzenden Gastwelt-Vertretern – auch die drei bekannten Nachwuchsköche Clara Hunger (Souschefin Tulus Lotrek Berlin), Maurizio Oster (Inhaber und Küchenchef ZEIK Hamburg) und Jan-Philipp Berner (Sölring Hof Sylt) dabei. „Die Gastwelt schafft Räume und Treffpunkte für persönlichen Austausch und gesellschaftliches Miteinander – und das in allen Ecken Deutschlands. Diese Orte sind nicht nur wichtig für das soziale Gefüge in unserem Land, sondern essenziell für eine funktionierende Demokratie und einen respektvollen Umgang miteinander. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, diese unverzichtbaren Orte in Zeiten von politischem Populismus und zunehmender Spaltung zu erhalten. Die Gastwelt kann helfen, dass unsere Gesellschaft wieder stärker zusammenrückt“, fasst DZG-Vorstand Dr. Marcel Klinge zusammen. 

„Hotels, Cafés, Restaurants, Kinos, Theater, Bäder, Vergnügungsparks und viele weitere Freizeiteinrichtungen sind Orte des gemeinsamen Austauschs und der sozialen Interaktion, die auch das gegenseitige Verständnis und den Respekt vor unterschiedlichen Kulturen fördern. Die Gastwelt ist der unbestrittene Integrationsmotor in unserem Land, in dem unsere 250.000 Betriebe schnell und niederschwellig zum Beispiel Menschen aus dem Ausland und ohne Berufsabschluss in den Arbeitsmarkt integrieren“, sind sich Homeira Amiri und Kemal Üres, die beiden Co-Sprecher der Kampagne, sicher. 

5 Forderungen an die Politik

Damit die Gastwelt, die im Jahr 2023 von 453,1 Milliarden Euro erwirtschaftete und 6,18 Millionen Menschen beschäftigt (direkt/indirekt), auch weiterhin der Kitt der Gesellschaft bleiben kann, brauchen die mittelständischen Unternehmen im Markt vor allem stabile wirtschaftliche und steuerpolitische Rahmenbedingungen. Vor diesem Hintergrund formulierte die Kampagne beim Food-Truck-Event auch fünf Forderungen an die Politik:

  • Klarheit bei steuerlichen Grundlagen: Planungssicherheit und Fairness beim Thema Steuern – keine Experimente, keine Steuererhöhungen.
  • Arbeitsvertrag als „Greencard“: Deutlich vereinfachte Einwanderung von Fachkräften bei gültigem unbefristetem Arbeitsvertrag und Kostenübernahmeerklärung.
  • Steuerfreiheit für Überstunden: Verzicht auf Steuern und Abgaben für Überstunden (ab 36 Wochenstunden), um Mehrarbeit dauerhaft zu belohnen.
  • Schlagkräftigere politische Strukturen: Stärkung der Bundes-Kompetenzen in der Tourismuspolitik und Benennung einer/s eigenen Staatsministers/in für die Tourismuswirtschaft (Gastwelt)
  • Bündelung der Förderung auf Bundesebene: Einrichtung einer spezialisierten nationalen Gastwelt-Bank nach österreichischem Vorbild mit den Förderschwerpunkten Digitalisierung und Nachhaltigkeit.

Quelle: DZG

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