Die Transformation zu einer nachhaltigen Gastronomie bedeutet hohe Investitionen an Geld und Ressourcen. Balรกzs Tarsoly kennt drei profitable Nachhaltigkeitshebel.
Quelle: Mockup Graphics on Unsplash

Ist Nachhaltigkeit bezahlbar?

Die Herausforderungen, die eine Umstellung zu nachhaltigem Wirtschaften bedeutet, sind nicht von der Hand zu weisen. Wenn also nachhaltige Gastronomie kein Kinderspiel ist, sollten wir ansehen, welche MaรŸnahmen die grรถรŸte Wirkung entfalten und ob bzw. wie sie profitabel umzusetzen sind. Was sind unsere drei grรถรŸten und ยญzugleich profitablen Nachhaltigkeitshebel? Betrachten wir die groรŸen Themen Klima, Ernรคhrungssicherheit und Kreislaufwirtschaft, landen wir bei Vegan, Bio und Regionalitรคt. Auf den ersten Blick kรถnnen zumindest die beiden ersten Hebel als wahre Umsatz-Killer erscheinen. Sind sie das?

Die Hebel โ€žBioโ€œ und โ€žVeganโ€œ haben wir in der Ausgabe 3/2022 der 24 Stunden Gastlichkeit behandelt. Hier gehen wir auf das Thema Regionalitรคt ein.

Regionalitรคt als Nachhaltigkeitshebel

Hier gehen wir nicht auf mรถgliche Gefahren fรผr Ihren Profit ein, denn Regionalitรคt verkauft. Gรคste lieben Regionalitรคt, fรผr sie ist regional immer gut. Damit ist Regionalitรคt leider auch das Greenwashing-Tool Nr. 1 der Gastronomie. Doch nicht alles, was nah ist, ist zwangslรคufig nachhaltig. Regional sollte nicht bedeuten, dass man beim GroรŸhรคndler um die Ecke einkauft oder das Rind aus der Massentierhaltung lokal bezieht. Auch kann die Tomate aus dem beheizten Gewรคchshaus nebenan eine schlechtere CO2-Bilanz aufweisen als das sonnengereifte Pendant aus Spanien, Transport mit eingerechnet.

Betrachten Sie Regionalitรคt differenziert. Wenn Sie auf faire, lokale Partnerschaften mit kleinen, nachhaltigen, intrinsisch motivierten Playern achten; wenn Sie beginnen, sich von Big Food und groรŸen Strukturen freizumachen und Ihre Zutaten direkt zu beziehen; wenn Sie regionale ร–ko-Bauern fรถrdern, die in Kreislaufwirtschaft denken; wenn Sie helfen, den Wasser-durch-die-Welt-karren-Irrsinn (knapp ein Zehntel unseres CO2-FuรŸabdrucks) zu beenden und Wasser aus dem Hahn nehmen, filtern und Ihren Gรคsten anbieten; dann handeln Sie wahrhaft regional, tun der Welt Gutes und kรถnnen damit auch noch Geld verdienen.

Autor Balรกzs Tarsoly

Balรกzs Tarsoly bringt 14 Jahre Erfahrung in der Markenentwicklung im Bereich der Systemgastronomie mit. Er ist Grรผnder und Geschรคftsfรผhrer der auf Food und Nachhaltigkeit spezialisierten Kreativ-Agentur Branding Cuisine. Mit dieser ist er u.a. Veranstalter des WeltverbEsserer-Wettbewerbs fรผr nachhaltige Food- und Gastro-Konzepte.

Quelle: Balรกzs Tarsoly/Branding Cuisine

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