Drei Pizzen in Pizzakartons, vom Lieferservice gebracht.
Quelle: Unleashed Agency on Unsplash

Lieferservice anbieten?

Das eine oder andere Restaurant will noch nicht aufgeben und sucht nach Mรถglichkeiten, um nach wie vor fรผr die Gรคste da zu sein bzw. den eigenen Betrieb vor dem Ruin zu retten. Ganz oben auf der Noch-Machbar-Liste steht dabei das Anbieten eines Lieferservices. Restaurants, die einen solchen nicht schon zu ihrem Angebot zรคhlen kรถnnen, stehen dabei vor einer Herausforderung und der Frage: Kann ich einen eigenen rentablen Lieferdienst auf die Beine stellen oder nutze ich eine Plattform?

Lieferservice mit Lieferando?

Eine solche Plattform ist etwa Lieferando.de. Als Teil von Takeaway.com gehรถrt sie zu den grรถรŸten Essen-Bestellseiten der Welt. Aber wie nutzen Restaurants diesen Service? Wie gestaltet sich der Anmeldeprozess? Und wie schnell kann ich als Restaurant รผber die Plattform aktiv werden, sprich mein Essen anbieten?

Die gute Nachricht vorweg: โ€žWir nehmen weiterhin neue Restaurants auf unserer Plattform auf. Normalerweise dauert der Registrierungsprozess etwa fรผnf Tage. Durch die derzeit erhรถhte Anfrage durch Restaurants kann dieser Prozess aber etwas lรคnger dauernโ€œ, so die Rรผckmeldung von Ann-Kathrin Donwald, Junior PR Manager bei Takeaway.com. Einige Interessierte werden an dieser Stelle die Kostenfrage stellen. Auch darauf haben wir eine Antwort aus dem Unternehmen bekommen: โ€žDie Registrierung und Listung auf der Plattform ist kostenlos. Die Restaurants bezahlen eine Kommission, die vom Bestellwert abhรคngt. Die Kommissionsrate fรผr Restaurants mit eigenem Lieferservice liegt bei 13 Prozent. Fรผr Restaurants, die unseren Logistikservice und Kuriere nutzen und somit keinen eigenen Lieferservice haben, liegt die Kommissionsrate bei 30 Prozent.โ€œ

Eine Mitgliedschaft muss รผbrigens nicht abgeschlossen werden und das Restaurant kann sich jederzeit von der Plattform trennen.

Kรถlner Restaurant entscheidet sich gegen Lieferdienst

Wรคhrend die Vetzgerei in Berlin (siehe Instagrampost vom 18. Mรคrz 2020) noch darรผbererdienst nachdenkt einen eigenen Lieferdienst einzurichten, haben sich andere Betriebe dagegen entschieden. Warum? Dass erklรคrte u. a. das Restaurant Mashery โ€“ Hummus Kitchen aus Kรถln am 17. Mรคrz in einem Posting. Viele Gรคste hรคtten nach einer Take-Away-Lรถsung bzw. einem Lieferservice gefragt.

โ€žEs lohnt sich also schlicht und ergreifend fรผr uns nicht.โ€œ

Mashery โ€“ Hummus Kitchen, Kรถln

โ€žWir wollen euch kurz die Grรผnde erlรคutern, warum wir dies nicht tun wollenโ€œ, heiรŸt es in der Nachricht an die Community. Zum einen seien das wirtschaftliche Grรผnde: โ€žLieferando nimmt von Restaurants eine Provision von in der Regel 30 Prozent (Anmerkung der Redaktion: siehe oben). Die Bestellungen, die via Lieferando reinkommen, machen nicht einmal fรผnf Prozent unseres Gesamtumsatzes aus. Zudem hat Lieferando immer nur eine begrenzte Anzahl Fahrer, die Anzahl an Bestellungen wรผrde also auch jetzt nicht ausreichend gesteigert. Es lohnt sich also schlicht und ergreifend fรผr uns nicht. Fรผr uns ist Lieferando immer schon eine Serviceleistung fรผr Kunden, die unser Essen auch mal zuhause genieรŸen wollen. Eine nennenswerte Einnahmequelle ist es jedoch nicht.โ€œ Auch das Einrichten eines eigenen rentablen Lieferdienstes sei fรผr das Restaurant logistisch nicht mรถglich. Zudem wolle man auch keinen der Mitarbeiter dazu einsetzen, Essen von Tรผr zu Tรผr zu bringen.

Mehr zu dem Konzept des Restaurants Mashery gibt es in der Ausgabe 4/2018 der 24 Stunden Gastlichkeit.

Kosten und Nutzen abwรคgen

Letztendlich muss aber jeder gastronomische Betrieb selbst entscheiden, ob die Nutzung eines Lieferdienstes rentabel ist. Dabei kรถnnen die folgenden Fragen hilfreich sein:

  • Wรคre das Angebot eines Lieferservices eine nennenswerte Einnahmequelle oder sind meine Fixkosten beim Teilbetrieb fast gleichbleibend hoch?
  • Bin ich vielleicht sogar in der Lage einen eigenen rentablen Lieferservice umzusetzen?
  • Oder bin ich bereit Provisionszahlungen zu leisten?
  • Bin ich auf das Liefergeschรคft vorbereitet? Habe ich zum Beispiel die benรถtigten Verpackungsmaterialien in ausreichender Menge vorrรคtig?
  • Will ich meine Mitarbeiter einem Risiko aussetzen?

Quelle: Lieferando/Takeaway, Instagramprofil Mashery Hummus Kitchen

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