Digitalisierung schafft Transparenz โ vor allem beim Thema Finanzen. London ist das beste Beispiel in der Foodtrucker-Szene, wo Handy, Geld- und Kreditkarte als Zahlungsmittel bereits gang und gรคbe sind. Die Vorteile: Totale รbersicht, was (tatsรคchlich) und wofรผr in die Kasse flieรt. Das bringt unter dem Strich mehr Umsatz โ wie Food-Trendscout Andrew Fordyce erklรคrt.
1. Schnell und sicher
Karte durch und fertig. Bei Barzahlung geht oft wertvolle Zeit fรผr umstรคndliches Geldabzรคhlen von Kundenseite und zeitaufwรคndiger Herausยญgabe von Wechselgeld drauf, die sich das Streetfood Business nicht leisten kann. Hier muss alles zack-zack gehen, damit der Gast zufrieden ist bzw. der Truck-Betreiber durch Verkรผrzung der Wartezeit eine grรถรere Kundenmenge bedienen kann. Neben Schnelligkeit kommt der Punkt Sicherheit und Kriminalitรคt hinzu. Hรคtten Sie gedacht, dass ca. 4 bis 9 Prozent der Einnahmen in die Tasche von Angestellten wandern? Schummeln ist dank digitaler Zahlung nicht mรถglich, was die Einnahmen entsprechend erhรถht. Aber es geht auch um externe Langfinger: kein Cash in der Kasse โ kein Anreiz zum Klau โ keine Gefahr fรผr Tageseinkรผnfte.

2. Die Win-win-Miete bei Veranstaltungen
Fรผr viele Foodtrucker sind die hohen Mieten bei Events ein Teilnahme-Killer. Gibt es nicht genug hungrige Besucher, ist das Ergebnis ein Minus, das sich zwar unter Imagepflege verbuchen lรคsst, aber nicht dauerhaft. Eine Win-Win-Lรถsung wรคre eine Miete, die prozentual am Umsatz festgemacht ist. Voraussetzung dafรผr ist natรผrlich, dass der Veranstalter Kontrolle darรผber hat, wieviel Umsatz gemacht wurde. Bei digitalem Payment ist das quasi auf Knopfdruck nachweisbar und lรคsst keine Fragen offen.
3. Digitale Basis fรผr den Business Plan
Wer Geld haben mรถchte, muss belegen, dass er reelle Voraussetzungen erfรผllt, es zurรผckzahlen zu kรถnnen โ am besten durch den zu erwartenden Umsatz. Auf Basis der digitalen Bonierung entsteht ein unstrittiges Zahlenยญgerรผst und damit ein tragender Baustein fรผr ยญeinen Business Plan, der potenzielle Geldยญgeber chancenreicher beeindruckt.
4. Transparenz fรผr Portfolio
Digitaler Zahlungsmodus statt Klingelkasse bringt Klarheit, was in welcher Menge verkauft wurde. Anders gesagt: Es wird offensichtlich, welcher Artikel lรคuft und welcher nicht. Dem schlieรt sich ein weiterer Analyse-Aspekt an: Hat das Renner-Produkt im Vergleich zu anderen eine interessante Deckung? Ansonsten steht die รberlegung an, es zu verรคndern oder sogar durch ein anderes zu ersetzen, damit die Bilanz stimmt. Nebenbei wird natรผrlich auch deutlich, wie der Einkauf disponiert werden muss, damit รberschussware nicht im Abfall landet.
5. Digitale Versuchung
Was tut mehr weh? Sich von ยญ20 โEuro aus dem Portemonnaie zu verabschieden oder den gleichen Betrag per Karte zu zahlen? Bei digitaler Zahlung verschwimmt die Sicht auf das, was man ausgibt. Das wiederum korrespondiert mit einer Preisstrukturierung von niedrig-, mittel-, hochpreisig in Relation mit einem Menรผ-Angebot in Good-, Better-, Best-Qualitรคt. Der Konsument ist durchaus versucht, sich auch mal das Beste zu gรถnnen.
Fazit: Statt klimperndem Kleingeld hรคlt im digitalen Zeitalter die stille Zahlungsvariante von Karte und Co. in deutschen Foodtrucks Einzug und bringt mehr Transparenz und Umsatz.
Mehr รผber Andrew Fordyce und seinen Touren zu den Streetfood-Hotspots: www.foodtrendtours.de
Quelle: Fordyce