Parlamentarischer Abend der Gemeinschaftsverpflegung am 10. September: auf der Agenda standen Mehrwertsteuer und Bรผrokratieabbau.
Quelle: DEHOGA

Parlamentarischer Abend der Gemeinschaftsverpflegung fรถrderte Dialog

Beim โ€žParlamentarischen Abend der Gemeinschaftsverpflegungโ€œ am am 10. September in Berlin diskutierten fรผhrende Vertreter der Branche mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages รผber aktuelle Herausforderungen, wie die Erhรถhung der Mehrwertsteuer, immer neue gesetzliche Auflagen und wachsende Bรผrokratie, und die Erwartungen der Gemeinschaftsgastronomie diesbezรผglich an die Politik.

โ€žEssen ist eine hรถchst persรถnliche emotionale Entscheidung. Bevormundung durch die Politik ist kontraproduktiv. Letztendlich kommt es darauf an, dass das Angebot vielfรคltig ist, schmeckt โ€“ und bezahlbar bleibt. Daher muss Essen einheitlich mit 7 Prozent besteuert werden โ€“ nur das ist fair und gerecht.โ€œ

Jรถrg Rutschke, Vorsitzender der Fachabteilung Catering im DEHOGA Bundesverband und CEO der SV Group Deutschland

Parlamentarischer Abend initiiert vom DEHOGA

Organisiert wurde die Veranstaltung vom DEHOGA Bundesverband und seiner Fachabteilung Catering. Daran teilgenommen haben Vertreter namhafter gastronomischer Unternehmen wie Apetito Catering, ISS Facility Services, RWS Cateringservice, Sodexo, SV (Deutschland), Wisag Catering sowie Bayer Gastronomie, DB Gastronomie und Lufthansa Taste Group. Sie trafen in der Hauptstadt zusammen mit Mitgliedern der Bundestagsausschรผsse Ernรคhrung und Landwirtschaft sowie Tourismus, darunter unter anderem Albert Stegemann, agrarpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und Anja Karliczek, tourismuspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung der Gemeinschaftsverpflegung betont

Jรถrg Rutschke, Vorsitzender der Fachabteilung Catering im DEHOGA Bundesverband und CEO der SV Group (Deutschland), hob die hohe wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz der Gemeinschaftsverpflegung hervor: โ€žTรคglich versorgen wir rund 17 Millionen Menschen โ€“ in Kitas, Schulen und Mensen, in Krankenhรคusern und Seniorenheimen, in Betriebsrestaurants und bei GroรŸveranstaltungen. Geschรคtzt rund 100.000 Beschรคftigte sind in der Branche tรคtig, 60.000 allein bei den Top 33 der Caterer.โ€œ Als Branche der Vielfalt und der Chancen sei dieGemeinschaftsgastronomie ein โ€žJob- und Integrationsmotorโ€œ.

Jรถrg Rutschke betonte beim Parlamentarischen Abend darรผber hinaus die Bedeutung der Unternehmen fรผr regionale und nachhaltige Wirtschaftskreislรคufe sowie als Vorreiter fรผr eine gesunde Ernรคhrung.

Verantwortung der Gemeinschaftsverpflegung fรผr eine gesunde Zukunft

So verwiesen die Gemeinschaftsgastronomen darauf, dass sie bereits seit vielen Jahren vegetarische, vegane sowie Bio-Angebote auf dem Speiseplan hรคtten und sich konstruktiv in die Debatte zur Ernรคhrungsstrategie der Bundesregierung einbringen wollten. Wichtig sei es jedoch, dass praxistaugliche Lรถsungen und Vorgaben, zum Beispiel beim Einsatz von Bio-Lebensmitteln und bei der Reduzierung von Lebensmittelabfรคllen gefunden werden mรผssten. โ€žWir setzen uns seit langer Zeit freiwillig und aktiv fรผr weniger Lebensmittelabfรคlle ein. Gleiches gilt fรผr weitere Nachhaltigkeitsthemen und insbesondere fรผr ausgewogenes und abwechslungsreiches Essen.โ€œ

Herausforderungen Bevormundung, Kosten und Bรผrokratie

Im Mittelpunkt fรผr die gastronomischen Unternehmer stรผnden jedoch die Wรผnsche und Erwartungen der Gรคste. Diese mรผssten mitgenommen werden. โ€žEssen ist eine hรถchst persรถnliche emotionale Entscheidungโ€œ, sagte Jรถrg Rutschke. โ€žBevormundung durch die Politik ist kontraproduktivโ€œ. Letztendlich kรคme es darauf an, dass das Angebot vielfรคltig sei, schmecke โ€“ und bezahlbar bliebe.

Dabei machten die erheblich gestiegenen Kosten den Unternehmern zu schaffen. Insbesondere die Anhebung der Mehrwertsteuer fรผr Speisen in Restaurants zu Jahresbeginn von sieben auf 19 Prozent setzt die Unternehmen massiv unter Druck. Zentrales Anliegen der Gemeinschaftsgastronomen ist und bleibt deshalb der reduzierte Mehrwertsteuersatz fรผr Speisen in der Gastronomie: โ€žEssen muss einheitlich mit 7 Prozent besteuert werden โ€“ nur das ist fair und gerechtโ€œ, brachte Jรถrg Rutschke die Kernforderung der Branche beim Parlamentarischen Abend auf den Punkt.

Weitere Themen des Parlamentarischen Abends waren die Tierwohl- und Herkunftskennzeichnung, die Bio-AHV-Verordnung, die Anforderungen der EU-Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) sowie das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG).
Die Branchenvertreter erklรคrten, dass immer neue verpflichtende Vorgaben mit immer mehr Bรผrokratieaufwand und hรถheren Kosten verbunden seien. Dabei sei die Grenze der Belastbarkeit aufgrund der Summe der schon heute geltenden Gesetze und Reglementierungen lรคngst erreicht. Alle anwesenden Unternehmensvertreter mahnten in ihren Statements den รผberfรคlligen Bรผrokratieabbau an.

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HACCP-Update – die wichtigsten ร„nderungen

Seit รผber 25 Jahren sind GroรŸkรผchen verpflichtet, ein HACCP-Konzept fรผr ihren Betrieb zu haben. Kรผnftig ist ein Managementsystem fรผr Lebensmittelsicherheit gefordert. Was ist der Unterschied? Wer ist betroffen?

Quelle: DEHOGA Bundesverband

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