Die neue Vision von Rebional, Cateringunternehmen aus Herdecke.
Quelle: Rebional

Eine Ernährung, die Menschen und Erde guttut

Rebional, ein deutschlandweit tätiges Cateringunternehmen aus Herdecke, hat seine neue Unternehmensstrategie vorgestellt. Nachhaltigkeit wird dabei nicht mehr erwähnt, weil diese selbstverständlich gelebt wird. „Wir überprüfen uns in Workshops alle fünf Jahre selbst, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind und wie wir uns für die nächsten Jahre ausrichten wollen“, erklärt Geschäftsführer Oliver Kohl. „Wir haben es geschafft, die Kochkunst und Esskultur in der Gemeinschaftsverpflegung in 13 Jahren nachhaltig besser zu machen. Das freut uns sehr und erfüllt uns mit Stolz. Das bisher Erreichte bleibt, mit der neuen Vision gehen wir nun den nächsten Schritt.“

Oliver Kohl, Geschäftsführer von Rebional
(Quelle: Rebional)

„Unsere Vision ist es, dass sich Menschen so ernähren, dass es für ihre Gesundheit förderlich ist und die Art der Ernährung gleichzeitig unserem Planeten guttut.“

Oliver Kohl, Geschäftsführer, Rebional

Die Vision von Rebional

Es gibt sechs Bereiche, für die aus der Vision heraus Strategiesätze abgeleitet wurden: Rebional fördert die Gesundung von Mensch und Erde mit seinem Essen, der Haltung und dem täglichen Tun,

  • …indem ausschließlich mit regionalen Lieferanten zusammengearbeitet wird, die sich an der Rebional-Vision orientieren und ausrichten,
  • …indem ausschließlich mit Kunden zusammengearbeitet wird, die die Rebional-Vision unterstützen,
  • …indem sich alle Mitarbeitenden mit der Vision identifizieren und Verantwortung für deren Umsetzung übernehmen,
  • …indem mit einem Mobilitätskonzept die Klimaneutralität bei der Nutzung von Verkehrsmitteln hergestellt wird,
  • …indem ein papierloses Unternehmen durch Digitalisierung realisiert wird, und
  • …indem das Rebional-Ernährungskonzept mit Bedacht auf pflanzenbasierte Ernährung umgestellt wird.

Nachhaltigkeit: fest verankert seit Anfang an

Oliver Kohl, Geschäftsführer von Rebional, hat im Interview erzählt, warum die überarbeitete Version den Begriff der Nachhaltigkeit nicht mehr enthält und wie die Mitarbeitenden an dieser mitgearbeitet haben.

Herr Kohl, der Begriff der Nachhaltigkeit findet in Ihrer Vision keine Erwähnung mehr, wird aber trotzdem durch Ihr Unternehmen mit Leben gefüllt – wieso dieser Schritt?

Nachhaltigkeit war für uns von Anfang an selbstverständlich. So kauften wir beispielsweise schon immer Bio-Lebensmittel ein, möglichst von Partnern aus der Region, und haben auch schon immer Wert daraufgelegt, unseren Mitarbeitenden ein besonderes Arbeitsumfeld mit angenehmer Atmosphäre zu bieten.

Das war uns aber noch nicht genug und so haben wir uns 2018 erstmals zertifizieren lassen. Mithilfe des ZNU (Zentrum für nachhaltige Unternehmensführung) an der Universität Herdecke haben wir die Nachhaltigkeit in unserem Unternehmen evaluiert, um diese gleichzeitig transparent und messbar zu machen. Dafür haben wir eine Nachhaltigkeitsmanagerin ausbilden lassen – bis heute haben wir auch einen Nachhaltigkeits-Arbeitskreis. Wir arbeiten sehr daran, stetig noch nachhaltiger zu werden.

Auf unserer Website führen wir transparent auf, welche Ziele wir bereits erreicht haben, aber auch an welchen Stellen wir noch weiter an uns arbeiten müssen. Jedes Jahr werden wir aufs Neue auditiert und geprüft, ob wir weiter an unseren nachhaltigen Zielen arbeiten. Sowohl unser Team als auch unsere Kundschaft wissen, dass wir bei Rebional das Thema Nachhaltigkeit heute so selbstverständlich in unser Handeln und Denken integriert haben, dass wir es nicht mehr explizit erwähnen müssen.

Einer der Bereiche der Vision zielt auf die Identifikation der Mitarbeitenden mit dieser ab – inwieweit sind diese dafür bereits von Anfang an bei der Vision beteiligt gewesen?

Unsere alte Vision haben wir mittlerweile erfüllt; sie hatte viel mit dem Essen auf dem Teller zu tun. Wir haben uns dann überlegt, was der nächste logische Schritt ist: vom Teller weg hin zum Menschen und der Erde.

Wir haben die neue Vision in einem großen Workshop gemeinsam mit unseren Gastronomiebetriebsleitungen erarbeitet und dabei gefragt: Wie können Rebional und die Welt 2030 aussehen? Durch diese Gruppenarbeit ist auch das Logo unserer Vision entstanden: pflanzenbasierte Nahrung und schützende Hände, die zugleich die Diversität in unserem Team zeigen. Die Entwicklung hat etwa ein Jahr Zeit gedauert und es war uns sehr wichtig, alle Mitarbeitenden an diesem Prozess zu beteiligen.

Was sind aktuell die nächsten, konkreten Schritte, um die Vision von der Theorie in die Praxis zu überführen?

Die Umsetzung beinhaltet kleine und große Schritte. So führen wir in unseren Küchen derzeit Tablets ein, um Papier bei der täglichen Arbeit einzusparen, z. B. für Ausdrucke von Rezepten. Auch unsere Büros sollen in absehbarer Zeit papierlos werden.

Es gibt zudem eine Arbeitsgruppe zum Thema Mobilität: Wir wollen vermehrt auf Elektro-Autos setzen, ermutigen unsere Mitarbeitenden mit der Bahn bzw. öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren.

Sie wollen das Ernährungskonzept mit Bedacht auf pflanzenbasierte Ernährung umstellen – wie pflanzlich ist das Konzept bereits?

Unser Konzept ist generell sehr pflanzenbasiert und wir bieten eine große Auswahl an vegetarischen und veganen Speisen an. Für Kitas und Schulen haben wir eine vegetarische/vegane Schiene entwickelt, und auch in der Patientenverpflegung wird eine pflanzenbasierte Ernährung immer gefragter. 100 Prozent vegan/vegetarisch wollen wir aber noch nicht werden.

Im Care-Bereich bieten wir z. B. nicht nur Mittag- sondern auch Abendessen und Frühstück an. Hierfür haben wir eine große Auswahl an selbstgemachten vegetarischen und veganen Aufstrichen, die sehr gut angenommen werden. Vegane Käse- und Wurstalternativen bieten wir aktuell nicht an. Wir sind der Meinung, dass unsere Kochkunst hierfür sehr gute Alternativen bietet.

Sie befinden sich mit Rebional nun im 13. Jahr am Markt – worauf freuen Sie sich in diesem Jahr besonders? Wie blicken Sie auf die letzten Jahre zurück?

Mit unserem Team haben wir es in 13 Jahren geschafft, die Kochkunst und Esskultur in der Gemeinschaftsverpflegung nachhaltig zu verbessern. Das freut uns sehr und erfüllt uns mit Stolz. Das bisher Erreichte bleibt und mit der neuen Vision gehen wir nun den nächsten Schritt.

Unsere Vision ist es, dass sich alle Menschen so ernähren, dass es für ihre Gesundheit förderlich ist und die Art der Ernährung gleichzeitig unserem Planeten guttut. In diesem Jahr freue ich mich darum besonders darauf, diese neue Vision mit Leben zu füllen und es ist schon jetzt spürbar, dass wir mit dem Ansatz der pflanzenbasierten Ernährung einen Nerv der Zeit getroffen haben.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Quelle: Rebional, B&L MedienGesellschaft

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