Wie sieht eine klimagesunde Mensa aus? Schüler können dies in einer neuen Schul-AG – entwickelt von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen – ausprobieren.
Quelle: DGE

Schul-AG für eine klimagesunde Mensa

Weniger tierische Lebensmittel auf dem Speiseplan und kein Essen mehr wegwerfen – das sind zwei der Hebel, die engagierte Schüler für eine klimafreundlichere Mensa bedienen können. Ausprobieren können sie das mit dem Lernangebot „Schul-AG Klimagesunde Mensa“, das von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) entwickelt wurde. An der Erprobung haben über 100 Schüler aus neun weiterführenden Schulen in Niedersachsen teilgenommen.

Klimagesunde Mensa in vier Phasen unterteilt

Das modulare Unterrichtsangebot Schul-AG Klimagesunde Mensa verfolgt einen partizipativen Ansatz und besteht aus 17 Aktionsbausteinen. Diese sind den Phasen „Wissen erweitern“, „Analysieren“, „Veränderungen anstoßen“ und „Kommunizieren“ zugeordnet und bilden einen Pool, aus dem die Schüler ab Klasse 7 je nach Interesse und Situation in ihrer Mensa Ideen auswählen und weiterentwickeln können. Dadurch ist das Material sehr flexibel und individuell verwendbar.

In der Phase „Wissen erweitern“ geht es zunächst darum, den Zusammenhang zwischen Ernährung und Klima zu verstehen und Klimatipps abzuleiten. In der Phase „Analysieren“ beobachten die AG-Teilnehmenden die Situation im Speisesaal. Auf Basis dieser Beobachtungen können sie in der Phase „Veränderungen anstoßen“ unter anderem eine Tellerreste-Challenge durchführen, eine vegetarische Woche organisieren oder Probieraktionen anbieten. Um auch unbeteiligte Schüler zu involvieren, informieren die AG-Teilnehmenden in der Phase „Kommunizieren“ über die Zusammenhänge zwischen Essen und Klima in der Schulgemeinschaft, beispielsweise durch Ausstellungen in der Mensa oder Vorträge in Verfügungsstunden. So erleben sie praxisnah am Beispiel der eigenen Schulverpflegung, welchen Einfluss die Ernährung auf das Klima hat und was sie selber für eine klimagesündere Mensa tun können.

Wie sieht eine klimagesunde Mensa aus? Schüler können dies in einer neuen Schul-AG – entwickelt von der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen – ausprobieren.
Die vier Phasen der Schul-AG Klimagesunde Mensa. (Quelle: DGE)

Gut fürs Klima, gut für die Gesundheit

Diana Reif, Leiterin der Vernetzungsstelle Schulverpflegung Niedersachsen der DGE, die den AG-Fahrplan mit ihrer Teamkollegin entwickelt hat, erläutert: „In der Schul-AG kommt auch die Gesundheit nicht zu kurz. Denn eine Ernährung, die dem Klima guttut, ist automatisch auch gesundheitsfördernd. Daher beziehen wir uns in der Schul-AG auf den „DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Schulen“. Antje Jonas von der Vernetzungsstelle, die den Projekt-Schulen beratend zur Seite stand, resümiert: „Schüler sind durchaus zu Verhaltensänderungen bereit und geben ihr Wissen gerne an andere weiter. Wir wünschen uns, dass möglichst viele Schulen im Bundesgebiet mitmachen und regelmäßig AGs oder Wahlpflichtkurse anbieten oder projektbezogen mit dem Unterrichtsmaterial arbeiten.“
Das Material und ein Fortbildungsangebot für Lehrkräfte bietet die Vernetzungsstelle auf ihrer Webseite an.

Quelle: DGE

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Petition zum besser essen

Die Kampagne Buy Better Food soll mehr ökologische Produktion, kürzere Lieferketten, bessere Arbeitsbedingungen und der Konsum gesünderer Lebensmittel und Getränke in der Gemeinschaftsverpflegung durchsetzen. Zudem sollen bis 2030 mindestens 20 Prozent Bio-Produkte u. a. in der Schulverpflegung eingesetzt werden. Peter Defranceschi von ICLEI, Koordinator von Buy Better Food, erklärt im Interview die Philosophie und den aktuellen Status quo zur Umsetzung der Aktion.

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