Kinder beim gemeinsamen Essen am Tisch.
Quelle: Colourbox.de/Graham Oliver

VDSKC-Umfrage: Kita- und Schulverpflegung täglich vegetarisch

Der Verband deutscher Schul- und Kitacaterer e. V. (VDSKC) hat seine Mitglieder zu ihrem Speisenangebot befragt und dabei insbesondere auch einen Fokus auf den Stellenwert des pflanzlichen vs. dem tierischen Angebot gelegt. Das Ergebnis der Mitgliederumfrage im Überblick:

  • 94 % der Schul- und Kitacaterer bieten täglich ein ovo-lacto-vegetarisches Mittagessen an.
  • 21 % bieten sogar ein veganes Gericht pro Tag an.
  • Fleisch und Fisch stehen nur bei 38 % der Befragten täglich auf dem Speiseplan.
  • Mehr als 75 % der Cateringunternehmen können sich zudem vorstellen, ihr Fleischangebot weiter zu reduzieren.

„Unsere Befragung hat gezeigt, dass die meisten Cateringunternehmen der Politik weit voraus sind.“

Eva-Maria Lambeck

VDSKC-Umfrage zum Speisenangebot: pflanzlich vs. tierisch

Der VDSKC hat seine Mitglieder zu ihrem Angebot von pflanzlichen und tierischen Gerichten befragt. Eine deutliche Mehrheit gab an, jeden Tag ein vegetarisches Essen im Speiseplan zu haben. Lediglich bei 6 % der Befragten ist dies nicht der Fall. Drei Viertel aller Befragten stehen einer weiteren Fleischreduktion positiv gegenüber, 48 % möchten ihr veganes Angebot weiter ausbauen.

Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) befolgen bereits 86 % der Caterer, obwohl deren Richtlinien zur gesunden Verpflegung von Kindern und Jugendlichen nicht verpflichtend sind. Die DGE empfiehlt, Fleisch und Fisch nur einmal pro Woche zu servieren.

Der Politik voraus

„Unsere Befragung hat gezeigt, dass die meisten Cateringunternehmen der Politik weit voraus sind“, sagt Eva-Maria Lambeck, Leiterin des VDSKC-Fachressorts Nachhaltigkeit, das die Umfrage durchführte, und ergänzt: „Während bei den verantwortlichen Stellen noch über Qualitätsstandards in der Gemeinschaftsverpflegung diskutiert wird, haben wir sie schon umgesetzt. Wir sehen bei den Schülern ein gestiegenes Bewusstsein für das persönliche Ernährungsverhalten und Faktoren wie Klimaschutz, Tierwohl und Nachhaltigkeit. Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt und darauf reagiert.“

Die neue Ernährungsstrategie der Bundesregierung sieht u. a. mehr pflanzliche Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung vor. Ob es dafür in Zukunft konkrete Vorgaben geben soll, ist noch nicht bekannt. Der Verband deutscher Schul- und Kitacaterer befürwortet seit langem bundesweit feste Qualitätsstandards. „Im Moment sind die regionalen Unterschiede noch sehr groß“, erklärt Ralf Blauert, 1. Vorsitzender des VDSKC. „Ein gesundes, abwechslungsreiches und idealerweise für die Kinder kostenfreies Mittagessen in Kitas und Schulen kann ein ganz starker Hebel für Bildungsgerechtigkeit und Krankheitsprävention sein. Es wird Zeit, dass dieses Werkzeug von der Landes- und Bundespolitik entdeckt und sinnvoll genutzt wird.“

Zu den befragten Kita- und Schulcaterern

Die befragten Cateringunternehmen sind für mehr als 420.000 Mittagsportionen täglich verantwortlich. Sie kochen für Kita- und Grundschulkinder sowie Jugendliche an weiterführenden Schulen. 50 % bieten dabei täglich zwei Menülinien an, 32 % drei und 8 % sogar vier.

info

Cem Özdemir zur Ernährungsstrategie

Cem Özdemir, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, ist als Mitglied der Bundesregierung für die Ausrichtung der deutschen Ernährungs- und Landwirtschaftspolitik verantwortlich. Im Interview stand Cem Özdemir Rede und Antwort zu konkreten Zielen des Eckpunktepapiers „Weg zur Ernährungsstrategie der Bundesregierung“ .

Quelle: VDSKC

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