Pens.com/de hat die freien Stellen in Deutschland sowie ihre Vakanzen ausgewertet und kommt zu einem Ranking des Fachkräftemangels nach Branche. Wo rangiert die Gastronomie?
Quelle: Colourbox.de/Tinnakorn Jorruang

Fachkräftemangel in der Gastronomie

Der Fachkräftemangel belastet die deutsche Wirtschaft schon lange. In einer Umfrage des IFO Instituts gaben 54 % der Personalleiter an, dass sie mit einem Bewerbermangel zu kämpfen haben.

Im Rahmen einer Marktforschung haben die Experten von Pens.com/de in einer Indexstudie ermittelt, in welchen Branchen der Fachkräftemangel in Deutschland am größten ist.

Dazu analysierten sie die Anzahl der Stellenangebote für jede Branche auf der Jobplattform Indeed sowie die jeweilige Vakanzzeit und vergaben daraus eine Punktzahl von 10.

25.000 freie Stellen in der Gastronomie

Die Gastronomie ist mit 25.004 freien Stellen auf Platz 11 der Branchen mit dem höchsten Fachkräftemangel, am stärksten betroffen sind das Ingenieurwesen (Platz 1), der Einzelhandel (Platz 2) und der Kundenservice (Platz 3).

Im Fachkräftemangel-Ranking erhielt die Gastronomie eine Gesamtpunktzahl von 4,41/10 und landete als Branche somit auf dem elften Platz, da hier nach 30 Tagen noch 56,80 % der ausgeschriebenen Stellen unbesetzt sind, und nach 90 Tagen immer noch mehr als ein Drittel (34,75 %) frei sind.

Betrachtet man einzelne deutsche Städte ergibt sich folgendes Ergebnis im Fachkräftemangel-Ranking:

  • Berlin: Platz 14, 1.226 freie Stellen: Nach 30 Tagen sind noch etwa die Hälfte der Stellen (50,73 %) unbesetzt, nach 90 Tagen ca. ein Viertel (23,98 %).
  • Dortmund: Platz 8, 548 freie Stellen. 60,58 % der Stellen sind nach 30 Tagen noch vakant, nach 90 Tagen sind es immer noch 35,94 %.
  • Düsseldorf: Platz 13, 854 freie Stellen. Rund die Hälfte der Stellen (51,41 %) sind nach 30 Tagen noch frei, nach 90 Tagen sind es noch 29,27 %.
  • Essen: Platz 4, 863 freie Stellen. Nach 30 Tagen bleiben noch rund zwei Drittel der Stellen (62,92 %) unbesetzt, von denen nach 90 Tagen noch weit über ein Drittel (39,75 %) ebenfalls frei sind.
  • Frankfurt am Main: Platz 13, 993 freie Stellen. Unbesetzt bleiben nach 30 Tagen 53,77 % der freien Stellen in der Gastronomie, nach 90 Tagen ist es etwa ein Viertel der Stellen (26,59 %).
  • Hamburg: Platz 14, 724 freie Stellen. Nach 30 Tagen sind knapp die Hälfte der Stellen (49,31 %) noch vakant, nach 90 Tagen ein Viertel (25 %).
  • Köln: Platz 14, 1.284 freie Stellen: Nach 30 Tagen bleiben noch 54,83 % der Stellen unbesetzt, nach 90 Tagen 29,28 %.
  • Leipzig: Platz 9, 155 freie Stellen. 56,77 % der Stellen sind nach 30 Tagen noch nicht besetzt, nach 90 Tagen sind es 32,26 %.
  • München: Platz 13, 1.180 freie Stellen. Nach 30 Tagen ist etwa die Hälfte der Stellen in der Gastronomie noch frei (50,68 %), nach 90 Tagen sind es noch 27,97 % unbesetzte Stellen.
  • Stuttgart: Platz 10, 549 freie Stellen. Nach 30 Tagen sind etwa zwei Drittel der Stellen (62,84 %) noch vakant, nach 90 Tagen noch etwa die Hälfte (48,08 %).

Methodik der Marktforschung

1. Experten von Pens.com/de wollten herausfinden, in welchen Branchen in Deutschland der Fachkräftemangel am höchsten ist.

2. Um dies zu erreichen, wurde eine Liste von 55 Berufen ausgewählt, die für verschiedene Branchen repräsentativ sind, um die Branchen mit dem größten Mangel zu analysieren.

3. Dazu wurde die Anzahl der Suchergebnisse für jeden Job von Indeed Deutschland gescrapt.

4. Darüber hinaus wurde die Anzahl der Suchergebnisse für Stellenangebote, die >30 Tage, >60 Tage und >90 Tage alt sind, ausgewertet und von der Gesamtzahl der Stellenangebote abgezogen, um den Anteil der Stellenausschreibungen zu erhalten, die >30, >60, >90 Tage alt sind.

5. Ältere Ausschreibungen deuten darauf hin, dass es nicht genügend Bewerber gibt und daher von einem Mangel ausgegangen werden kann.

6. Dies wurde für die zehn bevölkerungsreichsten Städte Deutschlands wiederholt: Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Dortmund, Essen und Leipzig.

7. Die Daten wurden auch nach Branchen gruppiert.

8. Abschließend wurde ein Indexwert als gewichteter Durchschnitt der folgenden Werte berechnet: der Gesamtzahl der Ausschreibungen, der Anzahl der nach >30, bzw. >60, bzw. >90 Tagen noch unbesetzt sind, mit höherer Gewichtung für längere Vakanzzeiten und der höchsten Gewichtung für die Gesamtzahl von Ausschreibungen.

9. Die Daten wurden am 8. April 2024 erhoben und sind zu diesem Zeitpunkt korrekt.

Quelle: Pens.com/de

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