Die Verรถffentlichung von KI-Anwendungen wie ChatGPT schรผrt bei vielen Menschen รngste um ihren Arbeitsplatz. Diese Bedenken sind angesichts der Leistung aktueller KI-Anwendungen nachvollziehbar, aber nicht nรถtig. Der globale Technologieanbieter Zoho empfiehlt Unternehmen vier Handlungsschritte, um Angestellte aufzuklรคren und ihnen durch mehr Wissen auch mehr Sicherheit zu geben.
โAutomatisierung und kรผnstliche Intelligenz haben das Potenzial, gewisse Arbeiten zu รผbernehmen. Allerdings erรถffnen sie den Menschen auch neue Mรถglichkeiten, sich anderen, sinnstiftenden Aufgaben zu widmen. Unternehmen tun gut daran, durch Technologien eingesparte Ressourcen in die Aus- und Weiterbildung ihrer Angestellten zu stecken.โ
Sridhar Iyengar, Geschรคftsfรผhrer, Zoho Europe
Automatisierung und kรผnstliche Intelligenz sind unaufhaltsam auf dem Vormarsch und schicken sich an, die Arbeitswelt zu revolutionieren. Wรคhrend diese Technologien die Customer Experience schon heute positiv beeinflussen, haben sie jedoch auch das Potenzial, Arbeitnehmende zu verunsichern und damit die Employee Experience zu torpedieren. Mit folgenden vier Schritten kรถnnen Unternehmen ihre Mitarbeitenden proaktiv abholen und deren Sorgen lindern.
Erster Schritt: Technologie als Chance bewerben
Kommunikation ist und bleibt das wichtigste Mittel, um den Mitarbeitenden die Angst vor Automatisierung und kรผnstlicher Intelligenz zu nehmen. Daher sollten Unternehmen immer wieder betonen, dass diese Technologien nicht dazu dienen, Menschen zu ersetzen, sondern sie zu unterstรผtzen. Sie รผbernimmt in der Regel redundante Arbeiten, um Angestellten mehr Freirรคume fรผr wertschรถpfende Aufgaben zu schaffen. Auf diese Weise erhรถht sich die Leistung und dadurch auch die Bedeutung menschlicher Arbeit.
Zweiter Schritt: Upskilling fรถrdern
Automatisierung ist schรถn und gut, aber nur dann, wenn die Mitarbeitenden auch etwas mit der so geschaffenen Zeit anfangen kรถnnen. Unternehmen sollten daher in die Schulung ihrer Angestellten investieren. Einerseits mรผssen diese lernen, mit den neuen Technologien in ihrem Arbeitsbereich sicher umzugehen. Andererseits sollten Unternehmen ihre Mitarbeitenden โ je nach persรถnlichen Talenten und Interessen โ dahingehend fรถrdern, die eigene Organisation bestmรถglich voranzubringen.
Dritter Schritt: Trotz KI Menschlichkeit bewahren
Gerade im Kundenkontakt sind menschliche Attribute Gold wert. Chatbots kรถnnen nach heutigem Stand der Technik den Turing-Test vielleicht bestehen, sodass das Gegenรผber die maschinell erstellten Text-Antworten nicht von denen einer Person unterscheiden kann โ aber das macht sie noch nicht zu Menschen. Empathie, Flexibilitรคt und Kreativitรคt sind Eigenschaften, die Algorithmen schlicht nicht ersetzen kรถnnen. Ab einem gewissen Punkt ist daher menschliches Eingreifen im Kundenkontakt unumgรคnglich, denn gerade sehr spezifische Anfragen oder individuelle Probleme kรถnnen Bots โ Stand heute โ noch nicht lรถsen. Fรผr Unternehmen lohnt es sich daher, diese Fรคhigkeiten ihrer Angestellten zu fรถrdern. Weiterbildungen fรผr die Optimierung von Social Skills und Trainings in Konfliktmanagement sowie Kommunikation wirken wahre Wunder.
Vierter Schritt: Neue Jobs schaffen
Die Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine wird in den kommenden Jahren deutlich zunehmen. Die engere Verzahnung fรผhrt nicht nur dazu, dass bisherige Berufe einem stetigen Wandel unterliegen, auch gรคnzlich neue Jobs werden entstehen. Unternehmen sollten die Gelegenheit daher beim Schopf ergreifen und sich bereits jetzt mit der Frage befassen, welche neuen Stellen kรผnftig zu schaffen sind und wie ihre Belegschaft entsprechend auszubauen ist.
โVor neuen Technologien muss niemand Angst habenโ, beruhigt Sridhar Iyengar, Geschรคftsfรผhrer von Zoho Europe. โNatรผrlich hat die rasante Entwicklung in Sachen Automatisierung und kรผnstlicher Intelligenz das Potenzial, gewisse Arbeiten zu รผbernehmen. Allerdings erรถffnen sie den Menschen, die sie bis dato innehaben, auch neue Mรถglichkeiten, den eigenen Horizont zu erweitern und sich anderen, sinnstiftenden Aufgaben zu widmen. Unternehmen tun gut daran, durch Technologien eingesparte Ressourcen in die Aus- und Weiterbildung ihrer Angestellten zu stecken โ dann profitieren alle Seiten davon.โ
Konsequent vernetzt
Welchen Mehrwert kann die Vernetzung in Gastro-Betrieben bringen und welche Rolle spielt dabei KI? Mehr dazu berichtet Thomas Mertens.
Quelle: Zoho