Die Mehrwertsteuererhöhung bereitet auch den Gastgebern im Hamburger Restaurant Schuhback am Park Sorgen. Die Gastgeber möchten dem nun mit einer Mehrwertsteuer-Aktion entgegenwirken.
Quelle: Martina van Kann

Mehrwertsteuer-Aktion im Schuhback am Park

Die anstehende Mehrwertsteuererhöhung von 7 auf wieder 19 Prozent macht es der ohnehin schon gebeutelten Gastronomie noch schwerer. Viele rechnen nicht nur mit hohen Einbußen und ausbleibenden Gästen, sondern befürchten auch die Schließung des eigenen Betriebes. Von diesen Sorgen bleibt auch das Traditionsrestaurant Schuback am Park in Hamburg-Eppendorf nicht verschont. Doch die Gastgeber Jens und Désirée Manzel möchten dem entgegenwirken und haben sich eine Aktion für 2024 überlegt.

Schuhback am Park kritisiert Mehrwertsteuererhöhung

Wie viele andere Restaurants kritisieren auch Jens und Désirée Manzel die anstehende Mehrwertsteuererhöhung. „Corona war ein Einschnitt, der Krieg in der Ukraine und die Inflation haben es nicht besser gemacht. Wir sind noch lange nicht wieder da, wo wir vor der Coronakrise waren“, sagt der gelernte Restaurantkaufmann. Die geplante Erhöhung sei jetzt das falsche Signal für die immer noch kämpfende Gastronomiebranche.  

Statt sich aber dem eigenen Schicksal zu beugen, geht das Schuback am Park nun allerdings einen ganz neuen und ungewöhnlichen Weg. Im kommenden Jahr will das Restaurant die Preise nicht erhöhen, sondern sogar senken und damit ein Zeichen setzen. Im Januar soll jedes Hauptgericht auf der Speisekarte 20,24 Euro kosten, unabhängig vom bisherigen Preis und dem Gast zwischen elf und 27 Prozent ersparen. Der Gedanke dahinter:

„Wir möchten den Gästen die Möglichkeit geben, dass Essen gehen – nicht ein Luxus wird, sondern so normal bleibt wie früher. Und auch jungen Leuten die Möglichkeit bieten, dass sie für wenig Geld lecker essen können, außerhalb von Pizza, Pasta und Döner!“

Désirée und Jens Manzel

Jens Manzel erhofft sich damit eine ähnliche Entwicklung wie in vielen französischen Restaurants und Bistros, die auf günstige Hausmannskost setzen. Das Servieren im Eiltempo ermöglicht dort einen erhöhten Verkauf von Speisen.

Mehrwertsteuer-Aktion will Gastrosterben entgegenwirken

Das Schuback am Park zählt nach eigenen Angaben zu Hamburgs besten Restaurants, deren Gerichte ein Must-Eat für alle sind, die die moderne deutsche Küche schätzen und genießen. Unter dem Motto „regional und saisonal“ heißen die Gastronomen Jens und Désirée Manzel ihre Gäste in der Eppendorfer Landstraße willkommen. Gemeinsam mit ihrem Küchenchef Gift Muchena werden Visionen zu Taten, die als kulinarische Highlights auf den Tellern landen. „Wir wollen ein rundum perfektes Erlebnis für Genießer schaffen und dabei die Tradition nicht aus den Augen verlieren. Täglich streben wir danach neue und aufregende Gerichte für Jedermann zu kreieren“, sagt Jens Manzel.

Mit der angekündigten Mehrwertsteuererhöhung ist das Umsetzen dieser Visionen allerdings gar nicht mehr so einfach. Wie sich das geplante Preis-Modell der Betreiber entwickelt, bleibt abzuwarten. Schon jetzt ist allerdings klar – das Schuback am Park beweist Mut und geht neue Wege, um dem drohenden Gastrosterben entgegen zu wirken.

Quelle: Schuback am Park

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