Orderbird Eiscreme-Report 2025
Quelle: B&L MedienGesellschaft/Flux (KI)

Orderbird Eiscreme-Report 2025: Diese Sorten bleiben unschlagbar

Der Orderbird Eiscreme-Report 2025 beleuchtet das Eis-Konsumverhalten in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Basis anonymisierter Kassendaten aus gastronomischen Betrieben und zeigt, welche Sorten, Preise, Regionen und Saisonverläufe die Eiszeit im deutschsprachigen Raum prägen.

Die wichtigsten Highlights im Überblick

  • Schokolade, Vanille und Erdbeere bleiben die beliebtesten Eissorten
  • Preise steigen weiterhin, aber langsamer
  • Eine Kugel Eis kostet in Deutschland durchschnittlich 1,97 Euro
  • Juni ist der stärkste Monat für Eis
  • Sonntags wird am meisten Eis gekauft

Welche Eissorte ist am beliebtesten?

Die Deutschen sind in ihrer Eiswahl Gewohnheitstiere. Die Sorten Schokolade, Vanille und Erdbeere bleiben die unangefochtenen Spitzenreiter. Die drei Sorten machen zusammen 86,9 Prozent aller Eisverkäufe aus. Knapp auf dem ersten Platz ist Schokolade (29,76 Prozent), dicht gefolgt von Vanille (29,65 Prozent) mit Erdbeere auf dem dritten Platz (27,49 Prozent). Die Plätze vier und fünf belegen in Deutschland die Sorte Joghurt (7,23 Prozent) und Stracciatella (5,87 Prozent). Je nach Region greifen die Verbraucher auch mal zu Sorten wie Karamell, Mango, Pistazie oder Haselnuss.

Orderbird Eiscreme-Report 2025
Quelle: Orderbird

In Österreich schaffen es zwar auch wieder die gleichen drei Sorten aufs Treppchen, doch ist die Verteilung anders als in Deutschland. Dort schafft es Vanille mit 32,6 Prozent deutlich auf den Spitzenplatz. Dahinter folgen Schokolade (23,14 Prozent) und Erdbeere (21,75 Prozent). Zusammen machen die drei Sorten 77,49 Prozent aller Eisbestellungen aus. Wirklich interessant ist allerdings Platz vier: Banana. Mit 15,14 Prozent ist die Geschmackssorte weit mehr als ein Nischenprodukt. Haselnuss schafft es mit 7,38 Prozent aller Bestellungen auf Platz fünf.

In der Vergangenheit hat sich die Schweiz den beiden Nachbarn in seinen Top drei angeschlossen. Doch diesmal gibt es auf Platz drei eine Überraschung. Den ersten Platz belegt Vanille mit 43,73 Prozent – ein deutlicher Vorsprung. Denn Schokolade auf Platz zwei kommt mit 20,94 Prozent nicht mal auf die Hälfte davon. Erdbeere wurde mit 12,22 Prozent vom Treppchen verdrängt. Stattdessen ragt da jetzt Karamell mit 13,07 Prozent aller Bestellungen. Auf Platz fünf schafft es Mango (10,04 Prozent).

Wie viel kostet eine Kugel Eis?

Auch an der Eistheke werden die allgegenwärtigen Teuerungen spürbar. Durch gestiegene Löhne, Energiekosten und Rohstoffpreise klettern die Preise nach oben, aber nicht überall gleich.

In Deutschland kostet eine Kugel 2025 im Durchschnitt 1,97 Euro – 21 Cent mehr als 2023. Der stärkste Anstieg fand zwischen 2023 und 2024 statt (+7,39 Prozent), seitdem hat sich das Tempo etwas abgekühlt (+4,23 Prozent). Insgesamt kommt Deutschland damit auf ein Plus von 11,93 Prozent in zwei Jahren.

Orderbird Eiscreme-Report 2025
Quelle: Orderbird

Österreich liegt mit 2,05 Euro pro Kugel knapp über Deutschland – und hat ebenfalls 21 Cent zugelegt. Der Anstieg verlief ähnlich: Der größere Sprung kam zwischen 2023 und 2024 (+9,24 Prozent), 2025 hat sich die Preisbewegung mit +1,99 Prozent deutlich verlangsamt. Insgesamt verzeichnet Österreich ein Plus von 11,41 Prozent bei den Eiskugelpreisen.

In der Schweiz bezahlt man zwar am meisten, der Anstieg hat Eislieberhaber aber weniger eiskalt erwischt. Mit CHF 4,64 pro Kugel liegt das Preisniveau deutlich über dem der Nachbarländer. Die Preissteigerung fiel mit +7,16 Prozent in zwei Jahren jedoch moderater aus. Der größte Anstieg fand dabei zwischen 2023 und 2024 statt (+6,93 Prozent), von 2024 auf 2025 ist das Wachstum mit gerade einmal +0,22 Prozent nahezu eingefroren.

Die Preise klettern weiter, doch die Dynamik lässt nach – insgesamt dürfen Eisliebhaber also vorsichtig aufatmen – auch wenn die Preise aufgrund der Inflation nach wie vor einen Aufwärtstrend zeigen.

Regionale Unterschiede

Am tiefsten in die Tasche greifen müssen Eisliebhaber in Berlin. Mit durchschnittlich 2,27 Euro pro Kugel liegt die Hauptstadt klar über dem deutschen Durchschnitt von 1,97 Euro – und damit ganze 59 Cent über dem günstigsten Bundesland. Wer also mehr Kugeln für das gleiche Geld möchte, ist in Sachsen-Anhalt bestens aufgehoben: Hier liegt der Preis bei lediglich 1,68 Euro. Sachsen (2,18 Euro), Thüringen (2,08 Euro) und Mecklenburg-Vorpommern sowie Brandenburg (jeweils 2,07 Euro) bewegen sich merklich über dem Schnitt. Bayern (2,01 Euro) und Hamburg (1,99 Euro) liegen knapp darüber. Schleswig-Holstein (1,80 Euro), Rheinland-Pfalz (1,83 Euro) und Hessen (1,84 Euro) hingegen bleiben spürbar unter dem Bundesdurchschnitt.

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Quelle: Orderbird

Neben den Preisen zeigt sich auch bei den Lieblingssorten eine regionale Handschrift: Erdbeere ist in sieben Bundesländern die beliebteste Sorte, Schokolade führt in fünf Bundesländern. Vanille liegt in vier Bundesländern vorne. Ein Blick in die Absatzzahlen zeigt, dass im Osten am meisten Erdbeereiskugeln über den Tresen gehen. In Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist Erdbeere die stärkste Sorte. Auch im Saarland mag man es fruchtig, während in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Vanille vorne liegt. In Bayern, Baden-Württemberg und Berlin schlägt das Herz der Eisliebhaber am höchsten für Schokoladeneis. Generell sind sich die Deutschen beim Geschmack bundesweit einig und bleiben dem klassischen Trio treu.

Orderbird Eiscreme-Report 2025
Quelle: Orderbird

Frühling als Startschuss der Eiszeit

Steigen die Temperaturen, steigt auch die Lust auf Eis. Die Hauptsaison beginnt jedoch nicht erst im Hochsommer. Die Deutschen gehen bereits im Frühling gerne zur Eisdiele, sodass April bis September 81,6 Prozent des Jahresumsatzes ausmacht. Juni (15,68 Prozent) ist dabei der stärkste Monat, August (14,90 Prozent) und Juli (14,31 Prozent) folgen dicht auf. Januar und Dezember spielen mit je rund einem Prozent kaum eine Rolle

Ähnlich verhält es sich in Österreich: April bis September kommen auf 88,13 Prozent des Jahresumsatzes. Der Juni ist auch hier die Haupt-Eiszeit und dominiert mit 22,45 Prozent. November, Dezember und Januar liegen je unter einem Prozent.

In der Schweiz ist die Saisonalität am stärksten auf den Hochsommer konzentriert: Juni, Juli und August machen alleine 56,87 Prozent des Jahresumsatzes aus. Mai bis September kommen auf 78,57 Prozent. Auffällig ist, dass der April in der Schweizer Auswertung schwächer ist als in den Nachbarländern – die Schweizer Eisssaison startet also etwas später, dafür mit voller Wucht

Beliebteste Wochentage und Tageszeiten

Eis wird in den drei Nachbarländern am liebsten zum Ausklang der Woche geschleckt. In Deutschland und Österreich ist Sonntag der stärkste Eistag: In Deutschland entfallen 20,25 Prozent aller Verkäufe auf den Sonntag, in Österreich sind es 17,20 Prozent. Samstag und Sonntag machen in Deutschland 38,9 Prozent des Wochenumsatzes aus, in Österreich 34,2 Prozent. Nimmt man jeweils den Freitag dazu, entfallen in Deutschland 53,9 Prozent und in Österreich 49,2 Prozent der Wochenverkäufe auf das verlängerte Wochenende.

In der Schweiz hingegen wird am Samstag am meisten Eis verspeist: 25,27 Prozent aller Wochenverkäufe finden an einem Samstag statt. Freitag und Samstag zusammen kommen auf 44,13 Prozent, und Donnerstag bis Samstag sogar auf 58,31 Prozent. Der Sonntag ist für ein Eis in der Schweiz hingegen nicht so beliebt, sodass dieser abgeschlagen auf Platz sechs landet. In allen drei Ländern gilt aber: Der Montag ist der schwächste Eistag.

In Deutschland und Österreich ist Eis klar ein Nachmittagsprodukt. In Deutschland werden zwischen 15 und 16 Uhr allein rund 37 Prozent des Tagesumsatzes erzielt, in Österreich kommen 15 und 16 Uhr zusammen auf knapp 32 Prozent. In der Schweiz ist 20 Uhr (17,74 Prozent) die verkaufsstärkste Stunde, dicht gefolgt von 21 Uhr (14,32 Prozent). Zwischen 19 und 21 Uhr werden in der Schweiz damit 44 Prozent aller Tagesverkäufe erzielt

Datengrundlage des Orderbird Eiscreme-Report 2025

Für den Orderbird Eiscreme-Report 2025 wurden anonymisierte Daten aus den Jahren 2023 bis Juni 2025 ausgewertet. Berücksichtigt wurden 4.268 gastronomische Betriebe in Deutschland, 239 in Österreich und 110 in der Schweiz, die Kassensysteme von Orderbird nutzen. Die Daten wurden intern ausgewertet und aufgearbeitet. Während die Stichprobe für Deutschland als hochrepräsentativ beschrieben wird, sind die Ergebnisse für Österreich und insbesondere für die Schweiz mit Vorsicht zu interpretieren, da die Zahl der einbezogenen Betriebe im Verhältnis zur Gesamtzahl der Eisdielen begrenzt ist. Alle Prozentangaben wurden auf eine Nachkommastelle gerundet.

Der vollständige Report ist hier zu lesen.

Quelle: Orderbird

beenhere

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Bild von Lukas Steiglechner

Lukas Steiglechner

Mit seiner langjährigen Erfahrung als Fachjournalist berichtet Lukas Steiglechner aus der Zentralredaktion in München über aktuelle Entwicklungen in Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Dabei legt er Wert auf klare Einordnung, relevante Entwicklungen und praxisnahe Perspektiven für das professionelle Gastgewerbe.

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