Koch des Jahres Bantle
Quelle: Melanie Bauer Photodesign & Julio Arellano

Koch des Jahres Finalist Simon Bantle

Am 15. Und 16. November 2026 findet das Finale des Koch des Jahres Wettbewerbs statt. Hier stellt sich Finalist Simon Bantle selbst vor.

Name: Simon Bantle
Alter: 29 Jahre
Wirkungsstätte & Position: Küchenchef – Hotel Restaurant Goldener Engel, Ihringe

Simon, warum hast du dich für den Kochberuf entschieden?

Mich hat schon früh fasziniert, wie aus guten Produkten, handwerklichem Können und einer klaren Idee etwas Besonderes entstehen kann. Kochen verbindet für mich Kreativität mit Präzision und bietet jeden Tag die Möglichkeit, Menschen zu begeistern. Genau diese Mischung hat mich überzeugt, den Kochberuf zu ergreifen.

Was begeistert dich bis heute an der Gastronomie?

Mich begeistert, dass man in der Gastronomie niemals auslernt. Neue Produkte, Techniken und Begegnungen eröffnen immer wieder andere Perspektiven. Gleichzeitig zählt am Ende das Wesentliche: ein Gast, der den Tisch zufrieden verlässt. Dieses unmittelbare Ergebnis unserer Arbeit motiviert mich bis heute.

Welche Herausforderungen bringt die Branche mit sich – und wie gehst du damit um?

Die Gastronomie verlangt viel: lange Arbeitstage, hohen Zeitdruck, wirtschaftliches Denken und die Verantwortung für ein Team. Entscheidend ist für mich, auch in anspruchsvollen Situationen ruhig und strukturiert zu bleiben. Eine gute Vorbereitung, klare Kommunikation und gegenseitiger Respekt schaffen die Grundlage dafür, unter Druck konstant hohe Qualität abzuliefern.

Welche drei Eigenschaften braucht man für die Gastronomie?

Leidenschaft, Disziplin und Belastbarkeit. Leidenschaft gibt einem den Antrieb, Disziplin sorgt für gleichbleibende Qualität und Belastbarkeit hilft dabei, auch in schwierigen Situationen konzentriert und lösungsorientiert zu bleiben.

Vervollständige den Satz: „Gastronomie ist für mich …“

…die Verbindung aus Handwerk, Kreativität und echter Gastfreundschaft – mit dem Anspruch, jeden Tag besser zu werden.

Warum hast du dich für „Koch des Jahres“ beworben?

Ich wollte mich mit den Besten messen, meine eigene Handschrift zeigen und herausfinden, wie weit ich unter Wettbewerbsbedingungen gehen kann. Nach meiner Auszeichnung als „Newcomer des Jahres“ 2022 und dem Finaleinzug 2023 war für mich klar, dass ich erneut antreten möchte. Dieses Mal ist mein Ziel nicht nur das Finale – ich möchte den Titel gewinnen.

Was bedeutet dir der Einzug ins Finale?

Der erneute Finaleinzug bestätigt mir, dass sich meine Entwicklung der vergangenen Jahre auszahlt. Gleichzeitig ist er kein Endpunkt, sondern die nächste Herausforderung. Ich bin stolz darauf, wieder im Finale zu stehen, aber ich weiß auch, dass jetzt jedes Detail zählen wird.

Welches Learning nimmst du aus dem Vorfinale mit?

Ich habe gelernt, meiner eigenen Linie konsequent zu vertrauen. Unter Wettbewerbsdruck besteht schnell die Gefahr, zu viel zeigen zu wollen. Entscheidend sind jedoch eine klare Idee, präzises Handwerk und ein Gericht, bei dem jedes Element eine Funktion erfüllt. Im Finale möchte ich noch fokussierter und kompromissloser auftreten.

Quelle: Julio Arellano

Wie bereitest du dich fachlich und mental auf das Finale vor?

Fachlich arbeite ich jeden Ablauf detailliert aus und trainiere so lange, bis jeder Handgriff sitzt. Dabei hinterfrage ich jedes Element meiner Gerichte: Geschmack, Textur, Temperatur, Präsentation und zeitliche Umsetzbarkeit. Mental bereite ich mich darauf vor, ruhig zu bleiben, meiner Erfahrung zu vertrauen und auch unter Druck klare Entscheidungen zu treffen.

Vervollständige den Satz: „Ich werde Koch des Jahres, weil …“

…ich Erfahrung, Präzision und eine klare kulinarische Handschrift mitbringe – und bereit bin, im entscheidenden Moment meine beste Leistung abzurufen.

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Die Finalisten

Aljoscha KnoblichSemi HassineTetiana Berezhna und Lukas Baumgartner setzten sich im Live-Wettbewerb des Vorfinales mit ihren emotional aufgeladenen Interpretationen von Kindheitsgerichten vor der Fachjury durch, während Mustafa Mirzaei und Simon Bantle sich ihren Einzug ins Finale über den Publikumsentscheid der Chefs Challenge Night sicherten. Mehr zum Vorfinale lesen Sie in unserem Beitrag Koch des Jahres: Finalisten stehen fest.

Bild von Michael Teodorescu

Michael Teodorescu

Als Chefredakteur der Fachmagazine first class und Kaffee & Co. widmet sich Michael Teodorescu seit 20 Jahren mit Leidenschaft den Themen Getränke, Kaffee und Gastronomie. Mit Gastro-Erfahrung und einem besonderen Gespür für Trends und Innovationen in der Branche verbindet er fundiertes Fachwissen mit einem starken Netzwerk. Sein Ziel: Leser mit spannenden Insights, praxisnahen Tipps und inspirierenden Geschichten rund um Genuss und Gastfreundschaft zu begeistern.

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