In der Allianz Arena ist das Halbfinale des Wettbewerbs Koch des Jahres mit einem hochspannenden kulinarischen Wettkampftag zu Ende gegangen. Die sechs Finalisten stehen fest: Aljoscha Knoblich, Semi Hassine, Tetiana Berezhna und Lukas Baumgartner setzten sich im Live-Wettbewerb mit ihren emotional aufgeladenen Interpretationen von Kindheitsgerichten vor der Fachjury durch, während Mustafa Mirzaei und Simon Bantle sich ihren Einzug ins Finale über den Publikumsentscheid der Chefs Challenge Night sicherten. Für alle sechs Teams geht es in der Motorworld in München um den Titel Koch des Jahres.
Kindheitsgerichte als Wettbewerbsmotto im Halbfinale von Koch des Jahres
Die Kandidatenteams im Wettbewerb Koch des Jahres standen im Halbfinale in der Allianz Arena vor der Aufgabe, ein Kindheitsgericht zu präsentieren und dieses vor Spitzenköchen und kulinarischen Persönlichkeiten zu zeigen. Die Kochtalente zeigten dabei, „wie man Kindheitsgerichte in mutige Avantgarde verwandelt“. In zwei Tellern präsentierten sie ihr Gericht einmal traditionell („Old School“) und einmal innovativ mit moderner Handschrift („New School“). Das Thema führte jedes Talent zu den ersten kulinarischen Erlebnissen zurück und brachte nach Angaben der Veranstalter einen emotionalen Wettbewerb hervor, der Geschichten auf die Teller brachte und Jurymitglieder wie Kandidatenteams berührte. Vier Teams überzeugten die Fachjury am meisten und sicherten sich ihr Ticket ins Finale von Koch des Jahres.
Die vier Halbfinal-Siegerteams im Live-Wettbewerb
Den ersten Platz belegte Aljoscha Knoblich, Souschef im Restaurant Jellyfish* in Hamburg, gemeinsam mit Assistent Joachim Kraft, Junior Sous Chef im Restaurant Jellyfish* in Hamburg. Auf dem zweiten Platz landete Semi Hassine, Küchenchef im Restaurant Fachwerk in Hattingen, mit Assistent Gerald Kortmann, selbstständiger Privatkoch für Dinners und Events. Den dritten Platz erzielte Tetiana Berezhna, Köchin aus Erkelenz, mit Assistent Volodymyr Zorin, Privatkoch aus Erkelenz. Vierter wurde Lukas Baumgartner, Junior Souschef im Restaurant Auerhahn in Schluchsee, mit Assistent Théophile Burger, Chef de Partie im Auerhahn Hotel in Schluchsee.




Jury und Bewertung beim Halbfinale von Koch des Jahres
Die Leistung der 16 Kandidatenteams beim Wettbewerb Koch des Jahres wurde von einer Fachjury bewertet. Der Jury gehörten Tobias Bätz (Aura by Alexander Herrmann & Tobias Bätz**, Wirsberg), Jan Diekjobst (Jan Diekjobst Restaurant im Hotel Detmolder Hof, Detmold), Peter Girtler (Gourmetstube Einhorn im Romantik Hotel Stafler*, Freienfeld), Alina Meissner-Bebrout (bi:braud Restaurant*, Ulm), Rosina Ostler (Restaurant Alois – Dallmayr Fine Dining**, München), Christoph Rainer (Ikigai** im Schloss Elmau, Krün), Fabio Toffolon (The Japanese Restaurant**, Andermatt; Koch des Jahres 2021), Philipp Vogel (Orania.Berlin), Daniel Wallenstein (Restaurant Moya – by Daniel Wallenstein im Boutique-Hotel Die Reichsstadt, Gengenbach; Koch des Jahres 2025), Anja Wasserbäch (Kulinarikautorin, Stuttgarter Zeitung) sowie Marcel von Winckelmann (Marcel von Winckelmann*, Passau) an. Als technische Juroren begleiteten Patrick Lorenz (Upfield), Jan Pettke (Scheck-In Kochfabrik, Achern), Christian Thiele (Rational) und Matthias Hohenwarter (Do & Co) den Wettbewerb.
Die Jury zeigte sich begeistert von dem hohen Niveau der Teams und den Emotionen auf den Tellern. Tobias Bätz erklärte: „In der Spitzengastronomie geht die Emotion so ein bisschen verloren, weil wir zu technisch sind. Perfektion und Emotion sind grundsätzlich kontraproduktiv. Die große Kunst ist, eine tiefe Emotion in ein Fine Dining zu packen – und das war heute die große Herausforderung für die Kandidaten. Wer das geschafft hat, hat sich wirklich nochmal abgehoben und den Platz im Finale verdient.“
Chefs Challenge Night und Wildcards für das Finale
Am Abend des Wettbewerbstages traten die 16 Teams bei der Chefs Challenge Night von Koch des Jahres mit einer anderen Aufgabenstellung an. Jedes Team erhielt einen vorgegebenen, individuellen Warenkorb und sollte daraus ein besonderes Gericht für 300 Gäste kreieren. Moderiert von Podcaster und Moderator Sebastian E. Merget entwickelte sich der Abend zu einer Küchenparty mit 600 Gästen aus Spitzengastronomie, Hotellerie und Medienwelt. Die Gäste probierten und bewerteten alle Gerichte, die Publikumswertung entschied über zwei Wildcard-Tickets für das Finale.
Die Wildcard 1 sicherte sich Mustafa Mirzaei, Souschef im Restaurant Johanns* in Waldkirchen, mit Assistent Tobias Bullmann, Commis de Cuisine im Restaurant Johanns* in Waldkirchen. Die Wildcard 2 ging an Simon Bantle, Küchenchef im Restaurant Goldener Engel in Ihringen, mit Assistent Marcel Bantle, Azubi in Merkles Restaurant in Endingen am Kaiserstuhl. Ein weiterer Sonderpreis, der Best Plating Award by Churchill für das schönste und handwerklich überzeugendste Anrichten, ging an Mustafa Mirzaei. Der Preis ist mit einem Gutschein im Wert von 1.000 Euro dotiert.


Streetfood Masters by Do & Co
Im Rahmen des Halbfinales von Koch des Jahres wurde außerdem die Streetfood Masters Challenge von Do & Co ausgetragen. Das Unternehmen ist eines der weltweit größten Premium Catering Unternehmen und Gastgeber des diesjährigen Koch des Jahres-Halbfinales. In dieser Challenge traten 20 Köche an und präsentierten innovative Streetfood-Gerichte, die sowohl von einer Fachjury als auch von einer Publikumsjury verkostet und bewertet wurden. Den Sieg sicherte sich das Team The Duy Loco mit Filipe Gregorio und The Duy Nguyen und ihrem Gericht „Lisboa meets Hanoi“.
Finale von Koch des Jahres in der Motorworld München
Nach dem Halbfinale in der Allianz Arena führt die Reise der sechs Finalistenteams von Koch des Jahres in die Motorworld München. Dort kämpfen sie am 15. und 16. November weiter um den Titel. Die Motorworld wird als Ort beschrieben, „der wie kaum ein anderer für Leidenschaft, Präzision und außergewöhnliche Erlebnisse steht“.
„Spitzenkulinarik und Handwerk eine Bühne zu bieten – das war schon immer unser Kernziel. Dafür legen wir jedes Jahr die Messlatte ein Stück höher: außergewöhnliche Locations, Themen, die unter die Haut gehen, Talente, die Gastronomie weiterdenken. Der heutige Abend hat wieder eindrucksvoll bewiesen, wieviel Kraft und Leidenschaft in dieser Branche steckt. In der Motorworld schreiben wir das nächste Kapitel.“
Nuria Roig und Christian Kamm, Geschäftsführung Roika Solutions
In der Motorworld werden zwei Titel vergeben. Am 15. November treten die Wettbewerbsassistentinnen und -assistenten um den Titel „Newcomer des Jahres“ an. Am 16. November folgt der Showdown um den Titel „Koch des Jahres“, der mit einem Preisgeld von 5.000 Euro sowie hochwertigen Sonderpreisen der Sponsoren Hobart, Frxsh und Churchill dotiert ist.
Siegergerichte im Wettbewerb Koch des Jahres und in der Chefs Challenge Night
Die Siegergerichte im Halbfinale von Koch des Jahres spiegelten das Kindheitsthema in klassischen und modernen Varianten wider. Aljoscha Knoblich und Joachim Kraft präsentierten als Old School „Königsberger Klopse mit Kapernsauce, glasierten Petersilienkartoffeln und Rote-Beete-Salat“. Ihre New-School-Interpretation lautete „Müritz Wels ‚Königsberger Klopse‘ – Kapernschaum, Rote Beete in Variation, Kartoffel-Mousseline“.
Semi Hassine und Gerald Kortmann präsentierten als Old School „Erinnerungen an das Opferfest – Frisch gegrilltes Lammfleisch mit Zitrone, Kreuzkümmel, Harissa und Senf“. Ihre New-School-Version war „Lamm | Zitrone | Kreuzkümmel | Harissa | Petersilie – Lammrücken mit Kräuterkruste, Lammbauch knusprig gebraten, Lammzungensalat in geschmorter Zwiebel“.
Tetiana Berezhna und Volodymyr Zorin gingen mit „Hausgemachte Vareniki mit Kartoffeln, Pilzen, Röstzwiebeln und Grammeln“ in der Old-School-Variante an den Start und setzten in der New-School-Variante auf „Gefüllte Schweinebauchroulade mit Gerstenrisotto, Karottensalat, Pilzjus und Mini-Vareniki“.
Lukas Baumgartner und Théophile Burger kochten Old School „Poularde | Pilze in Rahm | Kartoffelpüree“ und als New School „Balloutine vom Poulardenhals / Pilzvariation / Sauce Albufeira“.
Bei der Chefs Challenge Night überzeugten Simon Bantle und Marcel Bantle mit „Simons Schlachtschüssel – Schweinebauchsülze | geräucherte Blutwurst | Sauerkraut | Schnittlauch | Biervinaigrette“. Mustafa Mirzaei und Tobias Bullmann traten mit „Gebeizter Vadouvan-Lachs | Yuzu-Karotte | Galia-Melone | Jalapeño-Limetten-Creme | Kräutersalat“ an.
Hintergrund zum Wettbewerb Koch des Jahres
„Koch des Jahres“ gehört den Angaben zufolge zu den bedeutendsten Kulinarikwettbewerben Europas. Über 500 Talente haben bislang an Koch des Jahres teilgenommen, mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden später mit Michelin-Sternen ausgezeichnet. Der Wettbewerb vereint Spitzenküche, spannende Geschichten, Live-Spannung und ein starkes Netzwerk und wird als Format beschrieben, „das Karrieren formt und die Branche inspiriert“.
Als Live-Wettbewerb mit umfassendem Rahmenprogramm ist Koch des Jahres eine Ideenschmiede für neue Konzepte, die die Gastronomie bewegen. Veranstalter ist die Roika Solutions GmbH. Der Wettbewerb richtet sich an Profiköchinnen und -köche sowie Gastronomen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol. Nach einem schriftlichen Vorentscheid treten 16 Teams im Halbfinale gegeneinander an. Eine Fachjury wählt im Live-Wettbewerb vier Finalisten aus. In der Chefs Challenge Night werden zwei weitere Wildcards für das Finale per Publikumsentscheid vergeben. Im Finale kämpfen die sechs Finalisten um den Titel Koch des Jahres, der mit 5.000 Euro dotiert ist und mit hochwertigen Sonderpreisen der Sponsoren Hobart, Frxsh und Churchill verbunden ist.
Koch des Jahres 2025
Wie Daniel Wallenstein Koch des Jahres 2025 wurde, lesen Sie in unserem Beitrag Daniel Wallenstein ist Koch des Jahres 2025!.