Künstliche Intelligenz und Social-Media-Plattformen verändern, wie Gäste nach Hotels suchen und entscheiden. Access Hospitality definiert vor diesem Hintergrund konkrete Ansatzpunkte, wie Hotelbetriebe ihre digitale Sichtbarkeit in KI-Systemen, Online-Reiseportalen und sozialen Netzwerken gezielt verbessern können.
Verändertes Suchverhalten in der Hotelsuche
Monatlich wird der Begriff „Hotels in Berlin“ im DACH-Raum etwa 5.000-mal in der Google-Suche eingegeben. Auf TikTok sind es 47.300 und auf Perplexity 28.100 Suchanfragen zum selben Begriff. KI-basierte Plattformen wie you.com spielen seit 2021 eine wachsende Rolle, gleichzeitig nimmt die Zahl entsprechender Angebote weiter zu. Im Februar 2026 verzeichnete ChatGPT rund 5,19 Milliarden Websitebesuche und gehörte damit zu den fünf meistbesuchten Websites weltweit. Zudem integriert auch Google Künstliche Intelligenz in seine Übersichtsseiten.
Nutzer erwarten zunehmend zusammengefasste Antworten in Textform statt klassischer „Frage-und-Klick“-Abläufe. Prognosen zufolge wird die KI-basierte Suche bis 2028 die klassische organische Suche als wichtigste Quelle für Website-Traffic überholen. Für Hotelbetriebe bedeutet dies, ihre Sichtbarkeit neu zu bewerten und die Präsenz in KI-Suchen zu stärken. Soziale Netzwerke gewinnen ebenfalls an Relevanz: Laut einer Expedia-Studie nutzten 2025 61 Prozent der Befragten Social Media als Inspirationsquelle für Hotels, unter den unter 40-Jährigen waren es 71 Prozent.
Sichtbarkeit von Hotels in KI- und LLM-Suchen
Access Hospitality empfiehlt Hotels, ihre digitalen Informationen so zu strukturieren, dass sie auf KI-Plattformen und in Large Language Models gut auffindbar sind. Zentrale Grundlage sind vollständige und aktuelle Unternehmensprofile bei Google oder Bing, Online-Reisebüros und Buchungsplattformen sowie Tourismus-Websites. Tourismusportale gelten häufig als besonders vertrauenswürdig, sodass viele KI-Systeme deren Daten für Suchanfragen heranziehen. Auch die eigene Website ist von zentraler Bedeutung.
Hotels sollten ihre Stärken klar formulieren und wesentliche Informationen zu Ausstattung, Lage, Umgebung und Freizeitangeboten ergänzen. Der Einsatz strukturierter Daten verbessert die Auffindbarkeit zusätzlich. Alle Angaben sollten plattformübergreifend einheitlich und aktuell sein, da Widersprüche die Sichtbarkeit schwächen können. Präzise Standortdaten wie Geokoordinaten, Check-in- und Check-out-Zeiten sowie Entfernungen zu Sehenswürdigkeiten erleichtern KI-Systemen die Einordnung eines Hauses. Bewertungen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Hotels sollten Gäste gezielt um konkrete Rückmeldungen etwa zu Frühstück, Service oder besonderen Erlebnissen bitten, da solche Details für KI-Systeme oft wertvoller sind als allgemeines Lob. Wer Bewertungen aktiv beantwortet und dabei zentrale Merkmale des Hauses aufgreift, stärkt seine Relevanz.
„Hotels, die sich nur auf traditionelle Suchmaschinen konzentrieren, riskieren, in wichtigen Momenten der Entscheidungsfindung unsichtbar zu werden“, erklärt Nicola Longfield, Chief Commercial Officer, Global Accommodation & Payments bei Access Hospitality. „Wer wettbewerbsfähig bleiben will, muss überall dort präsent sein, wo Reisende nach Inspiration und Empfehlungen suchen. Die Sichtbarkeit in Suchergebnissen bedeutet heute mehr, als nur gefunden zu werden – sie kann Nachfrage aktiv beeinflussen und erschaffen. Erfolgreiche Hotels entwickeln Inhalte, die nicht nur auf Suchanfragen reagieren, sondern auch mitprägen, wie diese gestellt werden“.
Social Media als Treiber der Hotelsichtbarkeit
Für mehr Sichtbarkeit in sozialen Medien rät Access Hospitality zu einer Discovery-fokussierten Content-Strategie, die sich an den Fragen und Interessen der jeweiligen Zielgruppe orientiert. Dazu gehört, zu identifizieren, wonach potenzielle Gäste in sozialen Netzwerken suchen, und Inhalte zu veröffentlichen, die konkrete Antworten und echten Mehrwert liefern. So steigen die Chancen, auch bei allgemeinen Suchanfragen über Non-Branded Keywords sichtbar zu werden, wenn der Hotelname nicht ausdrücklich genannt wird.
Eine suchfreundliche Gestaltung der Inhalte mit passenden Keywords, klaren Bildunterschriften, Alternativtexten, Standortangaben und einer übersichtlichen Profilstruktur unterstützt die Auffindbarkeit und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Inhalte geteilt oder gespeichert werden. Social-Media-Inhalte sollten zudem zur jeweiligen Zielgruppe, zur Plattform und zum Nutzungskontext passen. Persönliche und kulturelle Anknüpfungspunkte schaffen Relevanz und stärken die Bindung. Nur Inhalte, die in diesem Umfeld stimmig sind, können dauerhaft Aufmerksamkeit erzeugen.
KI-gestützte Systeme für mehr Transparenz
KI-gestützte Software kann Hoteliers helfen, bessere Einblicke in ihre digitale Sichtbarkeit zu gewinnen. Access Evo bildet das gesamte digitale Ökosystem eines Hotels ab, einschließlich zentraler Stationen der Guest Journey von der ersten Google-Suche bis zur Nutzung von Treueprogrammen. Bislang getrennte Systeme werden gebündelt, um Informationen besser nutzbar zu machen und Angebote gezielter an potenzielle Gäste auszuspielen. Für Hotelbetriebe stellt dies einen ersten Schritt dar, um ihre Auffindbarkeit in sich wandelnden Suchquellen zu verbessern.
Quelle: Access Hospitality
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