Eckert Catering
Quelle: Eckert Schulen

Eckert Catering reduziert Food Waste um 54 Prozent

Eckert Catering hat in einem mehrmonatigen Projekt seine Lebensmittelverschwendung deutlich reduziert und setzt dabei auf eine Kombination aus Künstlicher Intelligenz und angepassten Abläufen. Zwischen April und Juli 2026 senkte das Unternehmen die Speisereste um 54 Prozent und wurde dafür von der Kompetenzstelle Außer-Haus-Verpflegung im Rahmen der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung ausgezeichnet.

Projekt zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen

Eckert Catering mit Sitz in Regenstauf verfolgt das Ziel, Lebensmittel bewusster einzusetzen, Ressourcen zu schonen und gleichzeitig eine hohe Qualität sicherzustellen. Das Unternehmen sieht in der Vermeidung von Lebensmittelabfällen einen zentralen Hebel, insbesondere in Großküchen und im Catering. Wie groß dieses Potenzial ist, zeigte ein Projekt, bei dem die Lebensmittelverschwendung innerhalb von vier Monaten um mehr als die Hälfte reduziert wurde. Der Erfolg wurde im Rahmen der Nationalen Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung offiziell geprüft.

Andrea Radlbeck, Leiterin Kommunikation der Eckert Schulen, betont die Bedeutung konkreter und messbarer Erfolge im Alltag: „Nachhaltigkeit wird dann besonders wirkungsvoll, wenn sie ganz konkret im Alltag ansetzt und sich ihre Erfolge auch messen lassen.“ Zur erzielten Reduktion der Lebensmittelverschwendung sagt sie weiter: „Die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung um mehr als die Hälfte innerhalb weniger Monate ist ein beeindruckendes Ergebnis. Sie zeigt zugleich, welches Potenzial entsteht, wenn moderne Technologie, Erfahrung und das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusammenspielen.“

Einsatz von Künstlicher Intelligenz zur Analyse von Speiseresten

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die systematische Erfassung der anfallenden Speisereste. Mithilfe Künstlicher Intelligenz lassen sich die Mengen genauer analysieren und Rückschlüsse darauf ziehen, an welchen Stellen Lebensmittelabfälle entstehen. Aus den erhobenen Daten werden konkrete Ansatzpunkte für Veränderungen abgeleitet. Dabei geht es unter anderem um die Fragen, welche Speisen besonders stark nachgefragt werden, wo regelmäßig Überschüsse entstehen und wie sich Einkauf, Mengenplanung und Buffetgestaltung besser am tatsächlichen Bedarf ausrichten lassen.

Operative Anpassungen in Buffet, Planung und Speiseplan

Auf Basis der gewonnenen Daten hat Eckert Catering an mehreren Stellschrauben gleichzeitig angesetzt. So wird etwa der Verbrauch am Salatbuffet laufend erfasst, um die Kalkulation entsprechend anzupassen. Ziel dieser Maßnahme ist es, Überproduktion möglichst bereits im Vorfeld zu vermeiden.

Auch der Speiseplan für das Abendessen wurde flexibler gestaltet. Dadurch lässt sich der Buffetaufbau besser an den tatsächlichen Bedarf anpassen. Entstehen dennoch Überschüsse, werden diese, wo sinnvoll und möglich, weiterverarbeitet. Dies reduziert nicht nur Lebensmittelabfälle, sondern erweitert zugleich die Auswahl beim Abendessen.

Quelle: Eckert Schulen

Bild von Lukas Steiglechner

Lukas Steiglechner

Mit seiner langjährigen Erfahrung als Fachjournalist berichtet Lukas Steiglechner aus der Zentralredaktion in München über aktuelle Entwicklungen in Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Dabei legt er Wert auf klare Einordnung, relevante Entwicklungen und praxisnahe Perspektiven für das professionelle Gastgewerbe.

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