Das Forschungsprojekt KiSMo untersucht bundesweit die Qualität und Akzeptanz der Kita- und Schulverpflegung. Rund sechs Millionen Kinder und Jugendliche essen täglich in Kitas oder Schulen. Die Ergebnisse sollen im 16. Ernährungsbericht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung veröffentlicht werden. Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat fördert das Projekt.
Befragungen erfassen Akzeptanz und Rahmenbedingungen
Für KiSMo werden Kinder und Jugendliche, Eltern, Leitungen von Kitas und Schulen, Träger sowie Verantwortliche für die Verpflegung befragt. Im Mittelpunkt steht die Akzeptanz der Verpflegungsangebote bei den beteiligten Zielgruppen.
Darüber hinaus erfasst die Studie die Rahmenbedingungen der Kita- und Schulverpflegung. Dazu gehören organisatorische und finanzielle Voraussetzungen in den Einrichtungen sowie die Ernährungsangebote in deren Umkreis.
Speisepläne und Rezepturen im Vergleich mit DGE-Standards
In einer ausgewählten Stichprobe von Kitas und Schulen analysiert das Forschungsteam Speisepläne und Rezepturen. Damit soll ermittelt werden, in welchem Umfang die DGE-Qualitätsstandards in der Kita- und Schulverpflegung umgesetzt werden.
Die Auswertung berücksichtigt neben dem Nährstoffgehalt auch Nachhaltigkeitsaspekte. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Frage, wie die angebotenen Mahlzeiten von Kindern und Jugendlichen angenommen werden.
KI-gestützte Verfahren und langfristiges Monitoring
Das Forschungsteam setzt KI-gestützte Verfahren ein, um öffentlich verfügbare Daten und standardisierte Auswertungen zu nutzen. Parallel entsteht ein wiederholbares Monitoring-Konzept für die Kita- und Schulverpflegung.
Die geplante Monitoring-Struktur soll langfristig eine methodisch konsistente, bundesweit vergleichbare Erhebung und Auswertung der Verpflegungssituation in Kitas und Schulen ermöglichen.
KiSMo als Teil des Ernährungsberichts
Die Hochschule Osnabrück führt KiSMo gemeinsam mit den Universitäten Konstanz und Göttingen durch. Die Ergebnisse sollen Politik, Träger und Einrichtungen bei der Weiterentwicklung der Gemeinschaftsverpflegung unterstützen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung erstellt den Ernährungsbericht regelmäßig im Auftrag des Bundesministeriums. Er bildet die Ernährungssituation und deren Entwicklung in Deutschland ab, bewertet sie und berichtet über aktuelle Forschungsergebnisse.
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung
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