Mit den ersten warmen Tagen rückt die Saison der Außengastronomie näher – und damit die Frage, wie Gäste draußen am liebsten bezahlen. Eine aktuelle, repräsentative Girocard-Studie unter 1.130 Befragten zeigt: Rund acht von zehn Personen (79 Prozent) planen im Sommer den Besuch eines saisonalen Gastronomiebetriebs wie Ausflugslokal, Biergarten oder Eiscafé. Die Möglichkeit zur Kartenzahlung bewerten 77 Prozent grundsätzlich positiv.
Kartenzahlung steigert Spontankäufe
Die Girocard-Studie bestätigt, dass Kartenzahlung den Umsatz in der Außengastronomie positiv beeinflussen kann. Etwa zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) geben an, dass sie wegen bargeldloser Zahlung eher spontan noch etwas zu essen oder ein weiteres Getränk bestellen. Rund jeder Vierte (27 Prozent) entscheidet sich kurzfristig für den Besuch eines Biergartens oder Eiscafés – hat dann aber nicht immer ausreichend Bargeld dabei. Kartenzahlung schafft in diesen Situationen die nötige Flexibilität.

Besonders deutlich fällt das Ergebnis bei jüngeren Gästen aus: 62 Prozent der 16- bis 29-Jährigen haben ein Ausflugslokal bereits mindestens einmal nicht besucht, weil dort keine Kartenzahlung möglich war. Die Studie leitet daraus ein klares Signal für Gastronomiebetriebe ab: Wer bargeldloses Bezahlen anbietet, spricht insbesondere die jüngere Zielgruppe an und kann zusätzliche Bestellungen fördern.
Trinkgeld bei Kartenzahlung: Bereitschaft hoch, Transparenz gefragt
Die Befragung zeigt eine ausgeprägte Trinkgeldkultur in der Außengastronomie. Die Mehrheit der Gäste (62 Prozent) gibt laut Studie fünf bis zehn Prozent Trinkgeld. Auch beim Bezahlen mit Karte ist die Bereitschaft grundsätzlich vorhanden: 40 Prozent der Befragten erklären, dass sie auch bei Kartenzahlung ein Extra für den Service geben. Dennoch legen 58 Prozent der Kartenzahlenden ihr Trinkgeld lieber separat in bar auf den Tisch.
Hintergrund sind vor allem Zweifel an der Weitergabe des Trinkgelds: Fast zwei Drittel (63 Prozent) befürchten, dass das per Karte gegebene Trinkgeld nicht vollständig beim Servicepersonal ankommt. Laut Studie lassen sich diese Unsicherheiten durch transparente Hinweise reduzieren, etwa durch einen Aufsteller am Tisch oder eine Information durch die Servicekraft beim Bezahlen. So wüssten Gäste, dass die in Form von Trinkgeld gezeigte Wertschätzung verlässlich weitergegeben wird.
Bevorzugte bargeldlose Zahlungsmittel
Im direkten Vergleich von Bar- und Kartenzahlung liegen beide Zahlungsarten in der Außengastronomie nahezu gleichauf. 47 Prozent der Befragten bevorzugen Bargeld, 44 Prozent Kartenzahlung. Unter den Kartenzahlverfahren nimmt die Girocard jedoch eine Spitzenposition ein: 36 Prozent wählen sie als ihre liebste bargeldlose Bezahloption.
Auch für Gastronomiebetriebe stellt die Girocard laut den vorgelegten Informationen ein wirtschaftlich interessantes Verfahren dar. Unter Bezug auf eine Bundesbank-Studie wird die Girocard, am Umsatz gemessen, als das günstigste Bezahlverfahren beschrieben – sogar vor dem Bargeld. Die Girocard ist die Debitkarte der deutschen Banken und Sparkassen und mit rund 100 Millionen Karten das meistgenutzte Zahlungssystem in Deutschland. Sie ermöglicht kontaktlose, mobile oder klassische Zahlungen mit PIN und soll einen sicheren, einfachen und schnellen Bezahlvorgang gewährleisten.
Quelle: Girocard