Der Hotelverband Deutschland (IHA) hat die 25. Ausgabe seines Branchenreports „Hotelmarkt Deutschland 2026“ vorgelegt. Das Standardwerk analysiert die konjunkturelle Entwicklung, die zentralen Kennziffern und die strukturellen Herausforderungen der Hotellerie für das Geschäftsjahr 2025 und gilt als aktueller Indikator für das Branchengeschehen auf dem deutschen Hotelmarkt.
Entwicklung von Auslastung, Zimmerpreisen und Übernachtungen
Laut dem Report „Hotelmarkt Deutschland 2026“ hat sich die deutsche Hotellerie im Jahr 2025 weiter von den Pandemiejahren erholt, ohne das Vorkrisenniveau vollständig zu erreichen. Die durchschnittliche Zimmerauslastung stieg im Vergleich zu 2024 um 0,9 Prozentpunkte auf 68,1 Prozent. Gleichzeitig ging der Netto-Zimmerpreis um 2,8 Prozent auf 109 Euro zurück, wodurch der RevPAR auf 74 Euro sank. Der Hotelmarkt in Deutschland erlebte damit im Jahr 2025 eine Phase der preisgetriebenen Konsolidierung nach den Post-Corona-Aufholjahren. Das Beherbergungsgewerbe verzeichnete mit 497,4 Millionen Übernachtungen einen neuen Höchstwert.
Kostenstruktur, Margendruck und Insolvenzen
Parallel zur positiven Entwicklung bei Auslastung und Übernachtungszahlen stiegen die Unternehmensinsolvenzen im klassischen Beherbergungsgewerbe um 40,1 Prozent und übertrafen damit deutlich das Vorkrisenniveau. Während die Betriebe operativ liefern, drücken hohe Kosten in nahezu allen Bereichen, Bürokratie und indexierte Mietverträge die Margen. Im europäischen Vergleich zählt Deutschland laut Branchenreport zu den Hotelmärkten mit der höchsten Kostenstruktur bei gleichzeitig moderaten Zimmerpreisen. Der Margendruck wird als strukturelles und nicht als konjunkturelles Phänomen beschrieben.
Regulatorische Rahmenbedingungen und Wettbewerbsumfeld
Der Hotelverband Deutschland verweist auf die Bedeutung wettbewerbsfähiger steuerlicher Rahmenbedingungen, den Abbau von Bürokratie, verlässliche Energiepreise sowie praxistaugliche Regeln zur Fachkräftesicherung und für den Einsatz von KI-Anwendungen. IHA-Vorsitzender Otto Lindner erklärt: „Wer die Hotellerie als Zukunftsbranche will, muss ihr die Möglichkeit geben, Zukunft aus eigener Kraft zu gestalten.“ Zudem wird die dauerhafte Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie auf sieben Prozent zum 1. Januar 2026 als „großer Erfolg hartnäckiger Interessenvertretung und ein überfälliger Schritt zu fairem Wettbewerb“ bezeichnet.
Unterstützer des Branchenreports
Der Branchenreport „Hotelmarkt Deutschland 2026“ umfasst rund 340 Seiten. Er verbindet amtliche Statistik, Branchenbenchmarks, exklusive Praxisanalysen und Einordnungen zu Regulierung, Nachhaltigkeit mit Bezug auf CSRD, Omnibus I und PPWR, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Laut Hotelverband ist der Report damit das Standardwerk für strategische Entscheidungen in der Hotellerie.
Bei der Erstellung des Reports wurde der Hotelverband von externen Branchenkennern unterstützt, darunter Christie & Co., Progros, die MKG-Group, Hotour Hotel Consulting, Hotel Affairs Consulting, Apartmentservice, Select Hotel Advisory Services, Treugast Solutions Group, der Informationsdienstleister Tophotelprojects sowie Michael Altewischer, Wilfried Dreckmann und Prof. Dr. Dr. Jörg Soller.
Quelle: Hotelverband Deutschland