Svea Marie Kropp, Auszubildende im The Fontenay in Hamburg, hat den Rudolf Achenbach Preis 2026 gewonnen. Die 24-Jährige setzte sich im Finale des renommierten Nachwuchswettbewerbs in der Frankfurter Naxoshalle gegen fünf weitere Teilnehmende durch und überzeugte die Jury mit Kreativität, handwerklichem Können und Nervenstärke.
Rudolf Achenbach Preis 2026 in Frankfurt
Im Finale des Rudolf Achenbach Preises 2026 präsentierten fünf Finalistinnen und ein Finalist in der Frankfurter Naxoshalle ihr Können. Der traditionsreiche Wettbewerb für Köchinnen und Köche in der Ausbildung wird gemeinsam mit dem Verband der Köche Deutschlands e. V. (VKD) durchgeführt und fand erneut in der besonderen Atmosphäre der ehemaligen Industriehalle statt. Die Location mit urbanem Charme und herausfordernden Wettbewerbsbedingungen hatte bereits im Vorjahr großen Anklang bei Teilnehmern, Gästen und Jury gefunden.
Svea Marie Kropp aus dem The Fontenay in Hamburg gewann den Wettbewerb. Den zweiten Platz belegte Leonie Maier vom 1950 Bio-Fine-Dining-Restaurant in Hayingen, den dritten Platz erreichte Shakhrizoda Bakhodirova vom Landhotel Voshövel in Schermbeck. Kropp und Maier befinden sich im dritten Jahr ihrer Ausbildung, Bakhodirova im zweiten Lehrjahr.
Ablauf und Anforderungen des Finales
Die sechs Nachwuchstalente hatten sich zuvor in Halbfinals in Düsseldorf, Fulda und Osnabrück mit kreativen Drei-Gang-Menüs für das Finale qualifiziert. Am ersten Finaltag wurde ihr theoretisches Wissen mit Fachfragen und anspruchsvoller Warenerkennung geprüft. Am zweiten Tag folgte das finale Wettkochen: Unter den Augen einer Fachjury bereiteten die Teilnehmer innerhalb von sechs Stunden ein Drei-Gang-Menü sowie Fingerfood zu. Gekocht wurde auf engstem Raum in Foodtrucks. Eine besondere Herausforderung war der Warenkorb, der erst unmittelbar vor dem Finalkochen bekannt gegeben wurde.
Bei aller Konkurrenz überzeugten die Teilnehmer durch Können und professionelles Auftreten. In der Ansprache zur Siegerehrung wurde betont: „Mut, Talent und Neugier hängen nicht vom Ausbildungsjahr ab. Entscheidend sind Motivation, Ehrgeiz und der Wille, etwas zu gestalten“, hieß es in der Ansprache von Katrin Achenbach zur Siegerehrung – ganz im Sinne des Wettbewerbsmottos „Fördern und Fordern“ von Rudolf Achenbach.
Entwicklung des Wettbewerbs und Teilnehmerstruktur
„Wer unseren Wettbewerb über die Jahre verfolgt hat, wird festgestellt haben: Er ist moderner, digitaler und jünger geworden – und auch deutlich weiblicher“, betonte Katrin Achenbach, Enkelin des Firmengründers und Wettbewerbsinitiators Rudolf Achenbach, bei der Siegerehrung. Auch das VKD-Präsidium mit Joachim Elflein und Thorben Grübnau hob die Bedeutung des Wettbewerbs hervor: „Viele ehemalige Teilnehmende haben beeindruckende Wege eingeschlagen – und vielleicht haben wir heute schon die nächsten großen Persönlichkeiten unserer Branche kennengelernt. Darauf sind wir als Verband besonders stolz.“
Seit 2025 dürfen Auszubildende des zweiten und dritten Ausbildungsjahres teilnehmen. Rund ein Drittel aller Teilnehmer der Halbfinals 2026 befand sich im zweiten Ausbildungsjahr, eine Teilnehmerin erreichte sogar das Finale. Bereits in den Halbfinals lag die Verteilung zwischen männlichen und weiblichen Teilnehmenden bei etwa 50:50.
Preise, Auszeichnungen und Förderungen
Alle Finalteilnehmer erhielten gestaffelte Geld- und Sachpreise, die von Partnern der Gastronomiebranche zur Verfügung gestellt wurden. Transgourmet Deutschland engagierte sich unter anderem mit der Auslobung des mit 500 Euro dotierten „Better Use Award“, der an die Zweitplatzierte Leonie Maier für besonders nachhaltiges Arbeiten verliehen wurde.
Die drei Bestplatzierten erhielten darüber hinaus Förderpreise der Deutschen Hotelakademie für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen. Der Hauptpreis umfasst einen Gutschein im Wert von 4.000 Euro, die Zweit- und Drittplatzierten erhielten Gutscheine im Wert von jeweils 2.000 Euro.
Finalmenü von Svea Marie Kropp
Das Finalmenü 2026 von Svea Marie Kropp umfasste als Vorspeise Choux au Craquelin mit Saiblingstatar und Granatapfelcreme. Es folgte Sanddorn-Parmesan-Creme Brûlée mit gepickeltem Kohlrabi, Gurkensalat und Essigkaviar. Als Hauptgang wurde Sous-vide gegarter Lammrücken mit Paprikaschaum, geröstetem Lauch, Selleriechutney, Sellerietortellini, Erbsenpüree und Kartoffelring serviert. Den Abschluss bildete Matcha-Panova mit Rhabarberkompott und Sud, weißes Schokoladen Espuma, Himbeer-Joghurteis.
Neben der Siegerin Svea Marie Kropp vom The Fontenay in Hamburg (3. Lehrjahr), der Zweitplatzierten Leonie Maier vom 1950 Bio-Fine-Dining-Restaurant in Hayingen (3. Lehrjahr) und der Drittplatzierten Shakhrizoda Bakhodirova vom Landhotel Voshövel in Schermbeck (2. Lehrjahr) gehörten zu den Finalteilnehmern Dennis Weinert von der Traube Tonbach in Baiersbronn (3. Lehrjahr), Isabelle Hatesuer vom Gasthaus Müller in Barsinghausen/Göxe (3. Lehrjahr) und Maike Hohndorf vom Dorint Hotel Frankfurt/Oberursel (3. Lehrjahr).

Jury des Rudolf Achenbach Preis 2026
Die Jury 2026 setzte sich zusammen aus Anne Brandes vom Restaurant Cornelia Poletto in Hamburg, Alexander Oos, Inhaber des Wein- und Tafelhauses in Trittenheim an der Mosel, Hans-Peter Achenbach aus der Geschäftsleitung der Achenbach Delikatessen Manufaktur in Sulzbach, Lisa Angermann, Inhaberin des Restaurants Frieda in Leipzig, Max Herzog, Senior Executive Chef Culinary Excellence Gate Gourmet Deutschland, sowie Bernhard Kampmann, Geschäftsführer Schlichte Hof und Kampmann Catering & Event in Bielefeld.
Quelle: Verband der Köche Deutschlands