Das Studierendenwerk Frankfurt am Main hat im Rahmen der bundesweiten Initiative „Rettet die Knolle“ insgesamt vier Tonnen Kartoffeln an Studierende verteilt und damit den Fokus auf Nachhaltigkeit, Lebensmittelwertschätzung und die soziale Lage von Studierenden gerichtet.
Verteilaktion in allen Mensen und Cafeterien
Bereits zwei Tage vor dem internationalen Tag der Kartoffel stand im Studierendenwerk Frankfurt am Main alles im Zeichen der Kartoffel. In allen Mensen wurden Säckchen mit jeweils einem Kilogramm Kartoffeln kostenlos an Studierende ausgegeben. Insgesamt verteilte das Studierendenwerk 4.000 Kilogramm Kartoffeln an 14 Mensen und Cafeterien. In der Mensa Casino auf dem Campus Westend der Goethe-Universität, der größten Mensa des Studierendenwerks, beteiligte sich Staatssekretär Daniel Köfer an der Ausgabe und nutzte die Gelegenheit zum Gespräch mit den Studierenden.
Fokus auf regionale Vermarktung
Die Aktion erhält prominente Unterstützung durch Staatssekretär Daniel Köfer, der den Hessischen Landwirtschafts- und Umweltminister Ingmar Jung vertrat. Jung ist Schirmherr der bundesweiten Initiative der Studierendenwerke „Rettet die Knolle“, in deren Rahmen die Verteilung stattfand.
„Regionale Kartoffeln sind ein großartiges Erzeugnis aus unserer Landwirtschaft. Die Initiative ‚Rettet die Knolle‘ macht den Wert heimischer Lebensmittel und der Arbeit, die unsere Bäuerinnen und Bauern hierfür leisten, deutlich. Mit der Verteilaktion wird zudem auch ein wichtiges Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung gesetzt“, sagt Daniel Köfer. Er unterstreicht zudem die Bedeutung der regionalen Vermarktung für die Landesregierung und verweist auf die neue Förderung „Hessen schmecken“, die das Landwirtschaftsministerium vor einer Woche vorgestellt hat. „Wir unterstützen damit innovative Ideen und Konzepte für die hessische Land- und Ernährungswirtschaft. Wir setzen auf regionale Qualität, Verarbeitung und Vermarktung“, so Staatssekretär Köfer.
Regionale Kartoffeln für die studentische Küche
Die vier Tonnen Kartoffeln stammen direkt vom Schelmenhäuser Hofgut aus Frankfurt Bergen-Enkheim. Es handelt sich um eine vorwiegend festkochende Sorte, die laut Studierendenwerk vielseitig einsetzbar und ideal für eine schnelle, preiswerte studentische Küche ist. Damit der Verarbeitung nichts im Weg steht, erhielten die Studierenden zusätzlich zu den Kartoffeln Sparschäler. Als kulinarische Inspiration stand in allen Mensen und Cafeterien des Studierendenwerks außerdem das vegane Aktionsgericht „Ofenkartoffel mit Hafercreme und Spargel-Tomatenragout“ auf dem Speiseplan.
Soziale Dimension
Ulrich Schielein, Verwaltungsratsvorsitzender des Studierendenwerks, hebt den sozialen Aspekt hervor: „Für viele Studierende entscheidet das Budget, was auf den Teller kommt. Kartoffeln zeigen, dass gutes Essen nicht teuer sein muss. Sie sind preiswert, nährstoffreich und vielseitig ohne Abstriche bei Qualität oder Geschmack und es lassen sich viele leckere Gerichte damit zubereiten. Regional angebaute und lokal verarbeitete Kartoffeln sind außerdem nachhaltig.“
Bundesweite Initiative „Rettet die Knolle“
An der Initiative „Rettet die Knolle“ beteiligen sich bundesweit insgesamt 36 Studierendenwerke. Rund um den Aktionstag setzen sie unterschiedliche Formate um, von Verteilaktionen bis hin zu Aktionsgerichten in den Mensen. Hintergrund ist ein strukturelles Problem: Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr Kartoffeln als in den letzten 25 Jahren zuvor geerntet. Ein Teil dieser Menge ist trotz einwandfreier Qualität bislang unvermarktet und läuft Gefahr, in Biogasanlagen zu landen.
„Dass regional produzierte Lebensmittel aufgrund unerwarteter Rekordmengen nicht verzehrt werden, ist ein Missstand, den wir mit der Initiative ‚Rettet die Knolle‘ sichtbar machen und abfedern wollen“, sagt Konrad Zündorf, Geschäftsführer des Studierendenwerks Frankfurt am Main. „Wir bringen die Kartoffeln zu den Studierenden sowohl in unseren Mensen als auch heute ganz direkt mit der Verteilung. Damit steigern wir den Verbrauch und machen Studierenden bewusst, dass in diesem Jahr Kartoffeln auf der Rangliste auf die Eins gehören.“
Quelle: Studierendenwerk Frankfurt am Main
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