Subway will sein Restaurant- und Markenerlebnis in Europa, dem Nahen Osten und Afrika neu ausrichten. Vom 1. Januar 2027 an sollen alle neu eröffneten und modernisierten Restaurants in der EMEA-Region nach dem Konzept „Blueprint“ gestaltet werden. Es bildet einen zentralen Bestandteil einer mehrjährigen Geschäftsstrategie für die Region.
Das Konzept betrifft nicht nur die Gestaltung der Restaurants. Es umfasst auch die Bestellprozesse, zusätzliche Angebote für unterschiedliche Tageszeiten und einen einheitlichen Markenauftritt. Subway überträgt damit das Prinzip der individuellen Zusammenstellung, das bislang vor allem die Speisen prägt, auf weitere Bereiche des Restaurantbesuchs.
Was ist das Blueprint-Konzept von Subway?
Blueprint gliedert sich in drei wesentliche Bereiche: das Restaurant, zusätzliche Besuchsanlässe sowie die Positionierung der Marke. Die Entwicklung basiert auf Rückmeldungen von Gästen und Franchisepartnern. Ziel ist es, die Standorte sowohl funktional als auch gestalterisch an veränderte Bestell- und Konsumgewohnheiten anzupassen.
Die Restaurants sollen moderner, wärmer und stärker digital vernetzt werden. Zugleich plant das Unternehmen zusätzliche Angebote für den Morgen, für den schnellen Außer-Haus-Verzehr und für den Abend. Unter dem Namen „Get Your Own Way“ führt das Unternehmen darüber hinaus eine gemeinsame Markenplattform für die EMEA-Region ein.
Tracy Gehlan, President Subway EMEA, begründet die Neuausrichtung mit dem Wunsch der Gäste nach mehr Flexibilität. Diese betreffe sowohl die Zusammenstellung der Mahlzeiten als auch die Bestellart und den Zeitpunkt des Restaurantbesuchs. Für die Franchisepartner verbindet das Unternehmen den Umbau mit der Erwartung einer verbesserten Wirtschaftlichkeit und einer langfristigen Stärkung der Marke.
Neue Gestaltung und klarere Abläufe
Die nach Blueprint gestalteten Restaurants sollen übersichtlicher aufgebaut sein und Informationen klarer vermitteln. Die geplanten Grundrisse sollen Gästen die Orientierung erleichtern und zugleich die Arbeitsabläufe der als „Sandwich Artists“ bezeichneten Beschäftigten unterstützen. Dadurch sollen diese mehr Aufmerksamkeit auf die Zubereitung und den direkten Kontakt mit den Gästen richten können.
Die Präsentation von Zutaten bleibt ein zentraler Bestandteil des Konzepts. Salatzutaten, Saucen und frisch gebackenes Brot sollen im Mittelpunkt des Gastraums und des Bestellvorgangs stehen. Subway will damit die Auswahlmöglichkeiten und die Zubereitung stärker sichtbar machen.
Für die Bestellung sind mehrere gleichberechtigte Wege vorgesehen. Am klassischen Bedienungstresen können Gäste ihre Speisen weiterhin gemeinsam mit einem Mitarbeiter Schritt für Schritt zusammenstellen. Ergänzend sollen Selbstbedienungsterminals das vollständige Menü darstellen und eine individuelle Konfiguration im eigenen Tempo ermöglichen.
Weitere Bestellmöglichkeiten bietet Subway über die eigene App und Lieferdienste. Damit sollen Bestellungen von zu Hause, vom Arbeitsplatz oder unterwegs erleichtert werden. Im Restaurant zeigt künftig ein Bildschirm an, sobald eine Bestellung fertiggestellt ist. Eine deutlich gekennzeichnete Abholzone soll die Übergabe beschleunigen und die verschiedenen Bestellströme besser organisieren.
Auch Zusatzverkäufe werden in die Gestaltung einbezogen. Cookies und Kaffee sollen im Abholbereich griffbereit platziert werden, sodass Gäste sie kurzfristig zu ihrer Bestellung hinzufügen können.
Frühstück und Kaffee für den Vormittag
Mit Blueprint will Subway seine Restaurants stärker für unterschiedliche Tageszeiten positionieren. Für den Morgen ist ein neues Frühstückssortiment vorgesehen. Hinzu kommt ein Kaffeeangebot auf Basis von Arabica-Bohnen, das ebenfalls individuelle Auswahlmöglichkeiten bieten soll.
Neben den Speisen und Getränken soll sich auch die Atmosphäre im Tagesverlauf verändern. Am Morgen ist beispielsweise eine eigene Musikauswahl vorgesehen. Das Unternehmen versteht diese Anpassungen als Teil eines Gesamtkonzepts, bei dem sich Menü, Stimmung und Service an der jeweiligen Tageszeit orientieren.
Grab & Go für stark frequentierte Standorte
Für Standorte mit hohem Zeitdruck und großer Kundenfrequenz entwickelt Subway ein neues Grab-&-Go-Angebot. Vorgesehen ist es insbesondere für Verkehrsknotenpunkte und vergleichbare Lagen. Dort sollen im Restaurant frisch zubereitete Speisen ohne zusätzlichen Bestell- und Zubereitungsvorgang direkt mitgenommen werden können.
Das Grab-&-Go-Modell erhält ein eigenes Sortiment. Welche Produkte angeboten werden und an welchen Standorten das Konzept eingeführt wird, soll sich nach dem jeweiligen Standort und der lokalen Nachfrage richten.
Subway After Dark wird in den Niederlanden erprobt
Ein weiterer Bestandteil von Blueprint ist das Abendkonzept „Subway After Dark“, das zunächst in den Niederlanden getestet wird. Ab 18 Uhr verändern die teilnehmenden Restaurants ihre Beleuchtung, Musik, Präsentation und Speisekarte. Die Beleuchtung wird wärmer, eine eigene Abend-Playlist beginnt und die Beschäftigten wechseln zu einer für das Konzept vorgesehenen Arbeitskleidung.
Gleichzeitig zeigen die digitalen Menütafeln ein verändertes, stärker auf den Abend ausgerichtetes Angebot. Zu den im Rahmen des Pilotprojekts genannten Produkten gehören Mac ’n’ Cheese, Pizzen im Footlong-Format und belegte beziehungsweise garnierte Waffelpommes. Die Gerichte werden auf Bestellung zubereitet und können individuell angepasst werden. Ergänzt wird das Sortiment durch Getränke und Desserts.
Subway After Dark soll damit einen eigenständigen Besuchsanlass schaffen, der über das bisherige Kerngeschäft hinausgeht. Ob und in welchem Umfang das Abendkonzept auf weitere Märkte übertragen wird, hängt nach Unternehmensangaben von Standort und lokaler Nachfrage ab.
Einheitliche Markenplattform für die EMEA-Region
Parallel zur Restaurantgestaltung führt Subway unter dem Namen „Get Your Own Way“ eine neue langfristige Markenplattform in der EMEA-Region ein. Sie greift die individuelle Zusammenstellung der Speisen auf und soll die unterschiedlichen Vorlieben und Entscheidungen der Gäste in den Mittelpunkt stellen.
Die Kampagne basiert auf realen Gästen und den von ihnen zusammengestellten Mahlzeiten. Sie soll über verschiedene Kontaktpunkte hinweg eingesetzt werden, darunter klassische Werbung, Inhalte in sozialen Medien, Verpackungen, die Subway-App und die Gestaltung der Restaurants.
Damit soll der Markenauftritt in den verschiedenen EMEA-Märkten vereinheitlicht werden. Die konkrete Produkt- und Standortentwicklung bleibt zugleich von den Anforderungen der jeweiligen lokalen Märkte abhängig.
Erste Blueprint-Standorte bereits eröffnet
Die ersten nach dem neuen Konzept gestalteten Restaurants wurden im Sommer 2026 in den Niederlanden und im Vereinigten Königreich eröffnet. Die Kampagne „Get Your Own Way“ ist nach Angaben von Subway bereits in der gesamten EMEA-Region angelaufen.
Ab Anfang 2027 wird Blueprint zum verbindlichen Standard für neue Restaurants und für Standorte, die umfassend modernisiert werden. Die zusätzlichen Formate wie Subway After Dark und Grab & Go sollen dagegen nicht automatisch in jedem Betrieb eingeführt werden. Ihre Umsetzung richtet sich nach Lage, Gästestruktur und lokaler Nachfrage.
Expansion über Franchisepartner geplant
Subway verbindet die Einführung von Blueprint mit seinen Expansionsplänen für die Region. Nach einem Jahr mit nach Unternehmensangaben positiver Umsatzentwicklung und einem Wachstum des Restaurantnetzes will die Kette ihre Präsenz weiter ausbauen.
Innerhalb der kommenden fünf Jahre strebt das Unternehmen an, die Zahl seiner Standorte in der betrachteten Region annähernd zu verdoppeln. In diese Expansionsangabe bezieht Subway neben Europa, dem Nahen Osten und Afrika auch Indien, Pakistan und Sri Lanka ein. Für das Wachstum setzt das Unternehmen auf die Zusammenarbeit mit Betreibern und Franchisepartnern.
Quelle: Subway
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