Die Redaktion nimmt ihr Jubiläum zum Anlass, um mithilfe dreier Experten einen Blick in die Zukunft der Hotellerie zu werfen.
Quelle: Pch.vector/Colourbox.de

Das bringt die Zukunft: Teil 5

Ein Geburtstag ist alljährlich eine passende Gelegenheit, um ein Resümee über Vergangenes zu ziehen – aber auch, um sich Gedanken über die Zukunft zu machen. Daher nahm die first class-Redaktion ihr 40-jähriges Jubiläum zum Anlass, um einen Blick in die Zukunft der Hotellerie zu werfen und bat die drei Experten Andrew Fordyce, Pierre Nierhaus und Sven Gabor Janszky, ihre Prognosen abzugeben.

In einer wöchentlichen, jeweils am Donnerstag erscheinenden Serie beantworten die Fachleute je eine Frage, die sich auf künftige Entwicklungen in der Hotelbranche bezieht.

Im fünften Teil unserer Serie gehen die beiden Experten Pierre Nierhaus und Andrew Fordyce auf Zukunftsmärkte in der Hotellerie ein.

Herr Nierhaus, Herr Fordyce: Welche Zukunftsmärkte werden in der Hotelbranche entstehen?

Pierre Nierhaus: Der lokale Hotelmarkt boomt in fast allen Ländern. Das wird so bleiben. Wir werden mehr Ressorts und Luxushotels im Leisure Bereich bekommen. Klare Kategorien wie Hotel, RBNB, Longstay, Studenthotel etc. verschwimmen, dafür werden neue Märkte wie Gesundheitstourismus oder Longstay für Alte entstehen: Die Babyboomer-Generation ist heute über 60 Jahre alt und wird in die Freizeit entlassen – fit, gebildet und oft gut situiert. Sie reisen und werden auch gerne von Älteren bedient. Andere Ältere kehren zur Arbeit zurück, aus Langeweile – oder weil sie eben nicht gut situiert sind. Das ist eine Win-Win-Situation für den Markt.

Daneben dienen Kongresse mehr dem Kontakt als der Informationsvermittlung und Seminare boomen mit Menschenthemen wie Resilienz, Führung, Kreativität, Gesundheit oder Teambuilding. Seminare mit Fact & Figures verschwinden dagegen in den Online-Bereich.

Andrew Fordyce: Es geht mehr denn je um stimmige Konzepte, die eine Message in sich tragen. Dabei sind Nachhaltigkeit und Gesundheit große Themen, die aber langsam schon in die Selbstverständlichkeit rutschen. Hier gilt es, den speziellen Aufhänger zu finden, um sich von Marktbegleitern abzusetzen.

Damit sind wir bei dem altbekannten Thema des Storytellings. Was könnte das sein? Etwa beim Thema „Gesundheit = Achtsamkeit“: kleine Gimicks, die signalisieren „We care that you care“. Beispielsweise können Hotelbetreiber in jedem Badezimmer eine kleine Bewegungsanleitung mit Übungen während des Zähneputzens vorm Spiegel anbringen, oder ein Hinweisschild, auf dem „Lust auf ein kurzes Workout?“ steht, bei den Treppen am Aufzug. Rund ums Einschlafen kann man sich auch jede Menge einfallen lassen. Das gibt sehr viel Raum für Individualität und Kreativität. Ich kann mir auch vorstellen, dass Hotels Retail-Elemente integrieren wie (24hours-)Shops oder Automaten anbieten, die kleinere Bedürfnisse des alltäglichen Lebens decken.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

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Weitere Zukunftsaussichten

Wen weitere Prognosen der drei Fachkundigen zu den Aussichten der Branche interessieren, der findet die aufschlussreichen Vorhersagen im Beitrag in der Jubiläumsausgabe der first class, Ausgabe 12/2022, oder in weiteren Episoden unserer sechsteiligen Online-Serie.

Zu den Beiträgen:
Teil 1: Künftige Schwerpunkte
Teil 2: Gäste-Bedürfnisse
Teil 3: Trendfelder in der Hotellerie
Teil 4: Umbrüche in der Branche
Teil 5: Zukunftsmärkte
Teil 6: Ratschläge an Hoteliers

Quelle: B&L MedienGesellschaft

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