Die Jahresbilanz der Dussmann Group 2022 bescherte einen Umsatz auf Rekordniveau.
Quelle: Dussmann Group

Umsatz bei Dussmann erreicht Rekordniveau

Kann es ein schöneres Geschenk zum 60. Geburtstag geben, als auf ein Rekordjahr zurückzublicken? Mit diesen Worten eröffnete Wolf-Dieter Adlhoch, Vorstandsvorsitzender der Dussmann Group, den Blick auf den Umsatz des Dienstleistungsunternehmens im Jahr 2022.

Die Jahresbilanz der Dussmann Group 2022 bescherte einen Umsatz auf Rekordniveau.
Catherine von Fürstenberg-Dussmann und Wolf-Dieter Adlhoch präsentierten stolz die Rekordzahlen von Dussmann in 2022. (Quelle: Dussmann Group)

Catherine von Fürstenberg-Dussmann, Vorsitzende des Stiftungsrats, ergänzte das Geheimnis des Erfolges: „Wir bei Dussmann kommen vorwärts, denn wir haben ein gemeinsames Ziel. Wir sehen die Zukunft nicht als erschreckend, sondern als aufregend und wir versuchen gemeinsam positive Antworten auf die heutigen Problemstellungen zu entwickeln.“

Dem schob sie noch ein bisschen Werbung für Dussmann als Arbeitgeber hinterher: „60 Jahre Erfolgsgeschichte haben gezeigt, dass man Dussmann vertrauen kann. Kommen Sie zu uns, wir bieten stabile Arbeitsplätze und man kann bei uns Karriere machen, man kann sogar in eine andere Branche wechseln, falls man sich weiterentwickeln möchte.“

Auch diese Strategie scheint aufzugehen: Die Zahl der weltweit tätigen Mitarbeiter der Dussmann Group stieg zum Jahresende 2022 von 64.600 auf 66.000.

Umsatz der Dussmann Group in 2022

„Wir sind profitabel gewachsen, haben Umsatz und Ergebnis gesteigert. Dabei handelt es sich praktisch ausschließlich um organisches Wachstum bei bestehenden sowie Neukunden“, resümierte Wolf-Dieter Adlhoch, Vorstandsvorsitzender der Dussmann Group, anlässlich der Jahrespressekonferenz am 10. Mai 2023 in Berlin.

Die Zahlen im Überblick

  • Die Dussmann Group hat das Geschäftsjahr 2022 mit einem Rekordumsatz von 2,8 Mrd. Euro abgeschlossen – ein Plus von 20,2 %.
  • Die EBITDA-Marge lag mit 6,1 % auf dem hohen Niveau des Vorjahres (6,4 %).
  • Wachstumstreiber sind vorrangig:
    • Dussmann Technical Solutions: Der Geschäftszweig macht 21 % des Konzernumsatzes aus, u. a. dank des Abschlusses einiger jahresübergreifender elektrotechnischer Großprojekte bei Kunden aus der Life-Science-Industrie und mit Rechenzentren.
    • Wachstum in Italien mit Neukunden im Gesundheitswesen
  • Auf die Bereiche Dussmann Facility Management und Food Services entfielen 1,9 Mrd. Euro Umsatz – ein Plus von 17,5 %.
  • Der Geschäftsbereich Care & Kids blieb auf Vorjahresniveau mit einem Umsatz von 496 Mio. Euro (Vorjahr: 496 Mio. Euro), und trug im Jahr 2022 somit 17,8 % zum Umsatz bei.
  • Dem KulturKaufhaus gelang es, mit einer Umsatzsteigerung von 26,7 % auf 38 Mio. Euro das Umsatzniveau von vor der Corona-Pandemie wieder zu übertreffen.

Foodservice-Bereich

Herausforderung Kosten

Auch das deutsche Foodservice-Geschäft entwickelte sich gut – nach dem Ende der Corona-Beschränkungen steigen die Gästezahlen vor allem in den Betriebsrestaurants wieder an.

Zu den Herausforderungen im zurückliegenden Geschäftsjahr gehörten für die Dussmann Group indes die Aus- und Nachwirkungen der Corona-Pandemie auf den Geschäftsbereich Care & Kids, Kostensteigerungen bei Energie und Lebensmitteln sowie höhere Lohnkosten durch Tariferhöhungen.

Nichtsdestotrotz steigerte der Geschäftsbereich Dussmann, der neben Food Services auch integriertes Facility Management und Technical Solutions vereint, seinen Umsatz um 25,8 % auf 2,3 Mrd. Euro (80,8 % des Gesamtumsatzes).

Partnerschaft mit eurekantine.de: Essen aus dem Automaten

Seit Kurzem kooperiert die Dussmann Group mit dem Start-up eurekantine.de in puncto Autoamtenverpflegung.
(Quelle: Dussmann Group)

Auch für gesellschaftliche Megatrends wie die globalisierte Arbeits- und Wirtschaftswelt, New Work und die alternde Gesellschaft bietet die Dussmann Group Lösungen, getreu dem Credo des Unternehmensgründers Peter Dussmann: die Bedürfnisse der Menschen erkennen und sie decken. Ein Beispiel dafür ist die Partnerschaft mit dem Start-up eurekantine.de, für das Dussmann Speisen und Getränke produziert, die als Mittagsverpflegung in Smart-Vending-Maschinen verkauft werden: eine gute Lösung, wenn beispielsweise Betriebsrestaurants durch den Anstieg von Homeoffice-Nutzern nicht mehr genügend ausgelastet sind und sich der Betrieb einer eigenen Küche wirtschaftlich nicht darstellen lässt. Erstes Best-Practice ist eine Großbank in Frankfurt/M.

Dussmann beschleunigt Ernährungswende

„Sozusagen als Speerspitze treiben wir auch die Entwicklung in der Gemeinschaftsgastronomie mit unserem Food Service Innovation Lab voran, um die Ernährungswende auf dem Teller voranzubringen“, führte Wolf-Dieter Adlhoch aus.

„Wir vernetzen uns in der Branche ohne Rücksicht auf den Wettbewerb, sonst kommen wir nicht voran. Einer muss anfangen – und das haben wir getan.“

Wolf-Dieter Adlhoch
Planet-based-Rezepturen der Zukunft gibt es schon heute im Dussmann-Restaurant Ursprung.
Planet-based-Speisen im Restaurant „Ursprung“ von Dussmann (Quelle: Dussmann Group)

Neben der Vernetzung und dem Austausch wird das Food Service Innovation Lab auch kulinarisch aktiv und entwickelt Speisen, die dem Menschen und dem Planeten guttun. Das Angebot kann im ersten Planet-based-Restaurant Europas „Ursprung“ im Berliner Dussmann-Haus probiert werden. Gäste haben dort beispielsweise die Wahl zwischen einem Gericht in der Variante „normal“ – beispielsweise Geschnetzeltes Züricher Art 2.0 mit dem Fleischersatzprodukt Planted chicken – oder der Variante „wie früher“, einer klassischen Rezeptur mit Fair Mast Hähnchen.

Was sie wählen? „Laut aktueller Zahlen entscheiden sich 54 % der Gäste für die Variante „wie früher“ und 46 % für die „normale“. Viele Gästegruppen bestellen aber auch beides, um gegenseitig zu probieren und vergleichen.
„Geplant ist, dieses Speisenangebot auf den jeweiligen Kunden anzupassen, zu skalieren und in der Gemeinschaftsgastronomie auszurollen“, berichtet Wolf-Dieter Adlhoch. Aktuelles Beispiel ist der Neukunde DFB-Campus in Frankfurt/M.

Geschäftsbereich Care & Kids

Der Geschäftsbereich Care & Kids, mit Seniorenbetreuung und -pflege (Kursana) sowie Ganztagesbetreuung von Kindern (Dussmann KulturKindergarten und Kinder, Kinder), blieb mit einem Umsatz von 496 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 496 Mio. Euro), und trug im Jahr 2022 somit 17,8 % zum Umsatz des Gesamtkonzerns bei.

„Angesichts schwieriger regulatorischer Anforderungen, die sich 2023 nochmals verschärfen werden, ist das ein beachtliches Ergebnis“, resümierte Wolf-Dieter Adlhoch.

Nichtsdestotrotz ist der Bau weiterer Pflege- und Betreuungseinrichtungen für Senioren geplant. Im brandenburgischen Nauen entsteht z. B. das zweite Kursana Quartier, das alle Wohn- und Betreuungsformen unter einem Dach bietet.

Herausforderungen 2023

Zu den Herausforderungen für 2023 zählen, wie bereits 2022, die Kostensteigerungen bei Energie und Lebensmitteln sowie höhere Lohnkosten durch Tariferhöhungen. Die Dussmann Group erwartet, dass diese konjunkturellen und regulatorischen Rahmenbedingungen sie selbst und ihre Kunden weiterhin beschäftigen werden.

Bäume statt Geburtstagsfeier

„Vor 60 Jahren hat mein Mann Peter Dussmann dieses Unternehmen gegründet. Es erfüllt mich mit Stolz und Dankbarkeit, wie daraus Großes entstanden ist. Er hat modernes Facility Management in Deutschland etabliert“, resümierte Catherine von Fürstenberg-Dussmann, Vorsitzende des Stiftungsrats, abschließend.

Anlässlich des Geburtstags will sie aber nicht ein großes Fest feiern, sondern lieber der Umwelt und den Mitarbeitern etwas zurückgeben. Daher hat die Dussmann Group mehrere Mitmachaktionen angestoßen. Unter anderem ruft sie weltweit Mitarbeiter zu ehrenamtlichen Tätigkeiten auf. Die Dussmann Group wandelt dann alle ehrenamtlich geleisteten Stunden in Bäume um, die im Herbst bei Mitarbeiterevents gemeinsam gepflanzt werden. Catherine von Fürstenberg-Dussmann wird ebenfalls einen Beitrag leisten und Müll in einem Berliner Park auflesen.

Quelle: B&L MedienGesellschaft, Dussmann Group

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