Das Projektteam Miteinander des Studierendenwerks Frankfurt/M. wurde GV-Team des Jahres 2023.
Quelle: Aktas

Projektteam Miteinander im Portrait

Das Fachmagazin GVMANAGER kürte am 5. Oktober 2023 in Fürstenfeldbruck zum 14. Mal die GV-Manager des Jahres 2023 und zum vierten Mal auch das GV-Team des Jahres. Unter den fünf nominierten Teams setzte sich das „Projektteam Miteinander“ der Hochschulgastronomie des Studierendenwerks Frankfurt/M. durch. Es punktete durch ein internes Coaching-Projekt, von Mitarbeitenden für Mitarbeitende.

„Vom GV-Team des Jahres 2023 hätte ich mir für den Moment jetzt sicherlich ein paar Tipps holen, die so oft zitierte Scheibe abschneiden können“, erklärte Sarah Hercht, Stv. Chefredakteurin des Fachmagazins GVMANAGER, eingangs in ihrer Laudatio. Denn von der grauen Theorie in die bunte Praxis – das kenne das GV-Team des Jahres nur zu gut: Theoretisches Wissen an Kollegen zu vermitteln, es in einen gelebten Alltag zu wandeln – sei zum Steckenpferd geworden. „Für das besondere Projekt, in dem sich neun Teammitglieder haben rüsten lassen, um ihre 280 Kollegen coachen zu können, für deren Engagement, den Mut und das Selbstvertrauen, für das besondere Miteinander möchten wir dieses Team nun auszeichnen“, betonte Sarah Hercht und bat die sichtlich gerührten Vertreter des Gewinner-Teams, die einen tosenden Applaus aus dem Plenum erhielten, auf die Bühne.

Gudrun Hartmann, Abteilungsleiterin Verpflegungsbetriebe des Studierendenwerks Frankfurt/M., dankte im Namen ihrer Mitarbeiter und der Branche dem Fachmagazin GVMANAGER für die Auslobung eines derartigen Preises. Sicherlich sei die Entscheidungsfindung eine besonders schwere Aufgabe. Doch für die einzelnen Teammitglieder sei ein solcher Preis eine besondere Motivation und Wertschätzung. „Denn jeder weiß, was für ein Engagement dahintersteckt, wenn so eine Mannschaft sich weit über den normalen Alltag hinaus engagiert“, betonte Gudrun Hartmann. „Daher bin ich besonders stolz, dass unsere 9-köpfige Mannschaft den Preis gewonnen hat – auch wenn ich es allen anderen von Herzen gegönnt hätte.“ Sie appellierte, statt über den Fachkräfte- und Kräftemangel zu jammern, lieber nach innen in seine Betrieb zu schauen nach den Schätzen, die sich dort vielleicht verbergen.
Abschließend dankte sie noch ihrem Stellvertreter Herrn Hübner, der das Team leitet und leider nicht zur Preisverleihung kommen konnte.

Das Projektteam Miteinander des Studierendenwerks Frankfurt/M. wurde GV-Team des Jahres 2023.
(Quelle: Aktas)

„Wir reden alle immer über Fachkräftemangel und Kräftemangel, aber es ist doch wichtiger, dass man nach innen schaut und die Schätze, die man hat, nach außen bringt. Oder auch die Schätze, die jetzt hierstehen, die sich weit über das normale Engagement hinaus aus allen Gruppen zusammengesetzt haben, unser 9-köpfiges Team, das sich verschreiben hat, das Miteinander besser zu machen. Und darauf sind wir sehr stolz.“

Gudrun Hartmann, Abteilungsleiterin Verpflegungsbetriebe, Studierendenwerk Frankfurt/M.

Steckbrief Projektteam Miteinander

Das Projektteam Miteinander des Studierendenwerks Frankfurt/M. wurde GV-Team des Jahres 2023.
(Quelle: Studierendenwerk Frankfurt/M.)
  • Kategorie: Hochschulgastronomie
  • Teammitglieder: 9-köpfiges Team des Projekts Miteinander des Studierendenwerks Frankfurt/M. (Küche, Spülbereich, Service)
  • Projekt: internes Coaching von Mitarbeitern für Mitarbeiter

Nachgefragt beim GV-Team des Jahres 2023 – Projektteam Miteinander vom Studierendenwerk Frankfurt/M.

Worum geht es in Ihrem Projekt?

Unser neunköpfiges Team „Miteinander“ gründete sich, um das grundlegende Problem betrieblichen Lernens – den Sprung von der grauen Theorie in die Praxis – besser zu handhaben. So machte sich das Team gemäß dem Motto „Selbst ist der Coach“ auf den Weg. Zunächst wurde gelernt, wie man präsentiert und moderiert. Im Anschluss erarbeitete das Team selbst ein mehrstufiges Coaching, in der es u. a. um das Auftreten gegenüber dem Gast, Verhalten der Mitarbeitenden untereinander und die Stärkung des Teamgedankens geht.
In einem zweiten Schritt ging es ans Eingemachte: Jedes Teammitglied hatt die Aufgabe, die erarbeiteten den Kollegen  nahezubringen. Inzwischen haben die internen ‚Miteinander-Coaches‘ mit 139 Mitarbeitenden ein Coaching durchgeführt.
Die bisherige Rückmeldung zeigt, dass die Idee, das Coaching selbst zu konzipieren und abzuhalten für das gewählte Thema sehr effizient ist.

Was waren besondere Herausforderungen?

Es ist Freitagnachmittag, man ist am Ende der Arbeitswoche angelangt und in den Gedanken vielleicht schon halb im Wochenende – und dann soll man noch eine dreistündige Schulung absolvieren? Die Begeisterung unter den Teilnehmenden des Coaching, auch wenn diese als Arbeitszeit angerechnet wird, war folglich nicht immer besonders hoch.

Zudem kommen im Coaching verschiedene Hierarchien zusammen – vom Betriebsleiter bis zur Spülhilfe. Hier die Balance zu finden, inhaltlich am Ball zu bleiben, zum Miteinander lernen zu motivieren und auch die Gruppe zusammenzuhalten, ist herausfordernd – aber es lohnt sich! Zum Schluss meldeten die Teilnehmer übereinstimmend, dass es Spaß gemacht hat.

Worauf sind Sie besonders stolz?

Echt, jetzt? Ich soll eine Präsentation halten? Das war für einige Teammitglieder bei Start des Projekts noch der Gedanke, wenn es darum ging vor einer Gruppe einen Vortrag zu halten. Teils handelt es sich um ältere Kollegen, die schon lange bei uns beschäftigt sind oder in deren Arbeitsleben Präsentationen keineswegs zum Alltag gehören. Natürlich war der eine oder andere da am Anfang nervös. Da zwei bis drei Teammitglieder zusammen schulen, war jedoch niemand ganz allein unterwegs. Wir sind stolz, auf den Mut und das Selbstvertrauen, mit dem sich unsere Teammitglieder der Herausforderung gestellt haben. Da sie nicht nur die Coaches, sondern zugleich Kollegen sind, wissen sie auch aus erster Hand, woran es im Tagesgeschäft haken könnte. Daher können sie besonders praxisbezogene Coachings unterhalten. Echter geht es nicht.

Was war Ihr Antrieb, was Ihr Motto im Umgang miteinander?

Fakt ist: Jeder möchte in einer Umgebung arbeiten, in der man sich wohlfühlt und gute Leistungen erbringt. Daher haben alle, also die Coaches und die Teilnehmer des Coachings, grundsätzlich das gleiche Ziel und wir unterstellen jedem Wohlwollen. Zudem müssen für einen echten Austausch im Coaching auch offene Worte ihren Platz haben – wertschätzende Kommunikation wird allerdings vorausgesetzt. Zweitens achten wir darauf, dass bei den Coachings Kollegen aus verschiedenen Einrichtungen und Funktionen zusammenkommen, denn damit aus dem NEBENeinander bereichsübergreifend ein echtes MITeinander wird, ist es unbedingt notwendig, bestimmte Situationen oder Probleme durch die „Brille“ des anderen betrachtet zu haben. Nicht zuletzt, werden mit dem Aufbau und Gestaltung des Teams und des Coachings in das Miteinander, also in alle Kollegen jedweder Hierarchie, Zeit und Ressourcen investiert, was in der Gastronomie nicht immer selbstverständlich ist. Wir zeigen damit, dass wir den Anteil des Einzelnen an Gesamterfolg wertschätzen.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

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GV-Manager des Jahres 2023

Neben dem GV-Team des Jahres 2023 kürte das Fachmagazin GVMANAGER im Oktober auch drei GV-Manager des Jahres. Neugierig was die Preisträger Stefan K. Best, Bernd Blümlein und Ingo Grottke auszeichnet?

Quelle: B&L MedienGesellschaft

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