Anne Manzius, die Siegerin von "The sweet Taste" arbeitet in der Gemeinschaftsgastronomie: der CANtine made by Traube Tonbach in Regensburg.
Quelle: SAT.1/Jens Hartmann

CANtine-Konditorin gewinnt Kochshow

Die Siegerin der SAT.1-Kochshow „The sweet Taste“, süßer Ableger des Erfolgsformats „The Taste“, stammt aus einer „Kantine“. Anne Manzius arbeitet als Chef de Partie in der Pâtisserie der CANtine made by Traube Tonbach am Regensburger Standort des Kunden Vector Informatik. Dort verwöhnt die gestern frisch gekürte Siegerin als Mitglied eines 22-köpfigen Teams rund 350 Gäste täglich. Zuständig für den süßen Abschluss zaubert sie dienstags bis donnerstags jeweils zwei bis drei erlesenen Dessertkreationen, montags und freitags gibt es „nur“ je ein warmes Dessert, wie Grießbrei oder Kaiserschmarrn.

„Unsere CANtine hat nichts mit dem zu tun, wie man es sich vorstellt. Wir haben extrem hochwertig Produkte, tolle Möglichkeiten und Top-Rahmenbedingungen. Ich sehe es nicht als „Kantine“, es ist wie in einem Sternerestaurant – nur dass wir eben 350 Menschen glücklich machen am Tag, statt 30 Gäste.“

Anne Manzius

Große Unterstützung

Unterstützung durch spontan freie Tage oder Zutaten fürs Probekochen bekam die 24-Jährige nicht nur aus dem eigenen Team, sondern auch ihr Arbeitgeber war sofort Feuer und Flamme für die TV-Teilnahme. „Wir bestärken unsere Mitarbeiter immer, an Wettbewerben teilzunehmen. Im letzten Jahr hat Ashwin Joseph, ein indischer Koch aus unserem Team der
Stuttgarter CANtine, bei „The Taste“ mitgemacht und es dort bis in die vierte Folge geschafft“, sagt Sebastian Finkbeiner. „Natürlich war es auch bei Anne Manzius gar keine Frage, dass wir sie gerne bei dieser einmaligen Chance im Leben unterstützt haben.“

Stellvertretend für ihren Arbeitgeber gratuliert daher Sebastian Finkbeiner aus dem Führungskader der Traube Tonbach: „Wir gratulieren Anne Manzius von ganzem Herzen zum Sieg bei „The Sweet Taste“ und freuen uns alle sehr.
Wir haben natürlich im Team mitgefiebert und ich finde, sie hat einen kühlen Kopf bewahrt und viel Mut bewiesen. Eine wirklich tolle Leistung.“

Vom Kochshow-Fan zur Konditorin zur Siegerin

Schon in ihrer Kindheit begeisterte sich Anne für Kochshows und ließ sich dadurch sogar in ihrer Berufswahl beeinflussen. Statt einer Koch- wurde es aber eine Konditorlehre in der Nürnberger „Tafelzier“-Pâtisserie, weil es ihr die süße Küche besonders angetan hat. Als großer Fan von „The Taste“ hat die 24-Jährige schon lange auf einen süßen Ableger gewartet – daraus als Siegerin hervorzugehen, ist für sie nun wie die „Kirsche auf der Torte“.

Tim Raue als Coach

Ihren Coach bei The sweet Taste, Tim Raue, kennt Anne bereits von einem Probearbeiten nach ihrer Lehre. „Damals war ich noch zu schüchtern“, sagt die Konditorin mit dem markanten Kurzhaarschnitt, Nasenpiercing und dem einen oder anderen Tattoo, die es ausgefallen und schrill mag. „Ich bin eine Kämpfernatur – wenn ich etwas will, dann schaffe ich das auch“, war ihr Leitspruch, der sie trotz manchen Rückschlags am Ende vielleicht mit zur Siegerin machte.

Das Finale

In der Finalshow von überzeugte Anne Manzius im Team von Coach Tim Raue zunächst mit ihrer Löffelkreation zum Thema „Petersilie“. Ihre mutige Idee dazu: Sie kombinierte das Kraut mit Mandel-Cheesecake, weißer Schokolade, Schwarzem Knoblauch und Pastinake. Das Urteil von Gastjuror Christian Hümbs fiel eindeutig aus: „Das war sehr, sehr mutig und mit Abstand der beste Löffel. Petersilie und Schwarzen Knoblauch zu verarbeiten, dass immer noch die süße Komponente wie bei einem Dessert im Vordergrund steht – das ist großes Tennis“, lobte der Ausnahme-Pâtissier. In der zweiten Runde zum Thema „Cocktail-Desserts“ holte sie mit einer Interpretation zu Caipirinha den zweiten Platz.

In der entscheidenden dritten Runde ging es beim Thema „Schokolade“ um viel: Mit dem Gewinn der Show lockte ein Preisgeld von 25.000 Euro. Aus den Coaches Alexander Herrmann, Frank Rosin, Alexander Kumptner und Tim Raue wurden derweil die Juroren des Finales. Anne Manzius sicherte sich mit „Zartbitterschokolade, Cassis, Miso, schwarze
Walnuss, salziges Karamell“ die Gunst von zwei Juroren und damit den Gesamtsieg der Sendung. „The Sweet Taste war für mich eine grandiose Erfahrung, die mich für die Zukunft weitergebracht hat“, so die glückliche Gewinnerin.

Nachgefragt bei: Anne Manzius, Siegerin The sweet Taste

  • Wie erlebte die Konditorin den Wettbewerb und das knallharte Coaching durch Tim Raue?
  • Warum ist sie in der Gemeinschaftsgastronomie als Konditorin überglücklich, obwohl sie die Sternegastronomie zum Ziel hatte?
Anne Manzius, die Siegerin von "The sweet Taste" arbeitet in der Gemeinschaftsgastronomie: der CANtine made by Traube Tonbach in Regensburg.
Anne Manzius, Chef de Partie und Konditorin bei CANtine made by Traube Tonbach in Regensburg, hat die Kochshow The sweet Taste gewonnen. (Quelle: SAT.1/Jens Hartmann)

Frau Manzius, wie kam es zur Teilnahme bei „The Sweet Taste“ – und wie hat Sie Ihr Arbeitgeber bei dem Wettbewerb unterstützt?

Ich habe mich dort privat beworben, aber natürlich im Betrieb davon berichtet. Von Anfang an habe ich Unterstützung zugesagt bekommen – ob es um das Vorbereiten meiner Produkte für das Probekochen ging oder spontane freie Tage. Auch der mentale Support hat mir sehr geholfen: Nicht nur das Team, sondern auch Familie Finkbeiner und die gesamte Traube haben mich tatkräftig unterstützt und die Daumen gedrückt.

Haben Sie sich speziell darauf vorbereitet, z. B. gewisse Rezepturen gelernt?

Tatsächlich habe ich mich nicht wirklich vorbereitet. Natürlich geht man im Kopf viel durch, aber ich kenne die Sendung seit Jahren und weiß daher, worauf es ankommt. Alles andere habe ich auf mich zukommen lassen.

Welche der Aufgaben hat Sie am meisten gefordert?

Am meisten gefordert hat mich nicht unbedingt eine spezielle Aufgabe, sondern der Anspruch, meinem Perfektionismus gerecht zu werden. Meinen Coach Tim Raue glücklich zu machen, einen tollen Löffel zu kreieren, die Kamera zu bespaßen und nebenbei in 60 Minuten alles abzurufen, was an Energie in mir steckt.

Für den Zuschauer erscheint das Coaching durch Tim Raue oft sehr fordernd – wie haben Sie selbst das erlebt?

Tim ist für mich genau der richtige Coach gewesen, er will mit seiner „Art“ das Bestmögliche aus uns Kandidaten rauskitzeln. Er ist super ehrgeizig und gleichzeitig einer der besonnensten Menschen, die ich kenne.

Was haben Sie von dem Wettbewerb für Ihr Tagesgeschäft mitgenommen?

Ich habe mehr Selbstvertrauen dazu gewonnen und Selbstsicherheit, was mein Auftreten im Arbeitsalltag verbessert. Das wiederum fühlt sich nicht nur für mich gut an, sondern ich kann damit jüngeren und unerfahreneren Kollegen helfen.

Sie mussten während der Sendung etliche Rückschläge einstecken, oft hat Tim Raue den Löffel Ihres Teamkollegen vorgezogen – wie haben Sie sich für das Finale motiviert?

Tim hat keine anderen Löffel vorgezogen, sondern im Sinne des Teams für meinen Kollegen entschieden. Natürlich war ich enttäuscht, weil sich die Entscheidung, welcher Löffel an die Jury geht, sehr spontan ändern kann und ich oft vorne lag.

Mich hat motiviert, dass ich mit meinem Teampartner Alex gemeinsam ins Finale gehen konnte. Ich wusste, ab jetzt zählt jeder Löffel und ich wusste, Tim ist da und wird mich so gut es geht stützen und pushen.

Haben Sie damit gerechnet, als Siegerin hervorzugehen?

Noch bei der Bewerbung hätte ich nie damit gerechnet, in der Sendung selbst habe ich dann schon Chancen gesehen.

Alexander Herrmann schließlich war das Zünglein an der Waage und hat mich zum Sieg gebracht.

Was haben Sie mit dem Preisgeld von 25.000 Euro vor?

Am besten sparen, aber mal sehen, irgendetwas gönnen werde ich mir schon.

Werden Sie einen der Dessertlöffel auch für die Gäste der CANtine Regensburg nachkochen?

Tatsächlich gab es in den drei Wochen der Ausstrahlung jeden Donnerstag ein Dessert aus der Sendung. Das habe ich mir nicht nehmen lassen.

Angenommen, Sie müssten Ihre Persönlichkeit als Dessert auf einen Löffel packen – wie würde dieser aussehen?

Identisch zu meinem Castinglöffel – sehr facettenreich!

Gegrillte, karamellisierte Ananas, salziges Karamel, cremige Ganache, buttriger Crumble und ein super aromatisches Zitronentymiangel – abgerundet mit einem Speckchip.

Ihr großes Ziel ist die Sternegastronomie, wie kam es, dass Sie dann ausgerechnet in der Gemeinschaftsgastronomie Zwischenstation gemacht haben?

Unsere CANtine hat nichts mit dem zu tun, wie man es sich vorstellt. Wir haben extrem hochwertig Produkte, tolle Möglichkeiten und Top-Rahmenbedingungen. Ich sehe es nicht als „Kantine“, es ist wie in einem Sternerestaurant – nur dass wir eben 350 Menschen glücklich machen am Tag, statt 30.

Liebäugeln Sie nun – als frisch gekürte Siegerin von The sweet Taste – mit einer beruflichen Veränderung?

Nein, mein Platz ist und bleibt zum jetzigen Stand in der CANtine, ich bin dort super aufgehoben und glücklich. Allerdings wird es ein oder zwei Specials außerhalb meines Arbeitsplatzes geben. Beispielsweise ein spezielles Dinner mit reinen Desserts als Menü – das ist geplant mit meinem Teampartner Alex in seinem Wiener Restaurant.

Wie könnte man den großteils geringen Stellenwert von Desserts in der Gemeinschaftsgastronomie stärken?

Ein alltägliches Dessert in der CANtine Betriebsgastronomie, kreiert von Anne Manzius, Siegerin von The sweet Taste.
Ein tagtägliches Dessert, das Anne Manzius für die Gäste des CAntine Betriebsrestaurants bei Vector in Regensburg zaubert. (Quelle: CANtine made by Traube Tonbach)

Schwierig, erstmal muss man es wollen. Was bedeutet: Geld in die Hand zu nehmen für gute Produkte und eben auch Mitarbeiter und dann kann man darauf aufbauen.

Wonach gelüstet es Sie nach einem richtig süßen Arbeitstag?

Am liebsten esse ich dann eine Pizza oder Pasta mit ganz viel Parmesan – Hauptsache salzig. Ich bin auch mega-froh meine Jungs und Mädels in der Regensburger CANtine-Küche zu haben, denn so springt immer mal eine Pommes für mich ab. Andersrum natürlich genauso.

Greifen Sie auch abends mal noch zu einem Stück Schokolade?

Eher selten. Aber wenn, dann gebe ich mir die „hardcore Kante“ mit Kinderschokolade oder Kinderbueno, also richtig ungesunden Sünden.

Welche drei Zutaten sind immer in Ihrem Kühlschrank?

Parmesan, Tomaten und Bacon.

Was ist Ihr privater Ausgleich?

Ich koche super gerne, bin gerne in der Natur und gehe wandern aber oft findet man mich am Wochenende auch beim Tätowierer.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

info

Erfolgsfaktor Onboarding

Eine weitere Powerfrau aus dem Regensburger Team der CANtine ist Elina Gneipel. Die Assistentin des Geschäftsführere Wilfried Denk berichtete uns mehr über den besonderen Onboarding-Prozess im Recruiting.

Quelle: B&L MedienGesellschaft

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