Alexander Tränkmann Embrace Hotels Barrierefreiheit
Quelle: INNdependence

Alexander Tränkmann: Barrierefreiheit als sozialer Mehrwert

Die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung sollte keine Besonderheit mehr sein, sondern Alltag – findet Alexander Tränkmann, Vorsitzender des Verbundes der Embrace Hotels und verantwortlich im Businesshotel INNdependence, Mainz. Warum es ein Mehrwert ist, jemand mit Förderbedarf zu beschäftigen und warum man dazu kein Inklusionsbetrieb sein muss, erklärt er im Interview.

firstclass: Herr Tränkmann, wieso sollten Hoteliers Menschen mit Behinderungen in ihr Team aufnehmen?

Das Themenfeld Behinderungen ist vielfältig. Es gibt nicht „den“ Behinderten, jeder Mensch ist anders. Unsere Mitarbeitenden aus der Zielgruppe sind grundsätzlich sehr loyal uns dem Hotel als Arbeitgeber gegenüber. Ihnen ist nie egal, was passiert. Wenn die Brötchen oder Croissants beim Frühstück ausgehen, wird der Mitarbeiter regelrecht nervös und bittet den Kollegen, etwa von der Etage schnell zum Bäcker zu laufen, um Ersatz zu beschaffen und die Gäste zufrieden zu stellen. Alle im Team sind immer mit Herz dabei. Alle wollen ihre Aufgabe so gut erledigen, wie es ihnen möglich ist. Das strahlt auf die Atmosphäre in den Häusern aus. Das kann jeder bestätigen, der in einem Inklusionshotel zu Gast ist, auch wenn er es am Anfang nicht wusste.

Trotzdem ist es ein reguläres Arbeitsverhältnis mit Rechten und Pflichten. Ein Gefühl der Dankbarkeit für die Möglichkeit der Beschäftigung ist nie Thema. Doch ist der Umgang miteinander anders, respektvoll, auf Augenhöhe. Das spüren die Gäste. Jemanden mit Förderbedarf zu beschäftigen, der es schwer hat auf dem regulären Arbeitsmarkt unterzukommen, ist ein bewusstes Statement zu sozialem Mehrwert in der Gesellschaft.

Natürlich ist es nicht immer alles einfach in der Arbeit mit Menschen, aber das gilt ja eigentlich für alle Betriebe, in denen Menschen arbeiten. Wenn Menschen mit Behinderung im Hotel beschäftigt sind, brechen zudem keine Welten mehr zusammen, wenn jemand mit Elektro-Rollstuhl und einer Mehrfachbehinderung als Gast anreist. Die Kommunikation gelingt mit Selbstverständnis. Niemand fällt in Schockstarre, der Umgang mit den unterschiedlichen Bedürfnissen ist normal.

Was hilft, diese Herausforderung im Arbeitsalltag zu meistern?

Ich kann einzelne Einschränkungen in der Arbeitsleistung hinnehmen und aushalten, weil es auf der anderen Seite Arbeitsergebnisse gibt, die das aufwiegen. Ich habe etwa einen Mitarbeiter mit einer Störung im Autismus-Spektrum an der Rezeption, der nur Spätdienst machen will. Das ist an sich sehr ungewöhnlich. Normalerweise mögen die Mitarbeitenden regelmäßige Spätschicht bis 23 Uhr nicht. Er hat allerdings Schwierigkeiten im Smalltalk und ist manchmal sehr sachlich mit den Gästen. Dafür lässt er sich nie unter Druck setzen, auch wenn eine Schlange von Gästen zum Einchecken an der Rezeption steht. Er arbeitet alles Stück für Stück gleichbleibend ab und am Ende des Tages ist die Arbeit komplett und korrekt erledigt. Der eine oder andere Gast ist eventuell irritiert wegen der sachlichen Ansprache. Man muss diesen Mitarbeiter nicht zwanghaft ändern wollen und kann es im Übrigen auch nicht. Wenn man gewisse untypische Verhaltensweisen akzeptiert, hat man einen ganz tollen Mitarbeiter, der viele Qualitäten bringt.

Gibt es Probleme im Team oder in der Arbeit, so hilft die sozialpädagogische Beratung vor Ort. In der Regel haben alle Hotels eine sozialpädagogische Anbindung, diese ist getrennt finanziert. Die Aufgabe ist es Prozesse im Arbeitsleben zu begleiten, das Lösen von Konflikten im Team und somit die Sicherstellung der Arbeitsfähigkeit.

Wie kann ein Hotel Menschen mit Behinderung beschäftigen oder sogar zum Inklusionsbetrieb werden?

Ich erkläre das mit einem Beispiel: Ein Hotel würde gerne einen Mitarbeiter im Rollstuhl an der Rezeption beschäftigen. Zunächst geht es um Grundsätzliches: Wie kann er sich im Haus bewegen? Wie kommt er denn in das Haus rein? Gibt es Türen, die er passieren muss, um Aufgaben zu erledigen? Diese können etwa mit elektrischem Öffner ausgerüstet werden. Das ist in der Regel eine Leistung, die das Integrationsamt bezahlt. Das erfordert nur einen Antrag – oft auf kurzem Dienstweg. Es ist gar nicht erforderlich ein Inklusionsbetrieb zu werden, um mehr Menschen mit Behinderung zu beschäftigen. Sobald ein Bedarf zur mitarbeitergerechten Einrichtung eines Arbeitsplatzes da ist, gibt es die Möglichkeit Hilfen zu beantragen. Aber auch von der Agentur für Arbeit, wenn bestimmte technische Dinge eingerichtet werden müssen, um einen behinderten Mitarbeiter in Arbeit zu bringen.

Apropos: Wir sind alle froh, dass es die elektrische Tür bei uns in die Küche gibt, denn die wurde damals für unseren Mitarbeiter im Rollstuhl beantragt.

Was lässt sich in Sachen Barriere­freiheit leicht umsetzen?

Barrierefreiheit bzw. Barrierearmut hilft allen, insbesondere der älter werdenden Gesellschaft. Das betrifft jede Stufe, die nicht im Eingangsbereich ist. Aber Barrierefreiheit heißt auch, wie gehe ich z. B.  mit sinneseingeschränkten Menschen um? Beispielhaft sei die Frage: Welche Farben wähle ich bei Lichtschalter und Steckdosen? Ton in Ton ist schick, aber manchem mit eingeschränkter Sehfähigkeit fällt es schwer, auf Anhieb den Schalter zu finden. Besser ist hell auf dunkel oder dunkel auf hell. Wie ist meine Beschilderung? Dreiecke statt Pfeile, in hellgrau auf dunkelgrau, das ist für jeden nicht schnell zu erfassen.

Der Aufwand die optische Gestaltung kontrastreicher zu gestalten ist relativ gering genauso wie Türschwellen zu vermeiden. Die Gänge müssen gar nicht alle breit sein, aber Ausweichflächen helfen, in die Rollstuhlfahrer ausweichen können, damit der Putzwagen noch vorbeikommt.

Man muss keine DIN-Norm erfüllen, sondern sich einfach ehrlich bemühen. Es kann z. B. auch sein, dass es Zimmer gibt mit Toilette seitlich an der linken als auch an der rechten Wand. Auf der jeweils anderen Seite braucht es Rangierfläche. Es gibt Rollstuhlfahrer, die können von links oder von rechts umsetzen und wenn sie das vorher abfragen im Buchungsprozess, lässt sich das richtige Zimmer zuordnen. Hilfreich ist es auch keine fest eingebauten Möbel zu haben. So können Schrank und Schreibtisch verschoben werden, sollte es bestimmten Rangierbedarf im Zimmer geben, ohne dass es ein großer Aufwand ist. Wie bereits erwähnt ist die Kommunikation im Vorfeld mit dem Gast ist ein wichtiger Faktor.

Seit wann gibt es den Verbund?

Wir haben 2023 Zehnjähriges gefeiert. Ich war bereits Mitglied im Vor-Verbund, gegründet auf Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft Inklusionsfirmen. Aus diesem ging die jetzige professionell aufgestellte Organisa­tionsform hervor – Wir verstehen uns als Wissensvermittler zum Thema ­Hotellerie für Träger und Interessierte aus der Sozialwirtschaft und als Wissensvermittler zum Thema Behinderung für die klassische Hotellerie oder andere Arbeitgeber im Dienstleistungsbereich. Wir bei Embrace Hotels beschäftigen die unterschiedlichsten Menschen und hieraus wächst ein reicher Erfahrungsschatz, den wir gerne teilen.

Eines unserer Mitglieder war mutmaßlich das erste Integrationshotel in Deutschland, das Stadthaushotel in Hamburg, das schon in den späten 1990er-Jahren aus einem Elternverein hervorgegangen ist. Das waren Eltern mit Kindern mit Behinderung, die überlegt haben, wie könnte eine Beschäftigung ihrer Kinder außerhalb der bestehenden Werkstattstrukturen organisiert werden.

99 Prozent unserer Unternehmen sind Teil des ersten Arbeitsmarktes als sogenannte Inklusionsbetriebe (ehemals Integrationsbetriebe) – was man bei vielen auf den ersten Blick nicht erkennt. Hier arbeiten in der Regel 30 bis 50 Prozent Mitarbeitende aus der Zielgruppe, und zwar mit allen Arten von Behinderung, etwa Körperbehinderung über kognitiven Einschränkungen bis hin zu seelischen Erkrankungen. Alle Hotels bieten sehr gute Dienstleistungen mit sozialem Mehrwert. Mit Ihrer Gemeinnützigkeit ist das Geschäftsziel der einzelnen Betriebe in der Regel die Sicherung der Beschäftigung der Mitarbeitenden.

Was sind die Kriterien, um Mitglied zu werden?

Das Hotel sollte gemeinnützig sein und in seiner Mitarbeiterschaft 30 bis 50 Prozent Kollegen mit Behinderung umfassen. In der Regel ist der Betrieb dann ein Inklusionsbetrieb. Weiterhin können auch Träger und Vereine, die vor haben einen solchen Betrieb zu gründen, Mitglied werden, wir als Verbund beraten dann zur Gründung umfassend. Auch eine Fördermitgliedschaft ist möglich. Es kommt vor, dass wir von Hoteliers oder Immobilienbesitzern angesprochen werden, die wirtschaftliche Schwierigkeiten mit ihren gastronomischen Betrieben haben. Die Hoffnung ist, als Inklusionsbetrieb zusätzliche Mittel und Hilfen zu bekommen. Aber wenn ein Hotel nicht funktioniert, dann funktioniert es auch als Inklusionsbetrieb nicht. Inklusionshotellerie an sich ist kein Geschäftsmodell. 

Eine Betriebsgründung funktioniert eher in Kooperation mit oder direkt von einem passenden sozialen Träger z. B. den Lebenshilfen, aber auch Mitgliedsunternehmen oder Unternehmen der Caritas, Diakonie oder dem paritätischen Wohlfahrtsverband, also Sozialunternehmen mit Erfahrung und Kompetenz in Sozialpolitik, der Beschäftigung von Menschen mit Unterstützungsbedarf und Sozialpädagogik. 

Es gibt neben den 45 Mitgliedern im Embrace-Verbund sehr viel mehr Integrations- und Inklusionshotels im deutschsprachigen Raum, mit diesen ins Gespräch zu kommen, um die Mitgliedschaft zu erweitern, ist einer unserer Schwerpunkte.

Was bietet der Verbund darüber ­hinaus?

Der klassischen Hotellerie bieten wir Beratungen: Wie kann ich Arbeitsplätze so gestalten, dass ich Menschen mit Behinderung beschäftigen kann? Wie kann ein Mitarbeiter mit einer Hör­einschränkung optimal im Team auf der Etage eingesetzt werden? Was ist bei der Beschäftigung eines Rollstuhlfahrers an der Rezeption zu beachten? Wie gehe ich mit Menschen um, die Störungen aus dem Autismus-Spektrum haben und wie lassen sich diese in eine Gruppe integrieren? Wie kann ich komplexe Aufgaben in kleinere leistbare Einheiten zerlegen, die nach den Stärken der Mitarbeitenden zugeteilt werden.?

Darüber werden alle Mitgliedshäuser nach „Reisen für Alle“ zertifiziert, einem beschreibenden etablierten System zur Bewertung der Barrierefreiheit. Dies beinhaltet auch Fortbildungen zum Umgang, etwa mit sehbehinderten und höreingeschränkten Gästen.

Sozialen Trägern mit dem Wunsch ein Inklusionshotel zu begleiten oder zu gründen, erläutern wir, wie Hotellerie funktioniert, von der optimalen Größe, der Bewertung des geplanten Standortes, der architektonischen Ausgestaltung über Beratung zu Ausstattung, Kooperationen und praktischen Fragen zu optimaler Auslastung und Mitarbeiterschulungen. 

Ein paar praktische Tipps für die konkrete Umsetzung im Alltag?

Wir haben auf der Zimmerreinigung jemand, der hat bestimmte Aufgaben wie Fenster öffnen, Heizung abstauben, Bett abziehen. Er hat für jede Aufgabe ein Kärtchen mit einem Symbol drauf, was er zu tun hat. Erledigt er die Tätigkeit, nimmt er die Karte aus seiner Brusttasche und steckt sie hinten in die Gesäßtasche. Das heißt, Aufgabe abgearbeitet.
So gibt es viele Hilfsmittel, wie man Arbeit organisieren kann. Wir arbeiten viel mit Bildern, aber auch mit digitalen Tools. Aber wir sind realistisch, es kann nicht jeder alles machen. Wenn ein Mitarbeiter Schwierigkeiten im Bereich der Artikulation hat, kann er nicht an der Telefonzentrale arbeiten, aber eventuell auf Etage. Wir setzen Mitarbeitende ihren Talenten entsprechend ein.

Was bietet die Mitgliedschaft darüber hinaus?

Wir sprechen mit den Häusern über technologischen Entwicklungen, zum Beispiel dem Yieldmanagement und den Tools hierzu, Channel Management, Rezeptions- und Buchungssysteme und wie sie helfen, den Arbeitsalltag zu erleichtern. Dazu kommen (Online-)Fortbildungen für Menschen mit und ohne Behinderung z .B. zum optimalen Personaleinsatz, schwierigen Gästen und dem Hygienemanagement.
Außerdem haben wir einen Mitarbeiteraustausch zwischen den Hotels der Mitarbeitenden für den Blick über den Tellerrand ermöglicht und oft neu motiviert wieder in das entsendende Haus zurückführt.
Es gibt Austausch zu bestimmten Gästegruppen und deren optimalen Betreuung.
Aktuell planen wir unsere Häuser auch mit einem Social-Media-Angebot zu unterstützen, geplant ist Filmmaterial zu schneiden und Vorschläge für Inhalte institutionalisiert und regelmäßig zur Verfügung zu stellen.
Wir pflegen ein Benchmarking mit einem großen Datenpool an Konditionen wie Kreditkartenabrechnungen, Kaffeebezug, Bedingungen bei Großlieferanten aber auch die Praktikabilität bestimmter Schließkartensysteme.

Zweimal im Jahr findet eine Mitgliederversammlung statt, da kommen die Kollegen zusammen und tauschen sich aus, sprechen über das operative Geschäft aber auch z. B. den Umgang mit problematischen Mitarbeitenden, verbesserten Arbeitsabläufen oder technische Fragen wie den optimalen Kaffeevollautomaten.
Teil der Versammlung ist immer einer aktuellen Keynote, wie „Wege der Mitarbeiterrekrutierung“, „Entwicklungen in der Sozialpolitik“, „Trends in der Zukunft des Reisens“ und andere wichtige Themen.
Wir fühlen uns alle als eine große solidarische Verantwortungsgemeinschaft für unsere Mitarbeitenden und unsere Gäste. Als solche unterstützen wir den operativen und wirtschaftlichen Erfolg unserer Häuser.

Was kostet die Mitgliedschaft?

Ordentliche Mitglieder zahlen einen Mitgliedsbeitrag in Höhe von 720,00 € pro Jahr und eine Marketingpauschale in Höhe von 450,00 € pro Jahr. Zudem ist eine einmalige Aufnahmegebühr fällig, die sich nach Zimmeranzahl des Hotels staffelt.

Herzlichen Dank für das Gespräch!

Das Interview führte Verena Wagner

Reisen für alle ist ein beschreibendes System zur Barrierefreiheit in Hotels, Bahnhöfen, Museen, öffentlichen Gebäuden. Es gibt z. B. Türbreite, Steigung etc. exakt an. Barrierefreiheit an sich ist ein leerer Begriff, weil der eine mit dem gut zurecht kommt, der andere nicht. Der Klassiker ist die Bodenebenheit. Menschen mit Sehbehinderung, die einen Stock benutzen, mögen Bordsteine. Menschen, die einen Rollstuhl benutzen, hassen Bordsteine. Insofern ist es immer zielführend, den Status quo zu beschreiben.

beenhere

Barrierefreiheit im European Accessibility Act

Im Interview Barrierefreiheit als Wettbewerbsvorteil erklären Alisdair Hicks, Director of Onboarding Operations bei SHR Group, und Dr. Juliana Kliesch, Counsel bei der Kanzlei Bird & Bird, was Hoteliers zum European Accessibility Act jetzt wissen müssen.

Bild von Verena Wagner

Verena Wagner

Verena Wagner arbeitet seit fast 20 Jahren als selbständige Journalistin, Online-Publizistin und Autorin für Sach- und Kinderbücher. Vor ihrer Ausbildung zur Fachredakteurin bei B&L Medien hat sie ihren Master in Literaturwissenschaften, Italianistik und Ethnologie an der LMU München absolviert und seitdem viele europäische Länder kulinarisch unter die Lupe genommen. Inhaltliche Schwerpunkte: Europa & Reise, Nachhaltigkeit & SDGs, F&B, Ernährung & Gesundheit, Familie & Gesellschaft. Seit einem Jahrzehnt betreibt sie den nachhaltigen Familienblog mamirocks.com und berät als Social-Media-Coach.

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