Kai-Uwe Kayser, Geschäftsbereichsleiter Care & Education bei Genuss & Harmonie ist am 6. Oktober in Fürstenfeldbruck zum GV-Manager des Jahres 2026 gekürt worden. Die Auszeichnung wurde zum 17. Mal vom Fachmagazin GVMANAGER für herausragende Führungskräfte der Gemeinschaftsgastronomie vergeben.
In seiner Laudatio zeichnete Klaus Schinko, Trainer, Coach, Mentor und Experte für Emotionalen Verkauf, ein sehr persönliches Bild eines Managers, der nicht sich selbst, sondern die Menschen in den Mittelpunkt stellt. Er würdigte Kai-Uwe Kayser als eine Führungspersönlichkeit, die strategischen Weitblick und operative Stärke mit Empathie, Selbstreflexion und echter Nähe zu den Mitarbeitenden verbindet.
„Bevor er eine Entscheidung trifft, geht er in die Analyse. Er denkt nach. Er reflektiert. Und dann folgt die Umsetzung – aber mit 110 Prozent Power, Engagement und Motivation.“
Klaus Schinko, Laudator
Eine Begegnung mit Folgen
Schon bei der ersten Begegnung mit Kai-Uwe Kayser spürte Klaus Schinko, dass ihm ein besonderer Mensch gegenübersaß. In Koblenz leitete er einen Workshop zum Personalmanagement für angehende Verpflegungsbetriebswirte. In der ersten Reihe: ein junger Mann, aufmerksam, bestens vorbereitet und vollkommen präsent. „Er machte sich Notizen zu nahezu jedem Gedanken. Musste er nicht, aber er wollte wirklich lernen und sich noch weiterentwickeln“, erinnerte sich der Laudator.
Auch während der anschließenden Gruppenarbeit fiel Kai-Uwe Kayser auf. Nicht, weil er sich lautstark in den Vordergrund drängte, sondern weil er ganz selbstverständlich Verantwortung übernahm. Er strukturierte, motivierte und brachte praxisnahe Gedanken ein, die weit über die eigentlichen Lerninhalte hinausgingen. „Dieser junge Mann kann das Thema Führung eines Tages noch besser und authentischer rüberbringen als ich“, so das Fazit von Klaus Schinko nach dem ersten Tag der Begegnung.
Vom Teilnehmer zum Dozenten
Die Abschlussprüfung absolvierte Kai-Uwe Kayser mit einem hervorragenden Ergebnis. Besonders beeindruckten Klaus Schinko seine Praxistransfers: die Fähigkeit, theoretische Konzepte und die tägliche Realität in der Gemeinschaftsverpflegung miteinander zu verbinden.
Schnell stand für ihn fest: Hier sitzt jemand, der Führung nicht nur erklären, sondern authentisch vermitteln kann.
Also fragte er Kai-Uwe Kayser, ob er sich vorstellen könne, künftig selbst als Dozent tätig zu werden. Dieser sagte jedoch nicht sofort zu. Stattdessen prüfte er gewissenhaft, ob er der Aufgabe gerecht werden, die notwendige Zeit aufbringen und die zusätzliche Verantwortung mit seinem Hauptberuf vereinbaren könne.
Für Klaus Schinko ist genau das eine der großen Stärken des Preisträgers: „Bevor er eine Entscheidung trifft, geht er in die Analyse. Er denkt nach. Er reflektiert. Und dann folgt die Umsetzung – aber mit 110 Prozent Power, Engagement und Motivation.“
Nach seinem ersten Workshop waren die Rückmeldungen eindeutig: Teilnehmer begeistert. Führungskräfte begeistert. IHK begeistert.
„Mein erster Eindruck verstärkte sich also: Dieser junge Mann wird weit kommen. Nicht, weil er am lautesten ist. Sondern weil er zuhören kann. Nicht, weil er alles weiß. Sondern weil er wissen und lernen will. Und nicht, weil er sich selbst in den Mittelpunkt stellt. Sondern weil er andere stark macht“, führte der Laudator aus.
Warum alles mit Pudding begann
Seine erste Mentorin war seine Großmutter. In ihrer Gastwirtschaft entdeckte Kai-Uwe Kayser bereits im Alter von acht Jahren die Freude am Kochen – und daran, Menschen mit gutem Essen glücklich zu machen.
Seine kulinarische Karriere begann zunächst im Kleinen: Der Achtjährige war für den Pudding zuständig, und darin sehr gewissenhaft. Aus diesen ersten Erfahrungen entwickelte sich ein vielseitiger beruflicher Weg – vom Koch über die Sternegastronomie und die Selbstständigkeit bis hin zu einer prägenden Führungspersönlichkeit der Gemeinschaftsverpflegung.
Elf Jahre lang arbeitete Kai-Uwe Kayser selbstständig, unter anderem als Mietkoch, Eventcaterer, Privatkoch und Showkoch. Zudem entwickelte er eigene Produktlinien mit Gewürzen und Ölen.
Macher, Menschenfreund, Stratege
In seiner Laudatio beschrieb Klaus Schinko den Preisträger anhand unterschiedlicher, im Mentoring gängiger Persönlichkeitsprofile. Kai-Uwe Kayser sei dabei sehr „bunt““, denn er vereine Eigenschaften, die in dieser Kombination selten seien:
Er könne „Rot“: Als proaktiver Macher packe er an, treffe Entscheidungen und bringe den notwendigen Mut für Veränderungen mit.
Er könne „Grün“: „Er mag Menschen und die Zusammenarbeit mit Menschen, hat starke Empathie und das richtige Gespür für situative Führung“, betonte Klaus Schinko.
Und er könne „Blau“: Kai-Uwe Kayser verstehe große Zahlen, strategische Zusammenhänge und komplexe Prozesse. „Er kann Analyse, Forecast, Ausschreibungen anbieten und versteht, wie Digitalisierung den Menschen in seiner Verantwortung hilft“, so Schinko.
Vertrauen statt Zeitarbeit
300 Mitarbeitende, 26 Standorte, täglich mehr als 20.000 Mahlzeiten – so beeindruckend diese Zahlen sind, erzählen sie laut Klaus Schinko dennoch nur einen Teil der Geschichte. Denn als Kai-Uwe Kayser diese Verantwortung übernahm, setzte er statt auf Kennzahlen auf Vertrauen – und investierte in Menschen.
Er entwickelte Führungskräfte, förderte Talente und etablierte eine Kultur der Wertschätzung. „Und die Ergebnisse sprechen für sich. Die Fluktuation sank massiv, Zeitarbeit wurde überflüssig und aus einem Geschäftsbereich wurde eine Gemeinschaft“, so der Laudator.
Selbstreflexion als Führungsqualität
Wie ausgeprägt seine Fähigkeit zur Selbstreflexion ist, zeigte Klaus Schinko anhand einer persönlichen Geschichte. Eines Nachts erhielt er gegen 23.30 Uhr eine lange und emotionale Nachricht von Kai-Uwe Kayser. Darin analysierte dieser eine beruflich herausfordernde Situation – direkt, ehrlich und spontan.
Am nächsten Morgen rief Schinko ihn an. Er wollte verhindern, dass sein Mentee aus der Emotion heraus vorschnelle Entscheidungen traf. Doch Kai-Uwe Kayser hatte die Situation längst selbst neu bewertet. „Wow. Binnen weniger Stunden. Nachts. Hat die Führungskraft sich selbst reflektiert, das eigene Ego vollständig zurückgefahren und den Interessen der Firma und der Mitarbeiter und Kunden untergeordnet. So eine Selbstreflexion habe ich bei einer Führungskraft selten erlebt“, berichtete Klaus Schinko begeistert.
Engagiert für Team und Branche
Er kann strategisch über Prozesse, Transformation und Digitalisierung sprechen. Und am nächsten Tag steht er auf der anderen Seite , in der Küche und unterstützt sein Team operativ. Viele führen aus der Distanz. Er besucht seine 26 Standorte regelmäßig vor Ort, weshalb seine Kochjacke immer im Auto dabei ist.
Diese Bodenständigkeit schafft Glaubwürdigkeit und Vertrauen.
Wie groß das Vertrauen innerhalb seines Teams ist, verdeutlichen die Aussagen enger Mitarbeiter: Ob bei einer Autopanne nachts um 4 Uhr auf der Landstraße oder nach der nächtlichen Ankunft aus dem Familienurlaub am Flughafen – er hilft den Kollegen verlässlich auch im privaten Notfall.
Sein Engagement endet nicht mit dem Arbeitstag und beschränkt sich auch nicht auf sein Team. Auch außerhalb seines Hauptberufs setzt er sich für andere Menschen und für die Branche ein – unter anderem beim Deutschen Roten Kreuz, bei Slow Food und in seiner Tätigkeit als Dozent.
Und trotz aller Professionalität darf auch das Feiern nicht fehlen: Kai-Uwe Kayser ist begeisterter Karnevalist und aktives Mitglied in einem Karnevalsverein. In der fünften Jahreszeit ist der GV-Manager des Jahres deshalb tatsächlich mal ein paar Tage „off“.
Vorbild für moderne Führung
Abschließend resümierte der Laudator: „Lieber Kai, du hast diese Auszeichnung nicht nur durch erfolgreiche Projekte und Umsätze verdient. Sondern vor allem auch durch die Art, wie du Menschen abholst. Deine Haltung hinterlässt Spuren bei den Menschen, die mit dir arbeiten. Du bist nicht nur der GV-Manager des Jahres. Du bist Vorbild für moderne Führung.“
Klaus Schinko ist überzeugt, dass dieser konsequente Weg sich noch fortsetzen wird. „Ich sehe dich in näherer Zukunft auch als Mitglied einer Geschäftsführung in einem starken Unternehmen unserer Branche. Als Mentor bin ich stolz, deinen Weg ein wenig begleiten zu dürfen. Herzlichen Glückwunsch – und nun hol dir deinen verdienten Preis, lieber Kai-Uwe Kayser!“
„Vielen lieben Dank für euer Vertrauen und dafür, dass ich euch führen darf – manchmal auch umgekehrt.“
Kai-Uwe Kayser
Kai-Uwe Kayser dankte nach der Preisübergabe durch Chefredakteurin Claudia Kirchner vor allem seinem Team: „Ohne euch würde es mich jetzt hier oben nicht geben.“ Ein Kollege habe beim diesjährigen Führungskräfte-Meeting gesagt: „Wir sind eine Familie.“ Dem könne Kayser nur zustimmen: „Wir haben Arbeitsplätze geschaffen, an denen sich die Menschen wohlfühlen – und das spüren auch unsere Tischgäste jeden Tag. Vielen lieben Dank für euer Vertrauen und dafür, dass ich euch führen darf – manchmal auch umgekehrt.“ Sein Dank galt außerdem seinen Chefs: „Vielen Dank für euer Vertrauen und dafür, dass ihr mich so wirken lasst.“
Abschließend lud er die Gäste ein, sich bei der anschließenden Abendveranstaltung in der Tenne kulinarisch von seinem Team verwöhnen zu lassen, das für einen Teil des Diners verantwortlich zeichnete.
Quelle: Redaktion GVMANAGER/B&L MedienGesellschaft