Robin Stolz von Lindt & Sprüngli ist GV-Manager des Jahres 2026
Quelle: Kirchner

Robin Stolz – GV-Manager des Jahres 2026 mit besonderem Händchen für Menschen

Aus vier Nominierten kürte das Fachmagazin GVMANAGER am 6. Oktober zwei punktemäßig gleichrangige GV-Manager des Jahres 2026. Preisträger Robin Stolz punktete dabei durch seine Leidenschaft, das stringente Qualitätsbewusstsein und seinen klaren Blick für die Menschen innerhalb seines Teams.

In seinen Dankesworten rückte der Head of Food & Beverage bei den Chocoladefabriken Lindt & Sprüngli in Aachen, seinem eigenen Anspruch entsprechend, die Verantwortung von Führungskräften, Menschen entwickeln zu dürfen und können, in den Mittelpunkt.

Für die Laudatio auf den Preisträger des sogenannten Branchenfelix gab Claudia Kirchner, Chefredakteurin des GVMANAGER, das Wort ab an Bianca Blaß.

Bianca Blaß, Laudatorin auf GV-Manager des Jahres 2026 Robin Stolz
Bianca Blaß, Laudatorin auf GV-Manager des Jahres 2026 Robin Stolz (Quelle: Baumann)

„Wenn wir heute den „GV Manager des Jahres“ auszeichnen, dann ehren wir jemanden, bei dem man in jedem Moment spürt, dass er diesen Beruf nicht nur ausübt, sondern mit ganzer Seele lebt. Einen Koch mit riesigem Herzen und einer echten, unbändigen Leidenschaft für das, was er tut.“

Bianca Blaß, Laudatorin

Kochen als Berufung

Es gebe Menschen, die kochten, weil es ihr Beruf sei, eröffnete Bianca Blaß ihre Laudatio. Und es gebe Menschen, die kochten, weil es ihre absolute Berufung sei. Robin Stolz gehöre ohne Zweifel zur zweiten Gruppe: „Bei ihm spürt man in jedem Moment, dass er diesen Beruf nicht nur ausübt, sondern mit ganzer Seele lebt. Einen Koch mit riesigem Herzen und einer echten, unbändigen Leidenschaft für das, was er tut.“

Die Vizepräsidentin des VKK – Verband der Küchenleitung, die bei der Stiftung Kreuznacher Diakonie tätig ist, kennt den späteren Preisträger bereits seit ihrer gemeinsamen Weiterbildung zum Verpflegungsbetriebswirt an der IHK Koblenz. Dort drückten beide zusammen die Schulbank und arbeiteten sich durch Unternehmensführung, Betriebswirtschaft, Controlling und Projektmanagement.

Schon damals sei deutlich geworden, dass Robin Stolz theoretisches Wissen nicht einfach für die nächste Prüfung lernen wollte. „Er wollte immer wissen, wie es in der Praxis schmeckt“, erinnerte sich Bianca Blaß.

Vom Prüfungsbesten zum GV-Manager des Jahres 2026

Robin Stolz, GV-Manager des Jahres 2026, mit Laudatorin Bianca Blaß und Claudia Kirchner
Robin Stolz mit Laudatorin Bianca Blaß (r.) und Claudia Kirchner vom GVMANAGER (Bild: Baumann)

Dass er seine Weiterbildung als Prüfungsbester abschloss, überraschte seine damalige Mitstreiterin offenbar wenig. Bianca Blaß selbst erzielte das zweitbeste Ergebnis. Mit einem Augenzwinkern stellte sie deshalb fest: „Aber schon da war klar: Wenn mich jemand schlägt, dann nur er!“

Wie sehr beide die Leidenschaft für gutes Essen und zukunftsfähige Gastronomie verbindet, zeigte eine persönliche Anekdote aus dieser Zeit. Nach einem lernintensiven Tag kehrten sie bei Gerhards Genussgesellschaft in Koblenz ein. „Wer so viel lernt, muss schließlich auch gut essen“, so Blaß. Zwischen Fachgesprächen und dem gemeinsamen Philosophieren über die Gastronomie der Zukunft wurde ein Dessert zum kulinarischen Höhepunkt des Abends.

„Le Fnack“ bestand aus einer hauchdünnen Schokoladenhülle mit luftiger Schokoladenmousse, weißem Schokoladeneis, warmer Schokoladensauce und einem Schokoladenschwamm. „Ich vergesse nie den Blick in seinen Augen – pure Begeisterung, tiefes Verständnis für das Handwerk und dieses echte, ehrliche Glücksgefühl, das nur ein wahrer Koch empfindet, wenn ein Teller Perfektion ausstrahlt“, erinnerte sich die Laudatorin.

Dass Schokolade später auch beruflich eine wichtige Rolle für Robin Stolz spielen sollte, war zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht abzusehen. „Aber schon damals kann nur Lindt-Schokolade im Spiel gewesen sein“, schlug die Laudatorin humorvoll den Bogen zu seinem heutigen Arbeitgeber.

Mehr als reine Verpflegung

Bereits während ihrer Weiterbildung teilten Bianca Blaß und Robin Stolz eine Überzeugung: Gemeinschaftsverpflegung müsse Genuss und Emotionen vermitteln und dürfe sich nicht auf die reine Nahrungsaufnahme beschränken. In seiner Funktion als Head of Food and Beverage bei Lindt habe Stolz diese Vision konsequent in die Praxis übertragen.

Viele Betriebsgastronomien seien aus den herausfordernden vergangenen Jahren zweckmäßig und funktional, teilweise aber auch leer und seelenlos hervorgegangen, erklärte Bianca Blaß. Robin Stolz habe sich damit nicht abgefunden. Statt lediglich Essen auszugeben und Budgets zu verwalten, habe er die Betriebsgastronomie von einem schlichten Speiseraum in eine Wohlfühloase verwandelt.
„Mit seiner Leidenschaft, seinem kompromisslosen Gespür für Qualität und einem großartigen Team an seiner Seite hat er seine Kantine wieder zu dem gemacht, was sie eigentlich sein sollte: zu einem lebendigen Treffpunkt.“
Die Mitarbeitenden kämen nicht nur, um satt zu werden, sondern auch, um aufzuatmen, miteinander ins Gespräch zu kommen, gemeinsam zu lachen und neue Energie zu tanken.
„Er hat den Begriff ‚Gemeinschaft‘ in der Gemeinschaftsverpflegung wieder mit echtem Leben gefüllt“, fasste die Laudatorin seine Leistung zusammen.

Wirtschaftlichkeit, Menschlichkeit und Genuss vereint

Exzellentes GV-Management zeige sich darin, wirtschaftliche Anforderungen mit Menschlichkeit und kulinarischem Anspruch zu verbinden. Genau das sei Robin Stolz gelungen. Der sichtbare Erfolg liege dabei nicht allein in Kennzahlen oder Konzepten: Wenn die Gäste jeden Tag mit einem Lächeln an den Tischen säßen, sei dies der schönste Beweis für seine Arbeit.

Vom gemeinsamen Philosophieren über ein Traumdessert bis auf die große Bühne der Branche sei es ein besonderer Weg gewesen, sagte Bianca Blaß. Umso stolzer sei sie darauf, diesen Meilenstein miterleben zu dürfen.

Anschließend lüftete sie das bis dahin gehütete Geheimnis: „Der GV-Manager des Jahres ist Robin Stolz. Herzlichen Glückwunsch, komm nach oben und lass dich feiern!“

Bianca Blaß gratuliert Robin Stolz
Bild: Lindner

Robin Stolz: „Wir können wirklich etwas bewegen“

Robin Stolz zeigte sich von der Auszeichnung sichtlich überrascht. Selbst Bianca Blaß, mit der er gemeinsam zur Veranstaltung gekommen war, hatte ihm zuvor nichts verraten. Mit dem bedeutendsten Preis der GV-Branche ausgezeichnet zu werden, mache ihn „unendlich stolz und dankbar“, erklärte der neue GV-Manager des Jahres 2026. „Ohne die Menschen an meiner Seite, mein Team, wäre dieser Erfolg nicht möglich gewesen“, unterstrich er.

Robin Stolz, GV-Manager des Jahres 2026, richtete einen Appell an die Branche
Robin Stolz, GV-Manager des Jahres 2026, nutzte die Dankesworte, um einen Appell an die Branche zu richten (Bild: Baumann)

„Wir sollten uns der riesigen Chance bewusst sein, die wir als Führungspersönlichkeiten haben. Wir können es schaffen, Menschen miteinander zu verbinden, Ideen weiterzubringen, aber auch Menschen zu formen.“

Robin Stolz, GV-Manager des Jahres 2026

Ein besonderer Dank galt seiner langjährigen Weggefährtin und Laudatorin. Ihre emotionale und sehr persönliche Würdigung habe ihn tief berührt und den ohnehin unvergesslichen Abend noch besonderer gemacht.

In seinen Dankesworten lenkte Robin Stolz den Blick jedoch schnell vom persönlichen Erfolg auf die Verantwortung von Führungspersönlichkeiten. „Wir sollten uns der riesigen Chance bewusst sein, die wir als Führungspersönlichkeiten haben“, betonte er.

„Wir können es schaffen, Menschen miteinander zu verbinden, Ideen weiterzubringen, aber auch Menschen zu formen“, sagte Stolz. Gerade in der Gastronomie arbeiteten viele Quereinsteiger sowie Menschen mit schwierigen persönlichen Hintergründen oder weniger geradlinigen Lebensläufen. Es sei Aufgabe der Führungskräfte, diese Beschäftigten gleichermaßen zu fördern und zu fordern.

Appell an die Branche

Zugleich würdigte Robin Stolz die Leistungen der anderen Nominierten und Branchenkollegen. Manche von ihnen verantworteten deutlich größere Verpflegungszahlen und führten umfangreichere Teams. Gerade darin liege jedoch auch ein großer Hebel, Mitarbeitende positiv zu beeinflussen und als Vorbild voranzugehen.

„Lasst uns gemeinsam anpacken – als Führungskräfte und als Genussmenschen“, appellierte der GV-Manager des Jahres an die Gäste. Denn wenn Verantwortliche Menschen miteinander verbänden, Talente entwickelten und ihre gemeinsamen Werte lebten, „dann können wir wirklich etwas bewegen“.

Quelle: Redaktion GVMANAGER/ B&L MedienGesellschaft

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Bild von Claudia Kirchner

Claudia Kirchner

Die Branche der Gemeinschaftsgastronomie begleitet Claudia Kirchner nun schon seit fast 20 Jahren, gestartet als journalistische Quereinsteigerin, wie im Fachjournalismus nicht selten. Dafür ist sie als Dipl.-Oecotrophologin quasi vom „Fach“. Und obwohl ihre Leidenschaft zu Studienzeiten eher der Ernährungsphysiologie und Mikrobiologie, denn der Haushalts- und Großküchentechnik galt, machte sie die redaktionelle Arbeit zu einer ausgewiesenen Technikexpertin. Als einstige FÖJ-lerin sensibilisiert für „Ökologie“, hat sie zudem deren „große Schwester“ – Nachhaltigkeit – frühzeitig in der Münchner Zentralredaktion zum Thema gemacht. Ihr Antrieb als Chefredakteurin des GVMANAGER, Redakteurin des Fachmagazins und Impulsgeberin der Zentralredaktion ist es, den Lesern praxistaugliche Tipps für den Umgang mit kleinen und großen Herausforderungen des Großküchenalltags an die Hand zu geben und spannende Einblicke in Erfolgsrezepte von Kollegen zu geben.

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