Beim Deutschen Tee & Kräutertee Verband übernimmt Annemarie Leniger den Vorsitz und folgt damit auf den ehemaligen Teekanne-Geschäftsführer Frank Schübel, der die Verbandsarbeit in den vergangenen sechs Jahren maßgeblich geprägt hat. Leniger, die Geschäftsführerin der Ostfriesischen Teegesellschaft ist, bringt langjährige Erfahrung aus der Branche mit und war seit 2014 bereits als stellvertretende Vorsitzende ehrenamtlich für den Verband tätig.
Deutscher Tee & Kräutertee Verband: Wechsel im Vorsitz
Annemarie Leniger verantwortete im Deutschen Tee & Kräutertee Verband bisher den Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit. Die studierte Betriebswirtin kommt direkt aus dem Kreis der deutschen Teeunternehmen und steht nun an der Spitze des Verbands. Sie folgt auf Frank Schübel von Teekanne, unter dessen Leitung viele für die Teebranche wichtige Projekte ins Leben gerufen und umgesetzt wurden. Neu in den Vorstand rückt zudem Christian Mestwerdt, der Teil der Geschäftsführung bei Teekanne ist.
Fokus auf Kontinuität, Regulierung und politische Interessenvertretung
Tees, Kräuter- und Früchtetees aus deutscher Produktion genießen national und international einen ausgezeichneten Ruf. Diese positive Wahrnehmung will Annemarie Leniger weiter stärken. „Tee ist ein gesundes, genussvolles und sicheres Lebensmittel, das unser Leben vielfältig bereichert. Gleichzeitig setzen immer strengere gesetzliche Regulierungen die sensiblen Lieferketten für Tee und Kräutertee unter Druck. Wir brauchen eine Regulierung, die sachgerecht und praxisnah ist“, mahnt Annemarie Leniger zu mehr Zurückhaltung bei Gesetzen, die die Handlungsfähigkeit der Teeunternehmen weiter unnötig einschränken. Auch künftig will sie die Interessen der Branche im Dialog mit politischen Entscheidungsträgern in Deutschland und auf EU-Ebene klar vertreten.
Nachhaltigkeit, Verbraucherschutz und Verantwortung in der Teewirtschaft
Die deutschen Teeunternehmen investieren nach Verbandsangaben erheblich, um die Vielfalt und die hohe Qualität von Tee langfristig zu sichern, wobei Nachhaltigkeit einen besonders hohen Stellenwert einnimmt. „Bei unseren Mitgliedsunternehmen sind Verbraucherschutz und soziale Verantwortung seit langem gelebte Praxis. Die Nachhaltigkeitsgesetzgebung zielt zwar in die richtige Richtung. Die Umsetzung jedoch lähmt unsere Mitgliedsunternehmen und bringt in den Ursprungsländern mehr Probleme als dass sie hilft“, betont Annemarie Leniger. Sie will sich weiterhin für Gesetze einsetzen, die in den Ursprungsländern tatsächlich Probleme lösen und Unternehmen dabei unterstützen.