Bayerns staatliche Kantinen haben die selbst gesetzten Ziele für mehr regionale und ökologische Lebensmittel bereits weitgehend erreicht. Nach einer aktuellen Erhebung beziehen von 91 bewirtschafteten staatlichen Kantinen 82 mindestens die Hälfte ihrer eingesetzten Lebensmittel aus regionaler und ökologischer Erzeugung. Versorgt werden täglich mehr als 15.500 Gäste in Einrichtungen unterschiedlichster Größe von wenigen Dutzend Essen bis hin zu weit über tausend Mahlzeiten pro Tag.
Zielvorgaben für Bayerns staatliche Kantinen
Die Bayerische Staatsregierung hatte im Jahr 2020 das Ziel festgelegt, dass in den staatlichen Kantinen bis 2025 mindestens 50 Prozent der eingesetzten Lebensmittel regional oder ökologisch erzeugt sein sollen. Begründet wurde dies mit der Vorreiterfunktion der staatlichen Kantinen für andere Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung. Die aktuelle Erhebung zeigt, dass bereits mehr als 90 Prozent der staatlichen Kantinen diese Vorgabe erfüllen.
Entwicklung der Regional- und Bioquoten
Im Jahr 2023 haben 64 Prozent der staatlichen Kantinen die Vorgaben des Ministerratsbeschlusses erfüllt. Im Jahr 2024 erreichten 81 Prozent das Ziel. In der aktuellen Erhebung wird eine weitere Steigerung auf 82 von 91 bewirtschafteten staatlichen Kantinen ausgewiesen, die mindestens die Hälfte ihrer Lebensmittel aus regionaler und ökologischer Erzeugung beziehen.
Bewertung durch Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber erklärte: „Dass bereits heute mehr als 90 Prozent der staatlichen Kantinen die Vorgabe erfüllen, ist eine beeindruckende Leistung. Die Verantwortlichen haben das trotz stetig steigender Kosten, begrenzter Personalkapazitäten, stark schwankender Gästezahlen und hoher Preissensibilität der Gäste erreicht. Umso höher ist das Engagement der Küchenteams zu bewerten und verdient schon große Anerkennung.“
Zu den Ergebnissen der jüngsten Erhebung sagte Michaela Kaniber weiter: „Die Zahlen aus unserer jüngsten Erhebung bestätigen, dass mehr Regionalität und mehr Bio in der Gemeinschaftsverpflegung möglich sind. Besonders freut mich an der Entwicklung, dass wir so gleichzeitig die regionalen Kreisläufe von der Erzeugung über die Verarbeitung bis zum Verkauf stärken und einen wichtigen Beitrag zu einer resilienten sicheren Lebensmittelversorgung in Bayern leisten. Dazu müssen wir die begonnenen Schritte jetzt entschieden weitergehen.“
Auswirkungen auf regionale Wertschöpfung
Die hohe Quote an verwendeten regionalen und ökologischen Lebensmitteln in den staatlichen Kantinen wird nach Angaben des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus über die Einrichtungen selbst hinaus wirksam. Sie stärkt regionale Wertschöpfungsketten, schafft verlässliche Absatzmöglichkeiten für landwirtschaftliche Betriebe sowie das Lebensmittelhandwerk und trägt dazu bei, die wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen zu fördern. Darüber hinaus sieht das Ministerium darin einen Beitrag zu einer resilienten und sicheren Lebensmittelversorgung in Bayern.
Unterstützungsangebote für staatliche Kantinen
Das Landwirtschaftsministerium wird die staatlichen Kantinen weiterhin mit einem unterstützenden Angebot begleiten. Dazu gehören insbesondere fachliche Beratung, Vernetzungsveranstaltungen sowie praxisorientierte Hilfestellungen für die Beschaffung und den Einsatz regionaler und ökologischer Lebensmittel.
Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Tourismus