Mit der Streetfood-Aktion „Meet & Eat“ hat die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) in Berlin über 300 Vertreter aus Parlament, Bundesregierung und der gesamten Gastwelt vor dem Reichstagsgebäude zusammengebracht, um den direkten Austausch zwischen Politik und unternehmerischer Praxis zu stärken. Im Fokus standen aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen für Tourismus, Travel, Hospitality, Foodservice, Catering und Freizeitwirtschaft sowie politische Debatten rund um Rente und Mehrwertsteuer.
„Meet & Eat“: Austausch vor dem Reichstagsgebäude
Die Streetfood-Aktion „Meet & Eat“ der Denkfabrik Zukunft der Gastwelt wurde in Zusammenarbeit mit weiteren Organisationen vor dem Reichstagsgebäude in Berlin ausgerichtet. Ziel des Formats ist es, den direkten Austausch zwischen Politik und unternehmerischer Praxis zu stärken, insbesondere in einer Zeit zunehmender wirtschaftlicher Herausforderungen für Unternehmen der Gastwelt. Die neuen Vorschläge zur Rente und Diskussionen um die Mehrwertsteuer werden als Themen mit hoher Relevanz für die Gastwelt-Unternehmen beschrieben.
DZG-Vorstandssprecher Dr. Marcel Klinge betont die wirtschaftliche Bedeutung der Branche: „Die Gastwelt erwirtschaftet jedes Jahr mehr als 480 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung, beschäftigt Millionen Menschen und hält unsere Innenstädte, Regionen und Tourismusstandorte lebendig. Trotzdem wird ihre Bedeutung in vielen wirtschaftspolitischen Debatten noch immer unterschätzt. Das führt in der Folge häufig zu schwierigen Entscheidungen.“ Er unterstreicht zugleich die Relevanz des Formats: „Gerade deshalb ist der persönliche Austausch so wichtig. Gute Standortpolitik entsteht nicht am Reißbrett, sondern im Gespräch mit den Menschen, die täglich Verantwortung für Unternehmen, Beschäftigte und Gäste tragen.“
Wirtschaftlicher Druck und politische Rahmenbedingungen
Nach Ansicht der Denkfabrik steht die Gastwelt vor einer neuen Phase wirtschaftlicher Unsicherheit. Genannt werden unter anderem steigende Personal-, Energie- und Finanzierungskosten, anhaltende Bürokratie, eine schwache Konsumnachfrage sowie politische Debatten über Rentenreform, Sozialabgaben, Minijobs und die angespannte Haushaltslage des Bundes. Viele Betriebe verfügten trotz erster Entlastungen noch immer über zu geringe Spielräume für Investitionen, Innovationen und den notwendigen Strukturwandel.
Ein wichtiger Gesprächsschwerpunkt des diesjährigen „Meet & Eat“ waren die Pläne der Bundesregierung zur Rentenreform sowie die Auswirkungen der angespannten Haushaltslage auf die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Gastwelt. Aus Sicht der Denkfabrik braucht die Branche mehr politische Verlässlichkeit statt neuer Belastungen.
Dr. Marcel Klinge beschreibt die Situation so: „Wir erleben derzeit eine Verdichtung der Herausforderungen. Deshalb brauchen wir jetzt vor allem Planungssicherheit und einen engen Dialog zwischen Politik und Wirtschaft.“ Nach Darstellung der Denkfabrik brauche die Gastwelt bessere Wettbewerbsbedingungen, mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit und einen konsequenten Bürokratieabbau. Jeder Euro und jede Stunde, die Betriebe nicht in Verwaltung investieren müssten, stünden für Service, Qualität, Digitalisierung oder die Ausbildung neuer Fachkräfte zur Verfügung.
Breite Beteiligung von Gastwelt-Organisationen
An der gemeinsamen Aktion beteiligten sich nach Angaben der Denkfabrik zahlreiche Organisationen aus der Gastwelt. Genannt werden der Verband Deutscher Freizeitsparks und Freizeitunternehmen (VDFU), der Verband der Fachplaner Gastronomie (VdF), der Verband Internet Reisevertrieb (VIR), der Bundesverband der Deutschen Incoming-Unternehmen (BVDIU), der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmen (bdo), das Deutsches Jugendherbergswerk (DJH), die Initiative Fair Job Hotels, der HKI Industrieverband Haus-, Heiz- und Küchentechnik, der Travel Industrie Club (TIC) sowie die Firma Weitblick Workware.
Die Denkfabrik verfolgt das Ziel, eine möglichst breite politische Koalition für stabile und verlässliche Rahmenbedingungen der Gastwelt zu schmieden – über Parteigrenzen und föderale Ebenen hinweg. Im Mittelpunkt steht dabei, die fiskalische und politische Planbarkeit für die Unternehmen nachhaltig zu erhöhen und wirtschaftspolitische Entscheidungen frühzeitig mit der Praxis zu spiegeln.
Quelle: Denkfabrik Zukunft der Gastwelt
Jetzt zum Newsletter anmelden!
Wollen Sie keine aktuellen News, spannende Hintergrundberichte oder Interviews verpassen? Dann melden Sie sich jetzt hier zu unserem Branchen-Newsletter an!