Die internationale Vereinigung der Jeunes Restaurateurs (JRE) hat beim internationalen JRE Kongress in Köln Frédéric Morel vom Restaurant Cœur D’Artichaut in Münster im Rahmen der JRE-International Awards zum Koch des Jahres gekürt. Die deutsche Delegation der Jeunes Restaurateurs Deutschland richtete den Kongress aus, an dem rund 500 Teilnehmer, darunter über 400 Spitzenköche und Sommeliers aus 21 Ländern, teilnahmen.
Internationaler JRE Kongress in Köln
Die kulinarische Welt war in Köln zu Gast, als die Jeunes Restaurateurs Deutschland als Gastgeber den internationalen JRE Kongress ausrichteten. Vom 19. bis 21. April wurde die Stadt am Rhein zum Treffpunkt für die Teilnehmer aus 21 Ländern. Nach Angaben der Veranstalter zeigte der Kongress, „was die JRE ausmacht: Gemeinschaft, Austausch und die Freude daran, Genuss gemeinsam weiterzudenken“.
Den Auftakt bildete ein festlicher Abend in der Flora. Die vier Zwei-Sterne-Köche Jan-Philipp Berner (Söl’ring Hof, Rantum/Sylt), Frédéric Morel (Cœur D’Artichaut, Münster), Sebastian Obendorfer (Obendorfers Eisvogel, Neunburg vorm Wald) und Tobias Bätz (Restaurant AURA by Alexander Herrmann & Tobias Bätz, Wirsberg) präsentierten ein 8-Hands-Dinner. Dabei zeigten sie, wie vielseitig und zugleich präzise moderne deutsche Spitzenküche heute ist.
Auszeichnung für Frédéric Morel
Ein Höhepunkt des internationalen JRE Kongresses war die Verleihung der JRE-International Awards, bei der Frédéric Morel zum Koch des Jahres gekürt wurde. Die Auszeichnung würdigt nach den Angaben der Jeunes Restaurateurs nicht nur das handwerkliche Können des deutschen Mitglieds, sondern auch seine eigene kulinarische Handschrift.
Morels Küche verbindet seine bretonische Herkunft, kreolische Einflüsse und seine Wahlheimat Münster zu einer klaren, eigenständigen Handschrift. Sie wird als präzise, kreativ und persönlich geprägt beschrieben. Gemeinsam mit seiner Frau Elisabeth führt er das Cœur D’Artichaut als Familienbetrieb, in dem Küche und Service Hand in Hand gehen und Gastfreundschaft erlebbar wird.
Oliver Röder, Präsident der Jeunes Restaurateurs Deutschland, erklärt zu der Auszeichnung: „Wir freuen uns sehr, dass diese Auszeichnung nach Deutschland geht. Frédéric Morel steht exemplarisch für das, was unsere Vereinigung ausmacht: handwerkliche Präzision, Persönlichkeit und die Fähigkeit, Gäste wirklich zu begeistern“.
Kölner Programm zwischen Brauhaus, Dom und Summit
Der zweite Kongresstag stand laut Veranstaltern ganz im Zeichen von Austausch und Erlebnis. Nach einem Frühstück in einem typischen Kölner Brauhaus folgte eine exklusive Besichtigung des Kölner Doms mit privatem Konzert der kölschen Kultband „Die Höhner“. Im Anschluss versammelten sich die Mitglieder in ihren Kochjacken zu einem Gruppenfoto auf der Domplatte. Diese Programmpunkte sollten Momente schaffen, in denen das besondere Kölner Lebensgefühl spürbar wurde, das als offen, herzlich und verbindend beschrieben wird.
Im Anschluss lud der JRE Summit zum Probieren und Entdecken ein und stellte die hochwertigen Produkte der deutschen Partner in den Fokus. An zahlreichen Ständen präsentierten diese ihre Produkte und luden zum Austausch ein. Deutsche und internationale Mitglieder zeigten, wie aus den Produkten konkrete Gerichte entstehen – in Masterclasses und an eigenen Stationen, direkt aus der Praxis. Beschrieben wird ein lebendiger Austausch, bei dem sich Produktqualität, handwerkliche Präzision und kulinarische Handschrift unmittelbar verbinden.
Den Abschluss des internationalen JRE Kongresses bildete eine gemeinsame Fahrt auf dem Rhein an Bord eines KD-Schiffs. Dieser Ausklang bot erneut Raum für Gespräche, Begegnungen und neue Verbindungen. Oliver Röder resümiert: „Was bleibt, sind zwei intensive Tage voller Energie, Begegnungen und echter JRE Momente – und eine unvergessliche Zeit für unsere internationalen Gäste und unsere deutschen Mitglieder. Genau diese besondere Mischung aus Leidenschaft, Austausch und Gemeinschaft macht die JRE aus. Dass wir diesen Kongress in dieser Form erleben konnten, verdanken wir vor allem dem großen Engagement unserer Mitglieder und Partner. Darauf bin ich sehr stolz“.
Quelle: JRE