Mit dem Mitmach-Programm Food’n School unterstützt die Verbraucherzentrale Niedersachsen Schulen dabei, ihre Verpflegung praxisnah und individuell zu verbessern. Angesprochen sind alle Schulformen in Niedersachsen, unabhängig von Trägerschaft oder bestehendem Verpflegungssystem. Bis 20. Juli läuft eine neue Bewerbungsrunde für das Programm, in der Schulen konkrete Verbesserungen in ihrer Verpflegungssituation anstoßen können.
Food’n School löst das Programm „Schule auf EssKurs“ der Verbraucherzentrale Niedersachsen ab, das nach vielen Jahren im Sommer 2025 beendet wurde.
Herausforderungen und Ziele der Schulverpflegung
Nach Angaben der Verbraucherzentrale steht die Schulverpflegung vielerorts vor großen Herausforderungen. Genannt werden „ungesunde Snacks, wenig Auswahl oder ein Angebot, das von Schülerinnen und Schülern kaum angenommen wird“. Zugleich wird betont, dass gutes Essen ein entscheidender Faktor für Gesundheit, Konzentration und Wohlbefinden im Schulalltag ist. Mit dem Mitmach-Programm sollen Schulen dabei unterstützt werden, ihre Verpflegungssituation nachhaltig zu verbessern. Ziel ist es laut Verbraucherzentrale, „bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln, die langfristig im Schulalltag verankert werden können“.
Mitmach-Programm im Überblick
Food’n School ist als Mitmach-Programm konzipiert, das Schulen dort abholt, wo sie aktuell stehen. „Ob Frischeküche, Warmanlieferung, Caterer, Schülerfirma oder Elterninitiative: Jede Schule kann dort ansetzen, wo sie aktuell steht“, erklärt Kathrin Bratschke, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Der Fokus kann auf der gesamten Verpflegung liegen oder auf einzelnen Bereichen wie der Mittagsverpflegung, Frühstücks- und Zwischenangeboten oder dem Cafeteria-Sortiment. Das Programm beginnt damit, vor Ort den Unterstützungsbedarf zu ermitteln, um anschließend die nötigen Arbeitsschritte zu definieren. Bestandteil des Programmssind zudem ein Online-Seminar mit allen beteiligten Schulen sowie eine digitale Abschlussveranstaltung. Bratschke betont dabei: „Eine gute Schulverpflegung ist kein Luxus, sondern eine wichtige Grundlage, um erfolgreich zu lernen und gesund aufzuwachsen.“
Zielgruppe und Teilnahmebedingungen
Das Programm richtet sich an Schulen aller Schulformen in Niedersachsen, unabhängig von ihrer Trägerschaft oder ihrem bestehenden Verpflegungssystem. „Viele Schulen möchten etwas verändern und wissen oft auch schon was. Haben sie ihr Ziel definiert, begleiten wir sie fachlich bei ihrem Vorhaben“, so Kathrin Bratschke. Noch bis zum 20. Juli 2026 haben Schulen in Niedersachsen die Möglichkeit, sich für das Programm zu bewerben. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass Schulen mindestens ein Ziel zur Optimierung ihrer Verpflegung formulieren, Schülerinnen und Schüler aktiv beteiligen sowie Ernährungsbildung in den Schulalltag integrieren oder stärken.
Die Food’n School Runde 2026/27 startet mit Beginn des neuen Schuljahres und endet spätestens im Mai 2027. Da Nachhaltigkeit sowie Verstetigung wichtig ist, kann eine erneute Teilnahme erfolgen.
Quelle: Verbraucherzentrale Niedersachsen
Mensen zu Lernorten
Das Land Niedersachsen rückt mit dem Modellvorhaben „Ernährungsbildung stärken – Mensen zu Lernorten“ die Schulmensa stärker in den Mittelpunkt der Ernährungsbildung. Lesen Sie hier mehr zum Projekt.