Koch des Jahres Finalisten
Quelle: Melanie Bauer Photodesign

Koch des Jahres Finalisten kochen gemeinsam in der FRALounge

Mit einem speziell für den Anlass entwickelten Sechs-Gänge-Menü haben die sechs Koch des Jahres Finalisten 2026 in der FRALounge am Flughafen Frankfurt rund 80 geladene Gäste aus Medien, Industrie und Gastronomie empfangen. Simon Bantle, Mustafa Mirzaei, Aljoscha Knoblich, Lukas Baumgartner, Tetiana Berezhna und Semi Hassine präsentierten dabei erstmals gemeinsam ihre kulinarische Handschrift und gaben einen Vorgeschmack auf das Finale von Koch des Jahres 2026 in der Motorworld München.

Sechs Gänge, sechs Identitäten

Im Mittelpunkt des Nachmittags standen sechs Teller mit sechs unterschiedlichen Geschichten. Jeder Gang des Menüs in der FRALounge war als kulinarische Reise in die Biografie der Finalisten angelegt.

Mustafa Mirzaei ließ sich bei seiner Vorspeise von einer Reise nach Thailand inspirieren, auf der ihn ein Kohlrabisalat überzeugte. In der FRALounge kombinierte er diesen Salat mit Balfegó-Thunfisch, Avocado, Physalis und einer Säure aus kalter Buttermilch.

Quelle: Melanie Bauer Photodesign

Simon Bantle erinnerte sich an seine erste große Reise mit seinem Vater nach Mexiko und servierte eine Hommage an das Streetfood, das ihn dort geprägt hat.

Quelle: Melanie Bauer Photodesign

Aljoscha Knoblich interpretierte das Leipziger Allerlei als „Hamburger Allerlei“ mit Aquanaria Wolfsbarsch, Erbse, Spargel und Büsumer Krabbe neu und setzte damit seine Wahlheimat an der Elbe in Szene.

Quelle: Melanie Bauer Photodesign

Lukas Baumgartner stellte mit seinem Hauptgang das traditionelle Handwerk in den Vordergrund und präsentierte Filet Wellington mit Sellerie und Pilzen.

Quelle: Melanie Bauer Photodesign

Für Tetiana Berezhna wurde das Pre-Dessert zu einer Hommage an einen Tee aus ihrer Kindheit in der Ukraine. Sie servierte einen weißen Brownie mit Cranberry, weißer Schokolade, Mohn und Hibiskus.

Quelle: Melanie Bauer Photodesign

Semi Hassine setzte im Dessert auf eine Kombination aus Banane, Kaffee und Jalapeño.

Quelle: Melanie Bauer Photodesign

Bereits der Empfang spiegelte die Bandbreite des Konzepts wider. Gereicht wurden Cocktails mit und ohne Alkohol von The Taste Symphony mit Nic Shanker, Jamón Ibérico von Jamónes Blázquez sowie eine grüne Auster mit Oyster Leaf, Salty Finger und Apple Blossom. Der Gruß aus der Küche umfasste Rindertatar mit gerösteter Brioche und Eigelb von Lukas Baumgartner, eine Lachs-Croustade mit Petersilie, Crispy Chili und Forellenkaviar von Aljoscha Knoblich sowie knuspriges Pani Puri mit Zitrus-Linsen von Mustafa Mirzaei.

Im Sechs-Gänge-Menü folgten auf die Vorspeise von Mustafa Mirzaei zunächst die Ibérico-Schweinebäckchen mit geräuchertem Mais, Jalapeño und Koriander von Simon Bantle, anschließend der Zwischengang „Hamburger Allerlei“ von Aljoscha Knoblich, das Filet Wellington von Lukas Baumgartner, das Pre-Dessert von Tetiana Berezhna und das Dessert von Semi Hassine. Zum Abschluss wurden Pralinen serviert, darunter eine Nougatpraline mit Sesam und Schwarzkümmel von Semi Hassine, eine Schokoladenpraline mit Cassis und Sherry von Tetiana Berezhna sowie Erdnuss-Salzkaramell von Simon Bantle.

Teamspirit in der Wettbewerbsküche

Prägend für den Nachmittag war nicht nur das Menü, sondern auch die Zusammenarbeit hinter den Kulissen. Die sechs Koch des Jahres Finalisten standen sich nicht als Konkurrenten gegenüber, sondern agierten als Team. Gemeinsam mit ihren Wettbewerbsassistenten, darunter Tobias Bullmann, Joachim Kraft, Théophile Burger, Volodymyr Zorin und Marcel Bantle, setzten sie das Menü für 80 Gäste in einer Küche um, in der sie erstmals zusammen arbeiteten.

Die Geschäftsführerin der Roika Solutions, Nuria Roig, betonte den Anspruch des Events: „Wir sind unglaublich stolz auf die Arbeit und Leistung der Teams. Ein kulinarisch überragendes Menü mit spannenden Kombinationen auf einem sehr hohen Niveau. Wir sind jetzt schon sehr gespannt auf den finalen Wettkampf.“ Auch der amtierende Koch des Jahres, Daniel Wallenstein, war unter den Gästen und verfolgte die Präsentation der Finalisten. Sein Urteil: „Sehr hohes Niveau, kreativ und dazu ein absoluter Team-Spirit unter den Köch:innen – das gibt es nur bei Koch des Jahres.“

Eventkulisse mit Blick aufs Rollfeld

Für die Präsentation der Finalisten wählte Koch des Jahres mit der FRALounge am Flughafen Frankfurt eine Location direkt am Rollfeld. Durch große Fensterfronten verfolgten die Gäste Starts und Landungen, während im Innenraum Fine Dining serviert wurde. Die Kombination aus kulinarischem Handwerk und der Betriebsamkeit eines der größten Flughäfen Europas prägte die Atmosphäre des Nachmittags.

Tabea Palmer aus dem Retail Marketing der Fraport ordnete die Veranstaltung in die Umgebung des Flughafens ein: „Wo sonst Menschen zu neuen Zielen aufbrechen, ist an diesem Tag auch die Kulinarik abgehoben. Unsere FRALounge bot den perfekten Rahmen für Spitzenküche, ein hochkarätiges Netzwerk und eine besondere Atmosphäre des Miteinanders, die diesen Tag unvergesslich gemacht hat.“

Unter den rund 80 Gästen befanden sich laut Veranstalter sämtliche Industriepartner von Koch des Jahres, wichtige Vertreter aus Medien und Presse, bekannte Food Creator sowie hochrangige Repräsentanten der Fraport, des Travel Retail und der Airport-Gastronomie. Der Nachmittag war damit auch als Branchentreff angelegt.

Weinbegleitung, Weltpremiere und Handwerk im Fokus

Das Menü von Koch des Jahres wurde von einer abgestimmten Weinbegleitung des Weinguts Korrell Johanneshof begleitet. Die Auswahl reichte von einem Brut Nature Sekt mit 36 Monaten Hefelager bis zu raren Magnum- und Doppelmagnumflaschen, darunter der 2025 Little Lion Rosé, ein 2025 Weißer Burgunder trocken, der 2017 Paradies Riesling trocken aus der 3-Liter-Doppelmagnum, die 2016 Steinmauer Burgundercuvée trocken sowie ein 2024 Paradies Riesling Auslese aus der 1,5-Liter-Magnum.

Für zusätzliche Programmpunkte sorgte eine Weltpremiere im Getränkebereich und klassisches Handwerk. The Taste Symphony präsentierte gemeinsam mit Nic Shanker erstmals neue alkoholfreie Cocktailkreationen. Ein traditioneller Schinkenschneider schnitt Jamón Ibérico von Jamónes Blázquez live direkt vom Bein für die Gäste.

Koch des Jahres: Wettbewerb und Finale 2026

Koch des Jahres wird von der Roika Solutions veranstaltet und zählt zu den bedeutendsten Kulinarikwettbewerben Europas. Bislang haben über 500 Talente teilgenommen, mehr als 50 von ihnen wurden später mit Michelin-Sternen ausgezeichnet. Der Wettbewerb vereint Spitzenküche, Emotion, Live-Spannung und ein Netzwerkformat, das sich an Profiköche und Gastronomen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Südtirol richtet.

Der Wettbewerb verläuft in drei Stufen. In einem schriftlichen Vorentscheid wählt eine Jury die 16 stärksten Talente aus, die im Halbfinale gegeneinander antreten. Die besten sechs erreichen das Finale und kochen dort um den Titel Koch des Jahres. Auf die Gewinnerin oder den Gewinner warten ein Preisgeld von 5.000 Euro sowie hochwertige Sonderpreise der Sponsoren Hobart, Frxsh und Churchill.

Der Nachmittag in der Fralounge war ein Vorgeschmack auf das Finale von Koch des Jahres. Dort entscheidet eine Fachjury, wer den Titel Koch des Jahres 2026 erhält.

Quelle: Koch des Jahres

beenhere

Jetzt zum Newsletter anmelden!

Wollen Sie keine aktuellen News, spannende Hintergrundberichte oder Interviews verpassen? Dann melden Sie sich jetzt hier zu unserem Branchen-Newsletter an!

Bild von Lukas Steiglechner

Lukas Steiglechner

Mit seiner langjährigen Erfahrung als Fachjournalist berichtet Lukas Steiglechner aus der Zentralredaktion in München über aktuelle Entwicklungen in Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Dabei legt er Wert auf klare Einordnung, relevante Entwicklungen und praxisnahe Perspektiven für das professionelle Gastgewerbe.

Mehr zum Thema

Du willst konkrete Infos,
die dein Business voranbringen
nicht "Noch ein Newsletter"?

Unser Newsletter liefert branchenrelevante Trends, praxisnahe Tipps und echte Insights aus Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschafts- und Schulverpflegung – kompakt, fundiert und kostenfrei.

👉 Warum du ihn abonnieren solltest:

  • Trends & Chancen zuerst:
    Du bekommst als einer der Ersten, was die Branche bewegt.
  • Praxis statt Theorie:
    Lösungsorientierte Inhalte, wie du wirklich besser arbeitest.
  • Exklusive Updates & Specials:
    Sondernewsletter, Whitepaper und mehr.