Das aufwändige Auswahlverfahren zum „GV-Team des Jahres 2026“ haben insgesamt drei Teams aus der Gemeinschaftsgastronomie erfolgreich durchlaufen: ein Hospitality-Team aus der Betriebsgastronomie, ein Küchenteam aus der Seniorenverpflegung und ein bundesweites Projektteam aus der Hochschulgastronomie.
Wer von den drei Nominierten am Ende die Nase vorn hat und die Fachjury überzeugt, verkündet die Redaktion GVMANAGER bei der Preisverleihung des Branchenawards am 6. Oktober 2026 in Fürstenfeldbruck.
Einen Überblick über die drei nominierten Teams und ihre besonderen Leistungen gibt es – alphabetisch sortiert – im Folgenden.
HUGO BOSS Hospitality – nominiert als GV-Team des Jahres 2026

- Kategorie: Betriebsgastronomie
- Teammitglieder: rund 100 (aus Küche, Service, Spüle und Reinigung, Administration, Logistik, Bankett, Rezeption und Housekeeping); davon überwiegend Fachkräfte, 1 Auszubildender
- Durchschnittliche Teamzugehörigkeit: 6 Jahre
- Essenszahlen: rund 2.500 Essen täglich
- Besondere Leistung: Transformation der klassischen Betriebsgastronomie zu einem ganzheitlichen Hospitality-Konzept
„Durch unseren konsequenten Qualitätsanspruch und ein ganzheitliches Hospitality-Verständnis ist es gelungen, die Gastronomie als wichtigen Bestandteil des Campuslebens zu etablieren.“
Raphael Steinhart, Head of Hospitality, HUGO BOSS
Das Hospitality-Team von HUGO BOSS am Campus Metzingen steht für die ganzheitliche Neuausrichtung einer klassischen Betriebsgastronomie zu einem Hospitality-Konzept, das weit über die reine Verpflegung hinausgeht. Rund 100 Mitarbeitende sind in zwölf gastronomischen Einheiten aktiv. Dabei arbeitet das Team bewusst in Eigenregie: Alle Mitarbeitenden sind bei Hugo Boss angestellt.
Im Zuge der Transformation entwickelte das Team zahlreiche neue Konzepte und Prozesse.
Besonders bemerkenswert ist, dass die Transformation im laufenden Betrieb umgesetzt wurde – bei hoher Gästezufriedenheit und konsequenter Service- und Qualitätsorientierung. Getreu dem Motto „Hotel ohne Zimmer“ versteht das Team Betriebsgastronomie als vollwertiges Hospitality-Erlebnis. Freundlichkeit, Professionalität, Gastlichkeit und Teamspirit sind dabei ebenso wichtig wie das Produkt auf dem Teller.
„Die Neuausrichtung der gesamten Gastronomie war eine intensive Veränderungsphase“, resümiert Raphael Steinhart. „Besonders wichtig war dabei das Engagement unseres Teams sowie ein gemeinsames Verständnis von Hospitality und Servicequalität.“
Mehr dazu lesen Sie hier im Portrait des nominierten Teams.
Küchenteam Martineum – nominiert als GV-Team des Jahres 2026

- Kategorie: Care-Gastronomie – Seniorenverpflegung
- Teammitglieder: 9, davon 3 Fachkräfte und 3 Auszubildende
- Durchschnittliche Teamzugehörigkeit: 15 Jahre
- Essenszahlen: durchschnittlich rund 460 Essen täglich
- Besondere Leistung: regelmäßige Küchenpartys im Rahmen der Philosophie „Esskultur im Alter“
„Die Küchenpartys zeigen, dass Gemeinschaftsgastronomie im Care-Bereich gleichzeitig wirtschaftlich, qualitativ hochwertig und emotional berührend sein kann. Fachkompetenz, Kreativität und Teamgeist bilden dabei die Grundlage unseres Erfolgs.“
Martin Reinirkens, Küchenleiter, Martineum
Das Küchenteam des Martineum Essen-Steele zeigt mit seinem Projekt „Esskultur im Alter – Aus Versorgung wird Lebensqualität“, dass Care-Gastronomie weit über die klassische Mahlzeitenversorgung hinausgehen kann. Herzstück des Konzepts sind regelmäßig stattfindende Küchenpartys für Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige, Mitarbeitende und Kooperationspartner.
Mit Live-Cooking, Küchenführungen, kulinarischen Quizrunden und einem mehrgängigen Menü schafft das neunköpfige Team besondere Erlebnisse – zusätzlich zum anspruchsvollen Küchenalltag.
Getragen wird das Projekt von einem außergewöhnlich engagierten Team mit einer durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit von 15 Jahren sowie 3 Auszubildenden. Die Bereitschaft zur freiwilligen Mitarbeit an den Küchenpartys ist regelmäßig größer als der tatsächliche Personalbedarf.
„Wir möchten nicht nur gute Mahlzeiten zubereiten. Wir möchten Menschen glücklich machen“, resümiert Martin Reinirkens. „Genau das verbindet unser Team – und macht uns zu einem starken Kandidaten für das GV-Team des Jahres 2026.“
Mehr dazu lesen Sie hier im Portrait des nominierten Teams.
Projekt-Team „Rettet die Knolle“ – nominiert als GV-Team des Jahres 2026

- Kategorie: Hochschulgastronomie
- Teammitglieder: 33 Studierendenwerke (AKAFÖ Bochum, Studierendenwerke aus: Aachen, Berlin, Bielefeld, Darmstadt, Dortmund, Düsseldorf, Dresden, Erlangen-Nürnberg, Essen-Duisburg, Frankfurt/M., Freiburg, Gießen, Hannover, Kaiserslautern, Karlsruhe, Kassel, Koblenz, Köln, Konstanz (Seezeit), Mainz, Marburg, Münster, Osnabrück, OstNiedersachsen, Paderborn, Saarland, Schleswig-Holstein, Siegen, Trier, Vorderpfalz, West:Brandenburg, Wuppertal)
- Beteiligte Bereiche: Küchenleitungen, Köche, Einkauf, Logistik, Kommunikation, Marketing, Verwaltung, Betriebsleitungen und Geschäftsführungen
- Durchschnittliche Teamzugehörigkeit: 10 bis 20 Jahre
- Essenszahlen: zusammen rund 300.000 Essen täglich
- Besondere Leistung: bundesweite Zusammenarbeit gegen Lebensmittelverschwendung und zur Unterstützung regionaler Erzeuger
„Die Kampagne hat gezeigt, was möglich ist, wenn viele Einrichtungen gemeinsam handeln. Aus einer Idee wurde innerhalb weniger Wochen eine bundesweite Bewegung, die Studierende, Mitarbeitende, Landwirte, Wissenschaft und Lieferanten Medien miteinander verbunden hat.“
Gudrun Hartmann, Abteilungsleiterin Verpflegungsbetriebe des Studierendenwerks Frankfurt am Main
Beim Projekt „Rettet die Knolle! – Die Studierenden essen die Kartoffeln!“ haben 33 der deutschlandweit 57 Studierendenwerke gemeinsam bewiesen, was möglich ist, wenn Menschen über organisatorische, regionale und strukturelle Grenzen hinweg zusammenarbeiten.
Auslöser war eine außergewöhnlich gute Kartoffelernte mit erheblichen Übermengen. Hochwertige Lebensmittel drohten, nicht mehr regulär vermarktet zu werden. Der pragmatische Lösungsansatz: Die Betriebe der Hochschulgastronomie nahmen verstärkt Kartoffelgerichte in ihre Speisepläne auf und bildeten damit einen großen gemeinsamen Hebel gegen Lebensmittelverschwendung.
Küchenleitungen, Köche, Einkauf, Logistik, Kommunikation, Marketing, Verwaltung, Betriebsleitungen und Geschäftsführungen arbeiteten nicht nur innerhalb ihrer eigenen Häuser eng zusammen, sondern studierendenwerksübergreifend als großes Netzwerk. Viele Prozesse entstanden spontan, pragmatisch und mit großem Engagement.
Genau diese außergewöhnliche Zusammenarbeit der Studierendenwerke erregte auch die Aufmerksamkeit der Medien und führte zur Nominierung.
Mehr dazu lesen Sie hier im Portrait des nominierten Projekt-Teams.
Quelle: Redaktion GVMANAGER
Wer hat bereits als GV-Team des Jahres gewonnen?
In unserer Historie erfahren Sie, wer seit der Premiere des Branchenpreises im Jahr 2009 als GV-Managerin beziehungsweise GV-Manager des Jahres ausgezeichnet wurde und welche GV-Teams seit 2020 den Branchenaward erhalten haben.