LAP Coffee eröffnet seinen ersten Store in Köln und bringt damit ein Konzept in die Domstadt, das Specialty Coffee mit einem Preisniveau verbindet, das bisher eher klassischen Coffee-to-go-Ketten zugeschrieben wurde. Ein Cappuccino kostet bei Lap Coffee 2,50 Euro. Mit dem neuen Standort expandiert das Berliner Unternehmen erstmals gezielt in den westdeutschen Markt, weitere Standorte in deutschen Großstädten sind bereits geplant.
Konzept: Specialty Coffee zum Coffee-to-go-Preis
Die Idee hinter Lap Coffee ist, dass guter Kaffee kein Luxusprodukt sein soll, sondern ein selbstverständlicher Teil des Alltags. „Wir wollten ein Modell entwickeln, bei dem Menschen nicht überlegen müssen, ob sie sich guten Kaffee leisten können“, sagt Ralph Hage, Gründer von Lap Coffee. Das Unternehmen kombiniert Specialty Coffee mit einer Preisstruktur, die bislang eher mit klassischen Coffee-to-go-Ketten verbunden war.
Im Zentrum steht dabei weniger der Kaffee allein als das operative Modell. Statt großer Caféflächen setzt Lap bewusst auf kompakte urbane Standorte mit hohem täglichem Fußverkehr. Die Stores sind schnell, reduziert und auf Wiederholbarkeit ausgelegt. „Viele Specialty-Coffee-Konzepte wurden historisch eher wie klassische Café-Gastronomie gedacht: mit großen Aufenthaltsflächen und entsprechend hohen Fixkosten“, sagt Ralph Hage. „Wir denken Kaffee stärker als modernes, urbanes Alltagsprodukt.“
Betriebskonzept: Mikrolagen und hohe Auslastung
Lap konzentriert sich bewusst auf hochfrequentierte Mikrolagen mit hohem Laufkundschaftsanteil. Durch kleinere Flächen, reduzierte Komplexität und hohe Auslastung entsteht eine Preisstruktur, die das Unternehmen in die Nähe klassischer Coffee-to-go-Ketten rückt, allerdings bei gleichzeitigem Fokus auf Specialty Coffee. Die Stores sind auf Geschwindigkeit und Wiederholbarkeit angelegt und orientieren sich an einem urbanen Alltagskonsum von Kaffee.
Köln als Standort mit lebendiger Cafékultur
Für Köln sei genau dieses Konzept spannend, teilt das Unternehmen mit. Die Stadt zeichnet sich nach Einschätzung von Lap durch eine starke Cafékultur, hohe Dichte und ein ausgeprägtes Straßenleben aus. „Köln hat eine unglaublich lebendige Kaffee- und Nachbarschaftskultur“, sagt Ralph Hage. „Wir sehen, dass Lap sehr gut in diese urbane Dynamik passt.“
Mit dem Kölner Store setzt Lap Coffee erstmals gezielt einen Schritt in den westdeutschen Markt. Der neue Standort ist Teil einer Expansionsstrategie, in deren Rahmen weitere Standorte in deutschen Großstädten geplant sind.
Reaktionen und Rolle unabhängiger Cafés
Die Entwicklung von Lap Coffee hat in der deutschen Kaffeeszene zuletzt auch kulturelle Diskussionen ausgelöst. Kritiker sehen in der schnellen Expansion und den niedrigen Preisen eine Gefahr für unabhängige Cafés. Lap selbst bewertet die Situation anders. „Wir glauben nicht, dass gute Cafés verschwinden, nur weil Kaffee zugänglicher wird“, sagt Ralph Hage. „Am Ende profitieren Städte eher davon, wenn mehr Menschen wieder Teil einer lebendigen Cafékultur werden.“ Das Unternehmen argumentiert, dass unabhängige Cafés weiterhin eine andere Rolle erfüllten.
Quelle: Lap Coffee