School Meals Coalition
Quelle: B&L MedienGesellschaft/Flux (KI)

School Meals Coalition: Schulessen bis 2030 für alle Kinder

Die School Meals Coalition will den Ausbau der Schulverpflegung weltweit beschleunigen und dabei Städte und Kommunalverwaltungen stärker einbeziehen. Bei ihrem dritten Ministerial Task Force Meeting in Rom berieten Vertreter von Regierungen, internationalen Organisationen und weiteren Partnern über bisherige Fortschritte und die nächsten Umsetzungsschritte. Eine gemeinsame Erklärung legt die strategischen Prioritäten für 2027 und 2028 fest. Übergeordnetes Ziel bleibt, bis 2030 allen Kindern regelmäßigen Zugang zu Schulmahlzeiten zu ermöglichen.

Wer steckt hinter der School Meals Coalition?

Die 2021 gegründete School Meals Coalition umfasst inzwischen 113 Länder, sechs regionale Organisationen und mehr als 160 Partner. Das Bündnis setzt sich dafür ein, Schulverpflegungsprogramme auszubauen, ihre Qualität zu verbessern und die dafür erforderlichen nationalen Strukturen langfristig zu festigen. Es geht damit sowohl um den Zugang zu Schulmahlzeiten als auch um die dauerhafte Verankerung der Programme in den beteiligten Ländern.

Eine zentrale Rolle bei der strategischen Ausrichtung übernimmt die Ministerial Task Force, der zwölf Länder angehören. Das Entscheidungs- und Strategiegremium stand bislang unter dem gemeinsamen Vorsitz von Brasilien, Finnland und Frankreich. Beim Treffen in Rom wurde Kenia als viertes Co-Vorsitzland aufgenommen. Mit den vereinbarten Schwerpunkten richtet die Task Force die Arbeit der Koalition und ihrer Mitgliedstaaten für die kommenden zwei Jahre aus.

Von politischen Zielen zu dauerhaften Programmen

Die erste Priorität betrifft die Umsetzung auf nationaler Ebene. Die Erklärung sieht die Regierungen als treibende Kraft, um wirksame Schulverpflegungsprogramme aufzubauen und weiterzuentwickeln. Politische Zielsetzungen sollen in langfristig tragfähige Programme überführt werden, für die die jeweiligen Länder selbst Verantwortung übernehmen. Dazu gehören eine auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhende Gesetzgebung, verlässliche Finanzierungssysteme und belastbare Strukturen für die praktische Umsetzung. Ergänzend sind Monitoringmechanismen vorgesehen, mit denen die Entwicklung der Programme beobachtet werden kann.

Kommunen sollen stärker mitgestalten

Ein zweiter Schwerpunkt liegt auf Städten und Kommunalverwaltungen. Die Koalition betrachtet sie als zentrale Akteure für die Umsetzung der Schulverpflegung und will ihre Rolle entsprechend stärken. Vorgesehen sind eine intensivere Einbindung der kommunalen Ebene, eine bessere Koordination zwischen den verschiedenen staatlichen Ebenen und gezielte Unterstützung für die Umsetzung vor Ort. Damit richtet sich die internationale Strategie ausdrücklich auch auf die Verwaltungsstrukturen, in denen Schulverpflegungsprogramme praktisch umgesetzt werden.

Fachwissen und Finanzierung am Bedarf ausrichten

Als dritte Priorität will die School Meals Coalition die Zusammenarbeit innerhalb ihres Partnernetzwerks vertiefen. Dazu zählen Stiftungen, Unternehmen der Privatwirtschaft, Organisationen der Vereinten Nationen, zivilgesellschaftliche Organisationen, die Wissenschaft und internationale Finanzinstitutionen. Ihr Fachwissen und ihre finanziellen Mittel sollen besser mit den Bedürfnissen der einzelnen Länder zusammengeführt werden. Zugleich soll die engere Zusammenarbeit helfen, bestehende Finanzierungslücken zu schließen. Der Schwerpunkt liegt damit auf einer bedarfsgerechteren Abstimmung der verfügbaren Unterstützung.

Wie bleibt Schulverpflegung politisch sichtbar?

Der vierte Schwerpunkt betrifft die internationale Interessenvertretung. Die Koalition will sich verstärkt dafür einsetzen, dass Schulverpflegung auf der politischen Agenda bleibt und weiterhin finanzielle Mittel sowie politische Unterstützung erhält. Wissenschaftliche Erkenntnisse und belastbare Daten sollen dabei helfen, den Nutzen von Schulmahlzeiten zu belegen und Entscheidungsträger zu überzeugen. Die internationale Zusammenarbeit soll somit nicht nur die Umsetzung unterstützen, sondern auch die politischen Voraussetzungen für eine dauerhafte Förderung der Programme sichern.

Entscheidend ist die Umsetzung vor Ort

Mit ihrer Prioritätensetzung verweist die School Meals Coalition auf mehrere miteinander verbundene Ziele der Schulverpflegung. Nach ihrer Einschätzung können Schulmahlzeiten die Gesundheit fördern, ein gesundheitsförderliches Ernährungsverhalten prägen und Bildung unterstützen. Darüber hinaus sollen sie dazu beitragen, soziale Ungleichheiten zu verringern und lokale Ernährungssysteme zu stärken. Als Voraussetzungen nennen die Fachleute politische Verbindlichkeit, langfristige Finanzierung und starke Partnerschaften. Entscheidend für das Zieljahr 2030 bleibt aus ihrer Sicht, die internationalen Vereinbarungen in wirksame Programme der einzelnen Länder und Kommunen zu übersetzen.

Quelle: Bundeszentrum Kita- und Schulverpflegung

beenhere

Jetzt zum Newsletter anmelden!

Wollen Sie keine aktuellen News, spannende Hintergrundberichte oder Interviews verpassen? Dann melden Sie sich jetzt hier zu unserem Branchen-Newsletter an!

Bild von Lukas Steiglechner

Lukas Steiglechner

Mit seiner langjährigen Erfahrung als Fachjournalist berichtet Lukas Steiglechner aus der Zentralredaktion in München über aktuelle Entwicklungen in Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Dabei legt er Wert auf klare Einordnung, relevante Entwicklungen und praxisnahe Perspektiven für das professionelle Gastgewerbe.

Mehr zum Thema

Du willst konkrete Infos,
die dein Business voranbringen
nicht "Noch ein Newsletter"?

Unser Newsletter liefert branchenrelevante Trends, praxisnahe Tipps und echte Insights aus Gastronomie, Hotellerie, Gemeinschafts- und Schulverpflegung – kompakt, fundiert und kostenfrei.

👉 Warum du ihn abonnieren solltest:

  • Trends & Chancen zuerst:
    Du bekommst als einer der Ersten, was die Branche bewegt.
  • Praxis statt Theorie:
    Lösungsorientierte Inhalte, wie du wirklich besser arbeitest.
  • Exklusive Updates & Specials:
    Sondernewsletter, Whitepaper und mehr.