Wine Paris 2027
Quelle: Wine Paris

Wine Paris 2027 stärkt Geschäftsanbahnung und Marktzugang

Die Wine Paris 2027 bringt vom 15. bis 17. Februar die internationale Wein- und Spirituosenbranche in Paris zusammen. Im Fokus der Fachmesse stehen neue Geschäftskontakte, Einblicke in internationale Märkte sowie der Austausch über aktuelle Branchenthemen. Für den deutschen Markt gewinnt Wine Paris weiter an Bedeutung: Nach einer starken Beteiligung im Vorjahr wächst die deutsche Ausstellungsfläche 2027 um 19 Prozent.

Schwerpunkt Geschäftsanbahnung und internationale Marktzugänge

Neue Geschäftskontakte, internationale Markteinblicke und der Dialog über die Zukunft der Branche stehen im Mittelpunkt der Wine Paris 2027. Vom 15. bis 17. Februar baut die internationale Fachmesse ihre Programme zur Gewinnung qualifizierter Einkäufer und zur gezielten Geschäftsanbahnung weiter aus. Auch die Bereiche Spirituosen und No/Low werden gestärkt. Für den deutschen Markt gewinnt Wine Paris ebenfalls an Bedeutung: Nach einer starken Beteiligung im Vorjahr wächst die deutsche Ausstellungsfläche 2027 um 19 Prozent.

„Die Erwartungen der Wein- und Spirituosenbranche an die Wine Paris waren noch nie so hoch. Wir sehen es als unsere Aufgabe, diesen Erwartungen gerecht zu werden. Wine Paris versteht sich als Dienstleister für seine Aussteller und als Plattform, auf der die Branche Gehör findet. Unser Erfolg bemisst sich ausschließlich an den Ergebnissen, die wir erzielen: abgeschlossene Geschäfte, fundiertere Entscheidungen und Positionen, die Gewicht haben. Diese Grundsätze werden die Ausgabe 2027 prägen“, sagt Nicolas Cuissard, Direktor von Wine Paris.

2026 zählte Wine Paris 6.537 Aussteller und 63.541 Fachbesucher aus 169 Ländern. An diese internationale Beteiligung will die Messe 2027 anknüpfen und neue Geschäftsmöglichkeiten sowie tiefere Einblicke in die globalen Märkte ermöglichen. Die 9. Ausgabe findet erneut unter der Schirmherrschaft des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron statt.

Qualifizierte Einkäufer, Business-Matching und internationale Präsenz

Wine Paris verstärkt die internationale Akquise von Einkäufern, insbesondere in Asien. Ein spezialisiertes Team, das über die Veranstaltungen von Vinexposium das ganze Jahr über enge Kontakte zu den jeweils zehn bis 15 führenden Einkäufern eines Landes pflegt, wird den Club und das Hosted-Buyers-Programm weiter ausbauen. Ziel ist es, besonders aussichtsreiche Einkäufer zu gewinnen, deren Profile den Bedürfnissen der Aussteller entsprechen. Insgesamt sind 70 Prozent der Besucher von Wine Paris Entscheidungsträger mit konkreter Kaufabsicht – ein Beleg für die konsequente Ausrichtung der Messe auf das Geschäft.

Auch der Business-Matching-Service wird weiterentwickelt. Erweiterte Unternehmensprofile und präzisere Suchkriterien sollen die Kontaktanbahnung verbessern. Aussteller können in ihren Katalogprofilen künftig bis zu drei Produktreferenzen präsentieren. So lassen sich relevante Geschäftspartner leichter identifizieren und gezielte Gesprächstermine bereits im Vorfeld der Veranstaltung vereinbaren.

2027 erhalten die großen europäischen Ausstellernationen bei Wine Paris noch mehr Sichtbarkeit. Italien und Spanien präsentieren sich gemeinsam in Halle 1. Internationale Aussteller sind zudem in den Hallen 4 und 6 vertreten, während französische Aussteller in Halle 7 angesiedelt sind. Auch die Präsenz asiatischer Aussteller wird weiter wachsen: China wird mit zwei Pavillons in Halle 6 vertreten sein. Diese Entwicklung knüpft an die Präsenz von Vinexposium in Asien durch Vinexpo Asia an, stärkt die Verbindungen zwischen den Märkten und eröffnet zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten. Erstmals begrüßt die Messe außerdem Aussteller aus Brasilien und Kanada.

Deutschland zählt zu den wichtigsten internationalen Märkten für Wine Paris: Bereits 2026 gehörte das Land zu den fünf größten internationalen Ausstellernationen und den vier wichtigsten Herkunftsländern der Fachbesucher. Für 2027 wächst die deutsche Ausstellungsfläche gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent. Zwei deutsche Pavillons sind bislang angekündigt: Der Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) präsentiert sich mit 36 Mitausstellern und hat seine Ausstellungsfläche gegenüber 2026 mehr als verdoppelt. Auch das Deutsche Weininstitut (DWI) ist erneut vertreten. Darüber hinaus nutzen bekannte deutsche Unternehmen wie Henkell, Peter Mertes und Andreas Oster die internationale Plattform, um ihre Produkte und Marken einem internationalen Fachpublikum vorzustellen.

Academy, Voice of the Industry und Branchendialog

Mit dem Academy-Programm und der redaktionellen Plattform Voice of the Industry bietet Wine Paris Marktanalysen und Experteneinschätzungen, die Fachleute bei fundierten Geschäftsentscheidungen unterstützen. Die 2026 eingeführten Morning Market Briefings werden 2027 fortgesetzt. Die morgendlichen Veranstaltungen vermitteln Ausstellern gezielte Einblicke in internationale Märkte und künftige Trends, um sie bei der Ausrichtung ihrer Geschäftsstrategien zu unterstützen. Auch Konferenzen und Diskussionsrunden widmen sich den Veränderungen im Konsumverhalten und Handel sowie ökologischen und regulatorischen Fragestellungen.

Neben dem wirtschaftlichen Austausch fördert Wine Paris den Dialog zwischen Branchenvertretern und politischen Entscheidungsträgern. Bereits 2026 brachte die Messe, die offiziell vom französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron eröffnet wurde, mehr als 400 französische, europäische und internationale Vertreter des öffentlichen Sektors zusammen. 2027 wird der Bereich Room 8 in die Academy integriert. Er bringt erneut Vertreter der Branche und institutionelle Akteure zusammen, um wirtschaftliche, handelspolitische und regulatorische Herausforderungen zu diskutieren, den Dialog zu fördern und gemeinsame Vorschläge zu entwickeln.

Be Spirits: internationales Angebot für einen sich wandelnden Markt

Seit seiner Einführung im Jahr 2020 wächst Be Spirits kontinuierlich und baut sein Angebot in Halle 5.2 weiter aus. Das zunehmend internationale Ausstellerportfolio orientiert sich an den sich wandelnden Beschaffungsstrategien der Einkäufer. Für 2027 sind neun neue Länder angekündigt: Armenien, Griechenland, Indien, Moldau, Norwegen, Tschechien, Schweden, die Türkei und die Ukraine. Sie ergänzen die bereits vertretenen wichtigen Herkunftsregionen und Länder Irland, Japan, Mexiko, Québec, Schottland und die USA. Aktuell kommen 54 Prozent der Aussteller aus dem Ausland, gegenüber 44 Prozent im Jahr 2026.

Von renommierten Cognac-, Armagnac- und Calvados-Häusern über Whisky-, Tequila-, Mezcal-, Grappa- und Rumproduzenten bis hin zu Sake- und Shōchū-Herstellern vereint Be Spirits etablierte Unternehmen, unabhängige Produzenten und neue Marken. Einkäufer erhalten damit einen umfassenden Überblick über den Spirituosenmarkt. Die Be Spirits Stage bietet Konferenzen, Masterclasses und Demonstrationen, die aktuelle Entwicklungen des Marktes und veränderte Konsumgewohnheiten beleuchten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Sake und Shōchū, in Zusammenarbeit mit der Japan Sake and Shōchū Makers Association.

Auch die 40 Meter lange Infinite Bar, an der 20 führende Pariser Bartender arbeiten, kehrt 2027 zurück. Die Cocktail Pairing Experience zeigt, wie Cocktails Speisen ergänzen können. Ein neues Format, die Spirits Travel Experience, nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch unterschiedliche Trinkkulturen – mit Kreationen von drei internationalen Bartendern.

The Other Sip: neue Identität für das No/Low-Segment

2027 bekommt Be No den neuen Titel The Other Sip. Das 2026 eingeführte Format, das ursprünglich alkoholfreien Getränken gewidmet war, öffnet sich künftig auch für alkoholreduzierte Produkte. Veränderte Konsumgewohnheiten, ein bewussterer Umgang mit Alkohol und innovative Produktentwicklungen machen das No/Low-Segment zunehmend zu einer eigenständigen Kategorie. The Other Sip soll dessen Entwicklung fördern und Marken, Produzenten sowie internationale Einkäufer in Halle 5.1 zusammenbringen.

Bei der zweiten Ausgabe sind bislang 17 Länder vertreten, darunter sechs Neuzugänge: Argentinien, China, Estland, Hongkong, Norwegen und Südkorea. Unternehmen, die 2026 noch als Besucher teilnahmen, kehren nun als Aussteller zurück; andere bauen ihre Präsenz aus. Dies unterstreicht die wachsende Dynamik des Marktes. Auch deutsche Unternehmen setzen Impulse im No/Low-Segment. Mit Kolonne Null, einer auf hochwertige alkoholfreie Weine spezialisierten Marke, und Carl Jung, einem Pionier der Entalkoholisierung von Wein und der Herstellung alkoholfreier Getränke, sind 2027 zwei etablierte deutsche Anbieter bei The Other Sip vertreten.

„Mit The Other Sip unterstützen wir das Wachstum des No/Low-Segments, das durch veränderte Konsumgewohnheiten, Innovationen und neue Marktteilnehmer an Dynamik gewinnt. Indem wir Marken, Einkäufer und Experten zusammenbringen, wollen wir dem Segment den Stellenwert geben, den es verdient, und seine kommerzielle Entwicklung fördern“, sagt Audrey Marqueyssat, Direktorin für Spirituosen, alkoholfreie Getränke, Bier und Cider.

Weiterentwicklung der Formate und Kennzahlen 2026

Die Weiterentwicklungen von Wine Paris, Be Spirits und The Other Sip verfolgen ein gemeinsames Ziel: Jedes Format soll den Anforderungen seines Marktes gerecht werden und das Wachstum der Branche unterstützen.

„Die Wein-, Spirituosen- und Lebensmittelbranche erfindet sich neu – und die Veranstaltungen, die sie zusammenbringen, müssen sich mit ihr weiterentwickeln. In der Food-&-Beverage-Sparte von Comexposium verfolgen wir das Ziel, jede Veranstaltung zu einem echten Motor für Geschäftsentwicklung zu machen, der den Austausch fördert und internationale Chancen eröffnet. Von SIAL Paris bis Wine Paris eint uns die Überzeugung, dass unsere Aufgabe über die Messe selbst hinausgeht: Wir wollen den Wandel der Branche begleiten und die Entwicklung der Märkte unterstützen. Wine Paris 2027 ist Teil dieser übergeordneten Vision“, sagt Rodolphe Lameyse, CEO der Food-&-Beverage-Sparte von Comexposium.

Ein Rückblick auf 2026 zeigt die Kennzahlen der vergangenen Ausgabe: 6.537 Aussteller, 63.541 Fachbesucher, 169 vertretene Länder, 25.958 geplante Geschäftstermine, 239 Academy-Sessions und 400 Vertreter des öffentlichen Sektors.

Quelle: Wine Paris

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Bild von Lukas Steiglechner

Lukas Steiglechner

Mit seiner langjährigen Erfahrung als Fachjournalist berichtet Lukas Steiglechner aus der Zentralredaktion in München über aktuelle Entwicklungen in Gastronomie, Hotellerie und Gemeinschaftsverpflegung. Dabei legt er Wert auf klare Einordnung, relevante Entwicklungen und praxisnahe Perspektiven für das professionelle Gastgewerbe.

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