Aus einer am 11. Januar 2024 verรถffentlichten Dehoga-Umfrage geht hervor, dass die wirtschaftliche Lage des Gastgewerbes auch zu Beginn des neuen Jahres angespannt bleibt. Die konkreten Zahlen haben wir fรผr Sie zusammengefasst.
Quelle: Fabrizio Magoni on Unsplash

Aktuelle Dehoga-Umfrage: Steigende Kosten setzen Gastgewerbe unter Druck

Die wirtschaftliche Lage der Gastronomen und Hoteliers bleibt auch zu Beginn des neuen Jahres angespannt. Die Wiedererhรถhung der Mehrwertsteuer von 7 auf 19 % fรผr Speisen in der Gastronomie bei gleichzeitig massiv steigenden Kosten stellt die Unternehmer vor groรŸe Herausforderungen. Das geht aus einer am 11. Januar 2024 verรถffentlichten Umfrage des Deutschen Hotel- und Gaststรคttenverbandes (Dehoga Bundesverband) hervor, bei der vom 8. bis 11. Januar 2.900 gastgewerbliche Unternehmen aus ganz Deutschland teilnahmen.

Demnach befรผrchtet jedes dritte Unternehmen (33,3 %), im Jahr 2024 in die Verlustzone zu rutschen. 33,7 % wagen keine Prognose. Lediglich 33 % gehen heute davon aus, sich am Markt behaupten zu kรถnnen.

Kostendruck wird durch Dehoga-Umfrage belegt

Laut der Dehoga-Umfrage haben die Umsรคtze im Gastgewerbe das Vorkrisenniveau immer noch nicht erreicht. Vor dem Hintergrund eines gemischten Weihnachts- und Silvestergeschรคfts setzten die Betriebe im Dezember 2023 nominal 4,8 % weniger um als im Dezember des Vorkrisenjahres 2019. Der Jahresumsatz 2023 lag 1,6 % unter dem Vorkrisenwert.

Die Aussichten sind also weiterhin getrรผbt. Die meisten Betriebe bewerten ihre Geschรคftsentwicklung zu Beginn des neuen Jahres mit โ€žverhaltenโ€œ (41,1 %), 20,9 % beurteilen sie mit โ€žeher negativโ€œ, 12 % mit โ€žpessimistischโ€œ. Dem gegenรผber stehen 20,2 %, die auf ihre Geschรคftsentwicklung zuversichtlich schauen, nur 5,8 % geben sich optimistisch.

Wie die Dehoga-Umfrage belegt, nimmt der Kostendruck fรผr die Betriebe weiter zu. Als grรถรŸte Herausforderungen nannten die Betriebe mit jeweils รผber 75 % die Anhebung der Mehrwertsteuer fรผr Speisen in der Gastronomie, die steigenden Personalkosten sowie die hรถheren Kosten bei Lebensmitteln und Energie. So erhรถhten sich die Energiekosten im Dezember im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 32,6 %. Die Kosten fรผr Lebensmittel fรผr die Betriebe lagen durchschnittlich um 20,3 % hรถher als im Dezember 2022, die von Getrรคnken um 13,7 %. Die Personalkosten stiegen um 16 %.

Der aktuellen Dehoga-Umfrage zufolge sahen sich 75,7 % der Unternehmer gezwungen, ihre Preise in Folge der Mehrwertsteuererhรถhung fรผr Speisen von 7 auf 19 % zum 1. Januar 2024 bereits anzupassen. Weitere 11 % der Gastronomen planen Preisanhebungen noch im ersten Quartal 2024, 6,2 % im Verlauf des Jahres, 4,1 % wissen es noch nicht, 3 % werden keine Erhรถhung vornehmen.

โ€žEssen muss einheitlich mit 7 % besteuert werden. Es ist absurd, dass fรผr das Essen in der Gastronomie wieder 19 % Mehrwertsteuer gelten, wรคhrend das Essen to go, der Fertigsalat aus dem Supermarkt und die Essenslieferung weiterhin mit 7 % besteuert wird. Diese Ungleichbehandlung muss endlich dauerhaft beseitigt werden.โ€œ

Dehoga-Prรคsident Guido Zรถllick

Ob, wann und wie die Gastronomen indes die Preise erhรถhen, sei insbesondere abhรคngig von der Kostenentwicklung, vom Konzept des Betriebes, von den Gรคsten und vom Standort. Die Kalkulation der Preise sei ein hohes unternehmerisches Gut. โ€žIm Fokus steht, wirtschaftlich zu arbeiten und wettbewerbsfรคhig zu bleibenโ€œ, so seine ergรคnzende Aussage.

Mehrwertsteuer: 6 Tipps fรผr 2024

Dieย wieder gestiegene Mehrwertsteuerย verunsichert die Gastronomie: Wie kรถnnen Sie als Gastgeber mit den abrupt steigenden Preisen umgehen? Orientierung bietetย Florian LangenstraรŸ. Er selbst ist Gastronom und Betriebswirtschaftlicher Kundenberater beimย Service-Bund. Bei einem Webinar desย ETL Adhogaย unter der Leitung vonย Erich Naglย am 19. Dezember gab er Tipps, wie man mit der Steuerangleichung umgehen kann. Seine Ratschlรคge finden Sie in unserem Beitrag vom 22. Dezember 2023.

Quelle: Dehoga Bundesverband

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