Mit Pflanzen und Geschmack รผberzeugen โ das sieht Kรถchin, F&B Hero und Autorin Antje de Vries als ihre Mission. Insbesondere im Veganuary kรถnnen Gastronomen die Gelegenheit nutzen, um ihre Gรคste mit pflanzenbasierten Gerichten zu begeistern. Damit das auch garantiert gelingt, hat Antje de Vries fรผnf Tipps parat.
Wer diese gleich in die Praxis umsetzen will, findet in unserer Rezeptedatenbank Inspirationen. Wie wรคre es zum Beispiel mit einem Erbsenpesto fรผrs Brot oder dem Ofenkรผrbis mit Haselnuss und Sanddorn?

Tipp 1: Umami gibt Geschmack
Der Geschmack Umami ist die Reaktion der Zunge auf Glutaminsรคure im Zusammenspiel mit weiteren Aminosรคuren. Hirn und Herz vermittelt das: โDas schmeckt!โ. Mit pflanzlichen Zutaten gelingt es ganz einfach, Umami in die Gerichte bringen. Wie das geht? Zum Beispiel durch Tomaten, grรผne Paprika, Sellerie, Algen, Hรผlsenfrรผchte oder mit fermentierten Lebensmitteln. Zu Letzteren zรคhlen etwa Sojasauce und Miso.
Tipp 2: Kraft der Farben nutzen
Bunte Farben besitzen Superkrรคfte: Sie beeinflussen Augen, Geschmack und Sรคttigung. Pink- und Rottรถne etwa tรคuschen Energiedichte vor, Brauntรถne dagegen einen hohen Anteil der Baustoff-Proteine. Durch das bewusste Spiel mit diesen Farben senden Gerichte reizvolle Impulse. Das รผberlistet das Gehirn, denn die Sinne werden befriedigt. Die Folge: Der Gast ist schneller satt.
Tipp 3: Textur und Sound runden ab
Ob Knuspern, Creme oder Crunch โ Texturen und Gerรคusche bringen Abwechslung in den Mund. Natรผrlich auch bei veganen Gerichten. Wie wรคre es also mal mit einem Sellerie-Reverse-Schnitzel oder einem Hafer-Schoko-Pudding, um die Gรคste mit einer aufregenden Textur zu รผberraschen?
Tipp 4: Pflanzenproteine bringen Power
Besonders Hรผlsenfrรผchte und Getreide sind Proteinbomben. Sie dienen als Baustoffe fรผr den Kรถrper, machen satt und spenden Kraft. Speisen aus Hรผlsenfrรผchten wie Bohnenbratlinge, Falafel, Tofu und Tempeh bringen neben Eiweiร, Vitaminen und Mineralstoffen auch krรคftigen Geschmack und ungewรถhnliche Texturen auf die Teller (siehe Tipp 3).
Tipp 5: Ballaststoffe sรคttigen
Manche Gรคste sorgen sich, dass sie von einem rein pflanzlichen Gericht nicht satt werden. Wer die Kraft von Ballaststoffen kennt und sie richtig einsetzt, serviert die richtigen Gerichte als Antwort.
Hier lohnt es sich, Pflanzen leaf-to-root zu verarbeiten, also vom Blatt bis zur Wurzel. Oder auch mal den Gemรผsebratling oder das Pesto mit einem Extra-Esslรถffel Haferkleie anzureichern. Das macht Gรคste schneller und lรคnger satt.
Reichlich Ballaststoffe gibt es in…
- Vollkornprodukten wie Naturreis, Vollkornpasta und Vollkorngetreideflocken,
- in Hรผlsenfrรผchten
- sowie in Pflanzen, z. B. in Schalen, Strunk oder Kernen.
Quelle: F&B Heroes, Antje de Vries