Bei der fünften Hupfer Pop-up-Expo im Juni erlebten die 250 Fachbesucher eine Premiere. So stand der exklusive Pre-Launch eines kompakten Geräts zum Kalthalten und Fertiggaren von Cook & Chill-Speisen, Isobox Chicoo genannt, im Fokus. Weitere Highlights: der Besuch einer Klinikumsgastronomie, kreisende Roboter und KI-Diskussionen.
Hupfer Pop-up-Expo on Tour 2026 bei Rüther

Die Hupfer Pop-up-Expo fand im fünften Jahr ihres Bestehens erstmals als Tour-Event statt. Gastgeber war die Hupfer-Schwester Rüther in Eslohe. Die zuvor als Produktionshalle genutzte Fläche war eigens für die Veranstaltung zu einer „kommunikativ-stylishen Industrial Area“ mit Themeninseln, Speaker-Bühne, Meetingpoints, Outdoor-Foodcourt und Live-Einblicken in angrenzende Produktionshallen umgestaltet worden.
Der Ortswechsel war bewusst gewählt: „Wir wollen dem Branchenformat neuen Schwung geben und einen tieferen Einblick in die weiteren Unternehmen der Hupfer Gruppe bieten“, erläuterte Hupfer-Geschäftsführer Marc Reichling.
Das Programm umfasste acht Themeninseln mit Impulsvorträgen, Live-Demos und Verkostungen, Werksführungen sowie eine Keynote. Von der Unternehmensgruppe präsentierten sich Menü Mobil, Rüther und Hupfer, in weiteren Themenkonzepten waren Giobotics, Weslink, Cool Compact und Melitta Professional einbezogen.
Isobox Chicoo: Pre-Launch für Kalthalten und Fertiggaren in einem Gerät


Traditionell erhalten die Gäste der Hupfer Pop-up-Expo als Erste Einblicke in ein neues Produkt im Feldtest. Das Thema des diesjährigen Pre-Launches: Wie kommt gutes Essen auch gut zum Gast? Es ist die Gretchenfrage schlechthin, die Caterer oder Inhouse-Speisenverteiler umtreibt.
Hupfer hat nun in einem langjährigen Projekt mit einem Caterer als Validierungspartner das Thema neu gedacht. Das Ergebnis: eine mobile Technik, die nicht nur kalt hält, sondern just in time vor Ort alles fertiggart, und das auf den Punkt und vollautomatisch: die Isobox Chicoo.
Anna Kettermann und Florian Schneider von Hupfer demonstrierten viele qualitätssichernde Details:
- KI-gesteuerte Garprozesse,
- automatische Steuerungen auch für Laien intuitiv abrufbar,
- dazu vollvernetzt dank Digitalsteuerung von Kibi.
- Bis zu 140 Portionen lassen sich in einem Gerät kalthalten und bedarfsgerecht fertiggaren.
Die anschließende Verkostung mit Koch Philipp Kleideiter überzeugte – die Speisen sahen aus wie frisch gekocht: bissfestes und farblich schönes Gemüse, zartes Sous vide-gegartes Fleisch oder ein Kartoffelpüree, das eine Fachbesucherin als sonstigen „Alptraum eines jeden Kochs beim Regenerieren – oben Haut, unten angebrannt“ bezeichnete.
Anna Kettermann und Florian Schneider von Hupfer demonstrierten qualitätssichernde Details wie KI-gesteuerte Garprozesse, automatische, auch für Laien intuitiv abrufbare Steuerungen sowie die vollständige Vernetzung über eine Digitalsteuerung von Kibi. In einem Gerät lassen sich bis zu 140 Portionen kalthalten und bedarfsgerecht fertiggaren. Die anschließende Verkostung mit Koch Philipp Kleideiter zeigte laut Darstellung, dass die Speisen „aussahen aus wie frisch gekocht“ – mit bissfestem, farblich ansprechendem Gemüse, zartem Sous-vide-gegartem Fleisch und Kartoffelpüree,
Unfallfrei durchs Heim
Was haben Heizungen in Speisetransportwagen mit Stürzen von Bewohnern und Personal im Heim zu tun? Nachdenkliches dazu gab es in einem Überblick von Care-Spezialist Christoph Maier von Hupfer. Prävention von Unfällen ist in Heimen ein großes Thema, vieles sorgt für Sicherheit. Doch bei aller Vorsicht: Im hektischen Arbeitsalltag geht schon mal was daneben. So werden nass beheizte Speisetransportwagen immer mal wieder über die Wasserlinie hinaus befüllt – unterwegs schwappt es dann auf den Fluren der Heimbewohner – Rutschalarm! Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auf die neuartigen, trocken beheizten Speiseausgabewagen zurückgreifen.
Sonderbau ist Kommunikation
Bei Rüther sind die Spezialisten für Speiseausgaben und Möbel am Werke – das demonstrierten sie auf der Pop-up-Expo nicht nur in der spannenden Werksführung. Michael Kremer von Rüther gab in einem Workshop für Planende Einblicke in die mittlerweile durchgängige 3D-CAD-Planung von Speiseausgaben. Sie bietet zuverlässige Unterlagen für Planer, Produktion und Endmontage. In Kombination mit einem 3D-Laseraufmaß bietet sie höchste Präzision und vermeidet teure Planungsfehler. In der angeregten Diskussion zeigte sich: Der Sonderbau von Speiseausgaben verlangt nicht nur ein tiefes Verständnis, sondern auch eine intensive Diskussion mit allen Beteiligten.
Lukas Gödde von Rüther wandelte in seinem Impulsvortrag detailsicher durch die Vielfalt an Materialien für Speiseausgaben aller Art und zeigte, wo was sinnvoll ist. Diverse Glasarten, Holzplatten, Kunststeine, Natursteine, ob weich, ob kratzfest oder unempfindlich gegen Wärme, Rotwein oder Schüler – alles ist möglich. Das Know-how um die richtige Auswahl für Zielgruppe und Zweck bringe am Ende Langlebigkeit, Hygiene und lange Freude am schicken Design.
Speisen kühlen, nicht das Team
Gleich zwei Themeninseln befassten sich mit einem etwas, das in der Praxis doch manchmal unter dem Radar läuft: die durchgehende Kühlkette von maximal 7° C bei der Portionierung und in der Speisenausgabe. Patrick Schwarz und Holger Michels von Hupfer präsentierten für den Klinikbereich Lösungen für mehr Sicherheit. Nicht der ganze Raum wird gekühlt (und damit das Personal gleich mit), sondern ganz gezielt die Speisen im Prozess. Dahinter verbirgt sich das gut ausgetüftelte Plug & Cool-System mit individuellen Modulen.
Daniel Wiechers von Hupfer erläuterte, welche Faktoren für eine hygienischere Lagerung in Speiseausgaben maßgeblich sind. Im Fokus stand ein durchgehendes Monitoring, das „im Hintergrund mitläuft“. Eine digital-automatisierte Erfassung der Kalttemperaturen über Kibi Scada soll Transparenz in den Prozess bringen, etwa durch frühzeitige Warnung bei beginnendem Temperaturabfall. Über Vernetzung lassen sich die Techniken aktiv ansteuern, sodass weder zu wenig noch zu viel Energie in das Kalthalten fließt.
Keynote zu KI und Transformation in der GV

„Stell`Dir vor, Du bleibst wie Du bist. Dann verlierst Du an Wert.“ Key Note Speaker Dirk Rosomm kitzelte sein Publikum immer wieder mit Thesen wie diese. Der Experte und Berater für Transformationsprozesse mit und ohne KI mahnte: Künstliche Intelligenz lässt sich nicht aussitzen, sie bleibt – to big to ignore. Wir müssen uns also anpassen, teils neu erfinden, in einer Schnelligkeit, die uns zunächst überfordern mag. Hilfreich dabei sei das Mindset – wie im Silicon Valley: Die zwei relevanten Fragen dort: Wie kann ich Aversionsjobs an die KI delegieren? Und wie kann sie meine Talente verzehnfachen? Bei diesem Lernprozess ist Kreativität die hilfreichste Eigenschaft. Dirk Rosomm lud sein Publikum ein, einfach mit KI zu interagieren, sie um Hilfe zu bitten – einige Demos wie die Kreation einer intelligenten Speisenausgabe waren fix und verblüffend. Sein Mutmacher zum Schluss: KI schafft Freiräume, mehr Zeit für Gemeinschaft – wie bei der Hupfer Pop-up Expo.
Praxis-Einblicke in die Klinikumsgastronomie Meschede


Am Vortag der Hupfer Pop-up-Expo bot eine exklusive Führung im Alexianer Klinikum Hochsauerland in Meschede Einblicke in sein Verpflegungskonzept. Das Klinikum präsentierte seine neue Speisenverteilung und Großküche, in der vor vier Jahren die Produktion für vier Standorte zentralisiert und von Cook & Serve auf Cook & Chill umgestellt worden war. Planung und Ausstattung verantwortete Maiworm Großküchentechnik. Küchenchefin Susanna Rehwoldt und ihr Stellvertreter Oliver Stark erläuterten den Besuchern die neuen Prozesse, begleitet von einer Verkostung. Bis zu 1.500 Patienten und Mitarbeiter werden von hier aus täglich verpflegt.
In der Speisenverteilung hat man sich für Induktionstransportwagen (Menü Mobil) entschieden, das Kalthalten läuft über die energieeffiziente und praktikable Scherbeneiskühlung (Menü Mobil/Hupfer). Speziell für die Klinik wurde hier das so genannte Wahlleistungstablett entwickelt, als EN-Tablett mit doppelter Fläche und passgenauen Induktions-Flächen für die Warmspeisen, alles für eine höhere Speisenvielfalt im Wahlleistungsbereich. Dieses EN-Tablett – ebenfalls ein Novum – geht im Mix mit den herkömmlichen ½ EN-Tabletts im Transportwagen auf die Reise. Die Verteilung läuft über einen Bandtransport, an dem die bereitgestellten Speisen gekühlt werden, mittels des flexibel-modularen Systems Plug & Cool (Hupfer). Für mehr Effizienz in der Verteilung sorgt zudem die Umstellung auf das PN-Geschirr, das dank seiner Stapelfähigkeit und Kompatibilität untereinander deutlich Fläche spart und Geschirrstapler (Hupfer) effizienter nutzt.
Ausblick der Hupfer Pop-up-Expo
Zum Abschluss der Veranstaltung wurde betont, dass auch ein erfolgreiches Format kontinuierlich neue Impulse setzen müsse. Der Wechsel der Location mit zusätzlichen fachlichen Themen habe trotz hoher Temperaturen „frischen Wind“ in das Event gebracht. Wo die Hupfer Pop-up-Expo im kommenden Jahr stattfinden wird, ließ Marc Reichling offen. Sicher ist für ihn jedoch: „Dieses Format macht einfach Spaß – und eine Fortsetzung ist versprochen.“ Außerdem betonte er: „Wir freuen uns sehr auf den weiteren Austausch mit allen Akteuren und Kunden.“
Quelle: Hupfer
Wenn die Zukunft nach Kaffee riecht
Was die Kantine mit einem Zoo und einer Feuerstelle gemein haben sollte? Warum Unternehmen zukünftig weniger in Quadratmeter, sondern in Begegnung investieren sollen und wie das gelingt? Der Designstratege und Hospitality-Visionär Philipp Kirnbauer, Director Project & Design bei Eurest Österreich/Compass Group, hat der Redaktion GVMANAGER verraten, warum die Kantine künftig als strategischer Raum gilt und was das für die Architektur bedeutet. Hier geht’s zum Interview.